PA-755 Solar-Funk-Rückfahrkamera-Set im Test
Das PA-755 Solar-Funk-Rückfahrkamera-Set liefert euch eine zuverlässige Einparkhilfe mit Rückkamera und Anbindung an CarPlay oder Android Auto.
Kamera hinten, Bildschirm vorne
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Das PA-755 Solar-Funk-Rückfahrkamera-Set präsentiert sich als kostengünstige Hybrid-Lösung für alle, die ihr Fahrzeug ohne großen Werkstattaufwand technisch eine Rückfahrkamera spendieren wollen. Das Konzept ist sipmel und besteht aus zwei Komponenten. Eine Rückfahrkamera, die sich durch Solarkraft selbst versorgt und hinten beim Auto als Kennzeichenhalterung moniert wird. Gepaart wird diese mit einem Monitor, der euch nicht nur das Kamerabild überträgt, sondern auch CarPlay- oder Android-Auto in euer Auto holt. Am Ende hat bei mir alles gut geklappt und das 250 Euro Set hat die 1000 Euro Werkstattkosten einfach abgelöst. Starten wir mal mit den technischen Details des gesamten Sets.
Technische Daten
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- Kompatibel mit Apple CarPlay- und Android-Auto: Zugriff auf Smartphone-Anwendungen wie Navigation u.v.m.
- Bluetooth 5.0 für Verbindung zu Mobilgeräten, zum Steuern von Anrufen und Musik
- Screen-Mirroring: iPhone- und Smartphone-Bildschirm auf Monitor spiegeln
- WiFi-kompatibel: für WLAN-Standards IEEE 802.11b/g/n (2,4 GHz)
- Integrierter Mediaplayer für Wiedergabe von Audio- Video- und Bilddateien
- Equalizer-Funktion für anpassbares Klangbild
- Kamera-Auflösung in HD 720p: 1280 x 720 Pixel, Bildwinkel: 170°, neigbar um 60°
- Abstandssensoren: Erfassungsdistanz 30 – 228 cm, Erfassungswinkel: je 70°, neigbar: um 55°
- Farb-Touchdisplay mit 7″ / 17,8 cm Diagonale: zeigt Kamerabild, Einpark-Hilfslinien, gibt akustische Abstands-Warnung, CarPlay- / Android-Auto-Anzeige, Screen-Mirroring, Anruf- und Musiksteuerung, Medienwiedergabe
- Display-Auflösung: 1024 x 600 Pixel
- Kabellose Funk-Übertragung zwischen Kamera mit Abstandssensoren und Monitor: 2,4 GHz, Reichweite: bis zu 200 m
- Wasserdichte Kamera und Sensoren: IP67
- Steckplatz für microSD(HC/XC)-Speicherkarte bis 64 GB
- Halterung geeignet für einzeilige EU-Kennzeichen: 520×110 mm
- Stromversorgung Kamera mit Abstandssensoren: LiPo-Akku mit 5.000 mAh, lädt über integrierte Solarzellen oder per USB-C
- Stromversorgung über Zigarettenanzünder oder USB
- Maße Monitor (ohne Antenne): 18,5 x 11 x 4 cm, Antennen-Länge: 10,9 cm, Gewicht Monitor (mit Antenne): 297 g
Die Kamera ist schnell montiert
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Die Installation ist wohl das, worauf die meisten Leute bei einem Solar-Funk-Rückfahrkamera-Set achten werden und bildet das Herzstück dieses Systems. Ich bin wirklich alles andere als ein Hobby-Schrauber und habe es, auch wenn es im Detail kleine Hürden gab, alles gut hinbekommen. Ihr braucht als Werkzeug wirklich nur einen Schraubenzieher, sonst nichts. Da die Videoübertragung per Funk erfolgt und die Kamera ihren Strom aus integrierten Akkus und Solarzellen bezieht, entfällt das mühsame Verlegen von Kabeln durch den gesamten Innenraum komplett.
