Fitnessarmband acme ACT05 im Test: Fit genug?

von Mandi 19.07.2017

Das Unternehmen acme will sich mit smarten Armbändern auf dem Markt etablieren. Zu diesem Zwecke wurde das acme ACT05 veröffentlicht – es soll all eure Aktivitäten in Verbindung mit eurem Smartphone aufzeichnen. Ich habe es zwei Wochen getestet – lest hier das Review! Hier geht es zur offiziellen Website des Geräts.

Was ist dieses Teil überhaupt?

Im Prinzip ist das acme ACT05-Fitnessarmband ein unauffälliger Begleiter an eurem Unterarm. Abgesehen vom kleinen Schwarz-Weiß-Display ist er komplett in Schwarz gehalten und ist nicht breit. Die Abmessungen sind schmal gehalten und die wenigen Gramm Gewicht fallen weder im Alltag noch bei einem schweißtreibenden Training gar nicht auf.

Das Gehäuse ist komplett aus Kunststoff gehalten und das gummierte Armband aus Thermoplastik fühlt sich soweit angenehm an. Euer Handgelenk beziehungsweise Unterarm sollte einen Umfang zwischen 14 und 20 Zentimetern aufweisen, dann passt der acme ACT05-Fitnesstracker ideal.

Der Tracker hält bis zu sieben Tage bei durchgehender Nutzung (also auch im Schlaf) durch. Die Bildschirmdiagonale misst ein halbes Zoll und besitzt eine Auflösung von 64 x 32 Bildpunkten. Das reicht zum Lesen vollkommen aus, und mittels Bluetooth 4.0 verbindet ihr das acme ACT05 mit eurem Smartphone. Sowohl iOS als auch Android werden unterstützt. Für eine Übersicht gibt es ein kurzes Video:

Was kann der acme ACT05 Fitnesstracker?

Mittels der App VeryFit 2.0 für euer Smartphone lassen sich so einige Dinge aufzeichnen und euch anzeigen. Bleibt ihr innerhalb der Bluetooth-Reichweite eures Handys (in der Regel knapp zehn Meter), bekommt ihr über das Armband die Hinweise des Geräts. Anrufe beispielsweise lassen euer Armband vibrieren, und auf dem Display seht ihr, wer anruft.

Bewegt ihr euch eine Weile nicht, vibriert das acme ACT05, um euch ans Aufstehen zu erinnern. Seid ihr aus der Reichweite eures Handys, vibriert das Armband auf Wunsch – ein guter Schutz gegen Diebstahl und Vergessen! Diverse Benachrichtigungen wie von Facebook, WeChat, QQ, Twitter, WhatsApp, LinkedIn, Instagram, Facebook Messenger und herkömmliche SMS bekommt ihr ebenfalls angezeigt.

Einen Pulsmesser hat das acme ACT05 darüber hinaus auch noch spendiert bekommen. Das heißt, während Trainings, während dem Schlafen und während des Alltags checkt der Tracker euren Puls. So bekommt ihr ein Gefühl für verbrannte Kalorien und euren Fitnesszustand. Oh, und wenn ihr das Handgelenk dreht, leuchtet das Display auf und zeigt euch die Uhrzeit an.

Das macht das acme ACT05 gut

Gleich vorweg: Dieses Gerät ist für etwa 50 Euro erhältlich. Daher möchte man meinen, dass die Funktionalitäten eines solchen Gadgets eingeschränkt sind. Das ist aber nicht der Fall! Die Benachrichtigungen über Anrufe und Nachrichten funktioniert einwandfrei und verhindert, dass ihr automatisch periodisch euer Handy checkt („könnte ja was verpassen“).

Die Akkulaufzeit von sieben Tagen durchgehend konnte ich nicht ganz erreichen, aber zwischen fünf und sechs Tage waren bei meiner Nutzung drin. Man muss dazu sagen, ich habe jede Option aktiviert, die es in der App gibt – hier lässt sich bestimmt etwas optimieren. Darüber hinaus dauert das Aufladen grade mal eine gute Stunde. Das ist super! Die automatische Pulsmessung und das Schlaftracking tun ihre Sache gut und werden in der zugehörigen App übersichtlich angezeigt.

