Ein Klangerlebnis – Der Teufel Bamster im Test

von David Kolb 17.04.2017

Der Teufel Bamster ist der Nachfolger des erfolgreichen BT Bamster und soll diesen technisch und mit neuen Features in die Schranken weisen. Wie auch schon der Vorgänger ist der Bamster eine kompakte, hochwertige und mobile Bluetooth-Soundbar. Was die alles kann und ob sich der Kauf lohnt, erfahrt ihr in meinem Test.

Der erste Eindruck

Schon die stylische Schachtel lässt erahnen, dass der Bamster kein typischer Bluetooth-Speaker ist. Mit knapp 32 Zentimetern Länge und einem Gewicht von 720 Gramm ist die Box größer und schwerer als viele seiner Artgenossen. Dafür ist der Speaker aber um einiges eleganter und vor allem auch technisch interessanter. Als Erstes springt einem sofort der Aluminium-Ring ins Auge, der den Bamster umrahmt, der mit einem Metall-Lack veredelt wurde. Hier wurde alles außerordentlich schön verarbeitet und das gesamte Gerät wirkt wie aus einem Guss. Der Fuß ist zudem rutschfest gummiert. Steht die Box einmal an ihrem Platz, gibt es kein Wackeln und kein Hin- und Herrutschen mehr. Auf der Rückseite gibt es einen Powerschalter, einen 3,5mm Klinkeneingang, einen Micro-USB-Eingang und exakt einen zusätzlichen Button. Der Play/Pause-Button ist dadurch dreifach belegt: Starten und pausieren von Liedern, Annehmen und Beenden von Anrufen und bei längerem Halten der Taste versetzt sich der Bamster 60 Sekunden lang in den Pairing-Modus. Das Button-Layout ist dadurch sehr versteckt, wodurch das Design der Box angenehm clean und hochwertig bleibt. Meiner Meinung nach eine sehr gute Idee, die Funktionen so anzuordnen.

Kleiner Teufel ganz groß

Jetzt aber genug vom Aussehen, kommen wir zum wichtigsten Teil, dem Klangerlebnis. Das größte Problem beim Vorgängermodell war der mäßige Bass. Beim neuen Bamster hat sich das deutlich verbessert. Es ist mehr Volumen und mehr Tiefgang vorhanden und bei höherem Pegel gibt es nun dank Anti-Clipping-Funktion spürbar weniger Verzerrungen. Für den ganz großen, anspruchsvollen Musikgenuss fällt mir der Bamster bei den Tiefen, dann aber doch eine Spur zu leise aus. Das ist aber auch Aufgrund der schmalen Größe so, weshalb die Leistung für eine mobile Box sehr ordentlich ausfällt. Dafür punktet der Speaker vor allem bei differenzierter Musik und im Hochtonbereich. Als äußerst angenehm habe ich auch die Räumlichkeit empfunden, die der schmale Kraftriegel mit sich bringt. Der Klang bleibt so auch auf Abstand dichter und kann in einem Zimmre von ca. 25m² gut den Raum ausfüllen. Im Gegensatz zum Vorgänger wurde auch der Maximalpegel verbessert. Für diese doch eher „kleine“ Box hat der Bamster eine gute Pegelfestigkeit und kann richtig laut werden. D.h. im Sinne des Klangerlebnisses konnte man im Vergleich zum BT Bamster nochmal einen Satz nach vorne machen. Viele Elemente wurden überarbeitet, wodurch sich der Bamster klanglich weiterentwickelt hat.

Der Allrounder

Das Pairing mit dem Smartphone ist gewohnt einfach und geht sehr schnell von statten. Man kann die Läutstärke sowohl am Handy, wie auch am stylischen Lautstärke-Drehrad verändern. Dass man auch 2 Smartphones gleichzeitig verbinden kann, ist vor allem für Partys ein nettes Feature, wo eine gemeinsame Playlist nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt, malt zuerst“ erstellt wird. Befindet man sich im gleichen Netzwerk, kann das die YouTube-App zwar mit mehreren Geräten auch von alleine, der Partymodus ist aber lobenswert, wenn man die Verbindung nicht mehr trennen und neu herstellen möchte, um zwei Input-Geräte gleichzeitig verwenden zu können.

Die Akkulaufzeit des Bamsters lässt sich zudem wirklich sehen, denn die bei „normaler“ Lautstärke versprochenen zwölf Stunden, kann ich so bestätigen. Fällt der Akku unter 25% dann blinkt ein Lauflicht am Lautstärke-Drehrad. Erhält die Box für 20 Minuten kein Eingangssignal, schaltet sie automatisch in den Energisparmodus zurück – sehr praktisch.

Interessanterweise fällt auch die Freisprechfunktion sehr gut aus, denn bei einem Hang-Out konnte man mich noch aus einem Meter Entfernung klar und deutlich hören. Durch die allgemein guten Höhen und Mitten war auch die Stimme meines Gesprächspartners sehr gut zu verstehen. Daher eignet sich die schlanke Box auch für Meetingräume im Büro oder eine Freisprecheinrichtung im Auto.

Fazit

Der Teufel Bamster ist eine hervorragende Weiterentwicklung zum BT Bamster. Die Bässe sind für so eine schmale Box sehr ordentlich und viel besser als noch beim Vorgängermodell. Besonders die Stimmwiedergabe und die hohe räumliche Dichte können beeindrucken und bieten für 140€ UVP ein faires Preis-/Leistungsverhältnis. Auch die stylische und cleane Optik und die hohe Qualität der Verarbeitung rechtfertigen diesen Preis noch einmal.

Mir gefällt der Bamster besonders als eleganter Desktop-Lautsprecher mit dem sehr praktischen Bonus, dass ich diesen vom Strom nehmen und einfach einpacken kann. Spannenderweise lässt er sich auch für Telefon- und Hang-Out-Konferenzen „missbrauchen“, wodurch er gemeinsam mit dem Partymodus zum kleinen, geheimen Allrounder wird.

Wertung: 9 Pixel

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