Sony ZV1-II Test: Kompakte Vlogging-Kamera mit stolzem Preis

von Davina 08.11.2023

Über die Sony ZV1-II

Diesen Sommer brachte Sony die ZV-1 II heraus. Sony startete die Reihe mit der ursprünglichen Sony ZV-1, und mit der ZV-1 II kommt die Fortsetzung. Hier könnt ihr euch Sonys virtuelle Tour der Kamera ansehen:

Sonys ZV-Reihe zielt darauf ab, kleine und kompakte Systeme anzubieten, die die Smartphones an Leistung und Qualität übertrumpfen können. Die Sony ZV-1 II ist weniger eine Fortsetzung, sondern eher eine alternative Variante der ursprünglichen ZV-1. Beide teilen den gleichen Sensor, die gleiche Videoleistung und die gleiche Akkulaufzeit. Das Einzige, was diese beiden Kameras wirklich voneinander unterscheidet, ist das Objektiv. Und da sonst nicht viel Neues hinzugekommen ist, sollte das Objektiv die endgültige Entscheidung darüber treffen, ob man sich für das ältere oder neuere Modell entscheiden sollte. Dass die ZV-1 II auch 200 Euro mehr kostet, kann die Entscheidung natürlich auch beeinflussen.

Hauptmerkmale

Das wichtigste Merkmal, dass das neue Modell vom Vorgängermodell unterscheidet, ist das neue Weitwinkel-Zoomobjektiv des ZV-1 II. Das 18-mm-Objektiv ist speziell für Vlogging, Selfies und Gruppenaufnahmen in ausgestreckter Armhaltung konzipiert, während die 50-mm-Brennweite am anderen Ende des Bereichs ideal für Porträts und Produktfotos ist. Obwohl die ZV-1 nicht über eine Bildstabilisierung verfügt, bietet sie eine aktive digitale Stabilisierung von Sony für flüssigere Aufnahmen mit leichtem Zuschnitt. Hinter dem Objektiv verfügt die Kamera über eine automatische Verfolgung für Menschen und Tiere, einschließlich eines Augenautofokus. Die ZV-1 II verfügt über ein integriertes Tri-Kapsel-Mikrofon für eine bessere Tonaufnahme, das intelligent die Aufnahmerichtung von “alle Richtungen” auf “vorne” umschaltet, wenn die Kamera ein menschliches Gesicht im Bild erkennt. Man kann auch manuell zwischen der Richtungsaufnahme “vorne” und “hinten” umschalten.

Vlogging leicht gemacht mit der ZV-1 II

Die ZV-1 II bietet viele Funktionen, um das Vlogging schneller und einfacher zu machen, einschließlich der Möglichkeit, aus fünf “Looks” und vier “Moods” auszuwählen, um den Gesamtstil des Videos ohne aufwändige Bearbeitung zu ändern. Die ZV-1 II hat auch eine Einstellung für den Cinematic-Vlog, die die Kamera auf Cinemascope und 24fps einstellt, um auf Knopfdruck professionell aussehende Videos zu erhalten. All dies kann mit den neuen Touchscreen-Menüs gesteuert werden, die Sony als intuitiver denn je bezeichnet. Ein weiteres wichtiges Feature für das Vlogging ist die Produktpräsentationseinstellung der ZV-1 II, die automatisch den Fokus der Kamera wechselt, wenn sie erkennt, dass ein Produkt hochgehalten wird. Generell ist die Videoqualität eine sehr hohe:

Die Handhabung des Produkts

Die ZV-1 II ist winzig und das stellt auch gleichzeitig das stärkste Kaufargument für das Gerät dar. Es ist eine kleine Kamera, die in jede Jackentasche passt und die man deshalb überall hin mitnehmen kann. Das Objektiv wird mit einem Zoom-Rädchen oben rein- und rausgezoomt, was der Kamera ein charmantes Retrogefühl verleiht. Aber keine Sorge: der Zoom ist sanft und schnell genug, sodass die Videoqualität nicht darunter leidet. Der Touchscreen ermöglicht es, die gesamte Kamera zu steuern. Dadurch wird die Bedienung der Kamera viel benutzerfreundlicher. Diese Steuerung spricht so auch Nutzer:innen an, die von einem Smartphone auf die ZV-1 II umsteigen wollen.

Foto-Performance

Die Fotos sind sehr gut, aber sind sie spürbar besser als das, was ein Telefon mit anständiger Verarbeitung leisten kann? Nicht wirklich. Die ZV-1 II fungiert als vollkommen gute Standbildkamera, wenn sie zufällig bereits in der Tasche ist. Wenn man aber sowohl Standbilder als auch Videos aufnimmt, gibt es viel überzeugendere Optionen, die nicht viel größer und in einigen Fällen auch erschwinglicher sind.

Video-Performance

Die Video-Performance auf der ZV-1 II ist hingegen großartig und übertrifft in fast allen Fällen das, was man von einem Telefon erwarten kann. Der 1-Zoll-Sensor bietet eine natürlichere Tiefenschärfe als ein Smartphone. Wo die Kamera unter allen auf dem Markt erhältlichen Optionen glänzt, ist ihre Fokussierung auf die Klangqualität. Das Tri-Kapsel-Mikrofonarray ist hervorragend darin, die Stimme mit Klarheit aufzunehmen. Natürlich kann man auch an einer anderen Kamera ein kleines externes Mikrofon anbringen, aber das schlägt nicht die Einfachheit der All-in-One Erfahrung der ZV-1 II.

Technische Daten

Sensor: 20MP 1″ BSI-CMOS Sensor

Objektiv: 18-50mm f/1.8-4.0

ISO: 125 – 12,800 (erweiterbar auf 80 – 25,600)

Bildschirm: 3-Zoll vollständig schwenkbarer Touchscreen

Aufnahmegeschwindigkeit: 24 Bilder pro Sekunde kontinuierliche Aufnahme

Video: 4K (3840×2160), 1080p FHD, FHD 720p 960fps Highspeed-Video

Verbindung: Bluetooth, WiFi

Größe: 106 x 60 x 47 mm

Gewicht: 292 g

Kompakt, kompetent und nicht gerade preiswert

Die ZV-1 II ist eine etwas wagemutige Veröffentlichung für Sony, da sie sich nicht großartig vom Vorgängermodell unterscheidet. Die ZV-1 II ist eher ein alternatives Modell zur ZV-1 als ein direktes Upgrade. Einige Leute werden den weitwinkligeren Zoom bevorzugen, der jetzt bei 18 mm beginnt, während andere die zusätzliche Brennweite des 24-70-mm-Zooms am Original bevorzugen werden. Was aber definitiv für die ZV-1 II spricht, sind der optimierte Touchscreen und die fokussierten Tonaufnahmen der Kamera. Für die Dauer der Produkttestung wurden wir vom Hersteller mit einer ZV-1 II ausgestattet.

Wertung: 8.0 Pixel

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