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Bei der Montage der Kameraeinheit am Heck stieß ich jedoch auf eine regionale Besonderheit: Österreichische Nummerntafeln (120 mm Höhe) sind um 10 mm höher als die gängige EU-Norm (110 mm Höhe). Dies führte dazu, dass sich die Oberseite der Halterung nicht vollständig schließen ließ, was die Montage etwas komplizierter gestaltete als erwartet. Dennoch lässt sich festhalten, dass das Endergebnis überzeugt. Die Nummerntafel sitzt fest, allerdings musste ich sie mit zwei winzigen Streifen doppelseitigem Klebeband fest machen, da sie sonst leichtes Spiel hat und geräuschvoll hin und her rattert. Gesetzlich ist das überhaupt kein Problem denn letztlich kommt es nur darauf an, dass das Kennzeichen gut sichtbar ist. Wenn ihr z.B. ein deutsches Kennzeichen habt, dann betrifft euch dieses Problem überhaupt nicht und die Form passt ohnehin perfekt.
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Energieschub
Ein weiterer wertvoller Praxistipp ist das vollständige Aufladen der Kameraeinheit per Kabel vor der ersten Inbetriebnahme. Durch diesen initialen Energieschub arbeitet das System im laufenden Betrieb so effizient, dass die Solarzellen ausreichen, um den Akku dauerhaft auf einem hohen Level zu halten – ein manuelles Nachladen war im Testzeitraum nicht mehr nötig. Laut Hersteller soll das auch so bleiben und nur wenn dauerhaft in einer Tiefgarage geparkt wird, muss die Halterung alle zwei bis drei Monate nachgeladen werden. Das geht für mich aber ebenfalls wirklich in Ordnung und sollte mit z.B. einer Powerbank schnell erledigt sein.
Bildschirmmontage und Inbetriebnahme
Im Cockpit gestaltet sich das Setup denkbar unkompliziert. Der Monitor wird einfach mit dem beiliegenden doppelseitigen Klebepad an der gewünschten Stelle im Auto fixiert. Für die Stromversorgung des Screens hat man die Wahl zwischen dem klassischen Anschluss am Zigarettenanzünder oder einer direkten Verbindung per USB-Buchse. Besonders erfreulich: Die Funkverbindung zwischen Monitor und Kamera war nach dem ersten Einschalten sofort stabil vorhanden und erforderte keinerlei mühsame Konfiguration. Für die Audio-Integration liegt zudem ein Miniklinken-Kabel (AUX) bei, was die Flexibilität bei der Einbindung in das vorhandene Soundsystem erhöht. Innerhalb kurzer Zeit steht die Verbindung, und das System ist einsatzbereit, was den Zeitaufwand im Vergleich zu herkömmlichen Systemen trotz der kleinen Anpassung am Kennzeichen massiv reduziert. Abgesehen von der zu großen Nummerntafel (und da kann der Hersteller ja nichts dafür), hat alles wirklich sehr gut und komfortable funktioniert und alles war sofort eingerichtet.
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Alles im Blick beim Einparken
Sobald man das Auto startet wird die Kamera aktiviert und dabei zeigt das Display seine Stärken. Die Bildqualität ist bei Tageslicht überraschend scharf und kontrastreich, sodass selbst kleine Hindernisse wie Bordsteinkanten oder Pfosten klar erkennbar sind. Auch bei einsetzender Dämmerung liefern die Sensoren ein helles Bild mit moderatem Rauschen, während die Weitwinkel-Optik einen großzügigen Bereich hinter dem Fahrzeug abdeckt. Die Latenz, also die Verzögerung des Funkbildes, ist minimal und für sicheres Rangieren absolut vernachlässigbar. Auch die Auflösung von 1024×600 ist mehr als ausreichend. Übrigens könnt ihr hinten bei der Nummerntafel die Kamera so einstellen, dass sie für euch den richtigen Winkel zeigt. Beim Rückwärtseinparken ist das Set dann eine richtige Hilfe, denn einerseits kann ich nun sehen was hinter mir ist und es wird auch in Metern angezeigt, wie weit das nächste Objekt noch entfernt ist. Das wird außerdem noch durch das typische piepsige, akustische Signal untermalt, welches immer häufiger wird, umso näher man sich einem Hindernis nähert. Das hilft in meinem Fall dann nicht nur beim Einparken, denn mit zwei kleinen Kindern Zuhause, wo das Carport an den Garten grenzt, bin ich nun extrem froh, dass ich dank der Kamera und des Weitwinkels alles im Blick habe.