Neben dem Formfaktor und Design hat mir auch besonders gut gefallen, dass ihr sofort benachrichtigt werdet, wenn ihr euch außerhalb der Reichweite eures Smartphones befindet. Mir wäre es in der Testphase zwei Mal passiert, dass ich mein Handy vergessen hätte. Allerdings war dem nicht so dank dem acme ACT05 – ihr könnt aber jedes Feature, das euch überflüssig erscheint, auch deaktivieren. Ein weiterer Pluspunkt!

Hier hat das acme ACT05 Aufholbedarf

Die zugehörige App VeryFit 2.0 müsste für den deutschen Markt noch überarbeitet werden. Sowohl das Softwaredesign als auch die Übersetzungen sind sehr fragwürdig. Sie funktioniert einwandfrei und bietet eine Menge Optionen, aber es macht nicht wirklich Spaß, sie zu benutzen. Hier übertrifft die acme ACT 05-Hardware die App ziemlich.

Ihr müsst den Fitnesstracker nicht oft aufladen, aber wenn, dann wird es spannend. Ein eigens kreierter Pin-Greifer muss auf die zugehörigen Flächen geklammert werden, damit das Gerät lädt. Dass das Kabel sehr kurz ist, hilft auch nicht wirklich weiter. Habt ihr den Dreh aber raus, wird das wöchentliche Laden zum Kinderspiel. Die Benachrichtigungen zeigen euch nicht nur die AbsenderInnen, sondern auch Inhalte an. Die Inhalte sind aber bloß gut gemeint, da auf dem Minidisplay kaum etwas zu lesen ist.

Der Bewegungssensor ist ein Grobmotoriker und erkennt in der Hälfte aller Fälle, wann ihr „auf die Uhr schaut“. Ihr müsst das Handgelenk teils sehr dramatisch drehen, damit das Display aufleuchtet. Auch der Schrittzähler liegt ein wenig auf der faulen Haut – in der Testphase lag er konsistent unter anderen Geräten. Manchmal waren dies 10 %, manchmal 25 %. Ihr läuft also mehr, als euch das acme ACT05 weismachen will!

Der subjektivste und gleichzeitig fieseste Punkt geht allerdings an das Armband selbst. Tagelang trug ich es ohne Probleme und empfand es als sehr angenehm. Als ich dann zwei Stunden im Fitnesscenter verbrachte (an der linken Hand eine Apple Watch, auf der rechten das acme ACT05-Gerät), änderte sich die Sachlage. Es scheint, dass meine Haut beziehungsweise mein Schweiß ein Problem mit dem Armband hat. Ich hoffe nur, das geht nicht allen so – ich hatte eine Woche lang gereizte Haut. Seht selbst:

Fazit zum acme ACT05: Fit genug für alle

Für gerade mal 50 Euro bekommt ihr einen Fitnesstracker, der meiner Meinung nach an den richtigen Punkten ansetzt. Ihr bekommt eine Akkulaufzeit von einer Woche, ihr bekommt viele Daten zusammen und werdet darüber hinaus auch noch von Smartphone-Benachrichtigungen in Kenntnis gesetzt! acme hat hier einen guten Einstieg geschaffen und zeigt, dass viel Funktionalität nicht teuer sein muss.

Im Detail jedoch geht die Rechnung nicht auf. Das Laden ist unnötig kompliziert, die Daten sind bestimmt nicht ganz akkurat und die Benachrichtigungen liefern euch zumindest die AbsenderIn. Darunter sollte euch eigentlich der Text angezeigt werden, doch da auf dem Display nicht viel Platz ist, animiert sich das acme ACT05 durch ein paar Wörter und dreht dann das Display ab. Da sollte die Software noch nachgebessert werden.

Ich persönlich kann den Fitnesstracker nicht fürs Training verwenden, da meine Haut sehr stark auf den Stoff des Armbandes reagiert. Warum dies nur bei Trainings auftritt und nicht bei Normalnutzung, kann ich nicht beurteilen. Ich hoffe, dass ich hier ein Ausreißer bin und andere ohne Probleme ihren Fitnessplänen nachgehen können. Wollt ihr aber ein einfaches Gerät, das euch ein wenig vom Handy loslöst und nebenbei Daten liefert, ist das acme ACT05 für euch gemacht!

Wertung: 7 Pixel

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Sabine Ott

Die Schlafaufzeichung funktioniert nicht