Disney Pixars Soul Kritik: Suche nach der wahren Bestimmung

von Stefan Hohenwarter 21.12.2020

Anlässlich des bevorstehenden Disney+ Start von Disney Pixars Soul präsentiere ich euch meine Soul Kritik.

Facts:

  • Genre: Animation
  • Regie: Pete Docter
  • Studio: Disney-Pixar
  • Veröffentlichung: 25.12.2020

© Disney/Pixar. All Rights Reserved.

Die Suche nach der wahren Bestimmung

Soul nimmt uns mit ins Leben von Joe Gardener, einem Musiklehrer, der so gerne als Jazz-Künstler die Welt erobern würde. Doch sein Alltag ist von wenigen Highlights geprägt. Seine SchülerInnen haben alles andere als Talent und seine Pläne selbst einen großen Gig zu landen, verlaufen im Sand. Bis zu einem schicksalhaften Tag. Ein ehemaliger Schüler von Joe ruft ihn an, und erklärt ihm, dass er nur wegen ihm die Liebe zur Musik erlangt hat und seine Band rund um die Jazz-Legende Dorothea Williams noch eine bzw. einen PianistIn sucht. Er solle zum Vorspielen kommen und als er sein Lampenfieber abschüttelt, spielt er so gut darauf los, dass Dorothea ihn engagieren will. Voller Freude tanzt er durch die Gegend und wird dabei fast von einem Haufen Ziegelsteine erschlagen oder überfahren. Als man als ZuschauerIn das Gefühl hat, dass nichts Joe etwas anhaben könnt, stürzt er durch einen offenen Kanaldeckel und wacht als Seele im Vorseits auf. Allerdings erst, als er der Rolltreppe ins Jenseits entwischt.

Er kann nicht glauben, was gerade passiert ist. Endlich hat die Chance auf den Gig seines Lebens und dann soll er sterben? Das will Joe nicht akzeptieren und so versucht er wieder zurück auf die Erde zu kommen. Doch das ist gar nicht so einfach. Im Vorseits helfen MentorInnen (z.b. Kopernikus oder Mutter Theresa) den Seelen noch bevor sie auf der Erde im Körper von Menschen oder Tieren auftauchen eine Bestimmung oder Interessen mit auf den Weg zu geben. Auf diesem Weg hofft Joe, dass er auch wieder auf die Erde kommen könnte. Und so erklärt er sich bereit der hoffnungslosen Seele 22 als Mentor zur Seite zu stehen. Das Ziel ist es, 22 zu zeigen, wie schön das Leben auf der Erde ist und was man alles erleben kann. Doch bis zum Ziel warten einige Herausforderungen auf das ungleiche Paar.

Produktionsteam

Regie führte Oscar-Gewinner Pete Docter, den wir unter anderem von den Disney-Pixar-Filmen Alles steht Kopf (hier geht’s zu unserem Test) und Oben kennen. Ihm zur Seite stand die bereits für den Oscar-nommierte Dana Murray (Pixar-Kurzfilm „Lou“) und Kemp Powers (One Night in Miami) als Co-Regisseur. Die Story und das Drehbuch stammen von Pete Docter, Mike Jones und Kemp Powers. Die Jazzkompositionen & Arrangements stammen von dem weltbekannten GRAMMY-Nominee Jon Batiste, die OSCAR-Preisträger Trent Reznor & Atticus Ross (The Social Network) komponierten den Original Score.

Soul Kritik: Das Fazit

Als Fan der ersten Stunde war ich gespannt, ob Pixar wieder mal einen richtigen Kracher herausbringt. In den letzten Jahren wurde mein persönlicher Geschmack vom Animationsstudio kaum getroffen und so ist Coco (hier geht’s zu unserem Test) der letzte Film, der bei mir einen bleibenden und vor allem positiven Eindruck hinterlassen hat. Mit Soul war vom ersten Trailer weg klar, dass hier wieder einmal das Potenzial vorhanden ist, an die besten Zeiten des Studios anzuschließen. Und mein Näschen hat mich nicht enttäuscht: die Geschichte rund um Joe Gardener braucht zwar ein wenig, um das gesamte Potenzial zu entfalten, doch ist jede Minute des Films essentiell, um die Message rüber zu bringen. Am Ende des Films spürte ich jede Menge Emotionen in mir und es ist genau dieses Gefühl, das ich gerne in irgendeiner Form bei einem Film haben möchte. Mit gut gewählten Synchronstimmen (u.a. Jamie Foxx in der Rolle von Joe Gardener) sowie einer hochwertigen Animationstechnik passt auch das Drumherum.

Pete Docter gelingt es – ähnlich wie bei Oben – ein Emotionsfeuerwerk zu zünden, bei dem auch Humor und Tiefgang nicht auf der Strecke bleiben. Seit langem wieder einmal ein richtig guter Animationsfilm, der vielen dieses Weihnachten versüßen wird.

Wertung: 9.0 Pixel

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