Der einzige Nachteil gegenüber dem Werkstattumbau ist, dass ihr die Kamera aktiv am Display auswählen müsst und erst dann die Kamera am Bildschirm dargestellt wird. Beim Starten ist die Kamera praktischerweise gleich aktiv. Das Einparken und alles drum herum hat Bestens funktioniert, sprich die Basis des Sets ist schon mal sehr empfehlenswert. Jetzt kommen wir aber zu den zusätzlichen Features und schauen uns an was das Gerät noch alles leisten kann.
Mehr rausholen mit CarPlay und Android Auto im Fokus
Generell ist der Monitor sehr schnell mit Bluetooth verbunden und ihr könnt Anrufe entgegen nehmen. Die Integration von Apple CarPlay und Android Auto geht ebenfalls sehr schnell. Nach dem ersten Pairing verbindet sich das Smartphone beim Einsteigen automatisch und kabellos mit dem System. Navigation über Google Maps oder Waze läuft flüssig auf dem Breitbild-Display, und die Steuerung von Musik-Streaming-Diensten wie Spotify erfolgt intuitiv per Touch oder Sprachbefehl.
Dank der Unterstützung von Siri und Google Assistant lässt sich das System komplett freihändig bedienen, was die Sicherheit während der Fahrt massiv erhöht (Sprachassistenten müsst ihr in den Einstellungen einfach aktivieren). Auch Google Maps ist bei Android Auto natürlich dabei, wodurch man bei der Navigation deutlich mehr am Bildschirm erkennt, als auf einem herkömmlichen Handy.
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PA-755 Solar-Funk-Rückfahrkamera-Set Fazit
Im täglichen Einsatz überzeugt das PA-755 Solar-Funk-Rückfahrkamera-Set, durch eine reaktionsschnelle Benutzeroberfläche und eine stabile Systemsoftware. Der Monitor reagiert ohne nennenswerte Verzögerungen auf Eingaben, und die Abstandsmessung zum nächsten Hindernis sind eine echte Orientierungshilfe. Selbst bei direkter Sonneneinstrahlung auf das Display bleibt der Inhalt gut ablesbar, was auf eine hochwertige Entspiegelung hindeutet. Mit der hilfreichen Einparkhilfe und der einfachen Installation (ohne Kabelsalat) hat mich das PA-755 überzeugt und es ist eine wirklich gute und kostengünstige Alternative zum teuren Werkstattumbau. Also Bonus erhalte ich obendrein noch einen Monitor mit Android Auto, wodurch ich Navi, Spotify etc. immer dabei habe.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das PA-755 weit mehr ist als nur eine einfache Einparkhilfe. Es ist ein Upgrade-Kit für mehr Sicherheit und Komfort, das besonders für ältere PKW, Wohnmobile oder Transporter einen enormen Mehrwert bietet. Die Kombination aus einfacher Montage durch Solar-Technik und der modernen Smartphone-Anbindung macht es zu einer der attraktivsten Nachrüstlösungen auf dem Markt. Wer keine Lust auf Kabelsalat hat und dennoch nicht auf modernes Infotainment verzichten möchte, findet hier ein rundum gelungenes Gesamtpaket, das seinen Preis durch Funktionalität und Zeitersparnis bei der Montage absolut rechtfertigt.