Das neue HomeNet Test (T-Mobile): Noch schneller als bisher

von Mandi 28.02.2019

Mit dem Versprechen von über 37 MB pro Sekunde hat uns das neue HomeNet von T-Mobile gelockt. Ob das Internet tatsächlich schneller sein kann, als das Produkt noch im Jahr 2016 war, lest ihr hier in diesem Review!

Verpackungsinhalt und Technisches

In der Verpackung wartet nicht nur das neue HomeNet, sondern gleich als Erstes der schwarze Huawei-Router auf euch. Nachdem ihr diesen aus seiner Hülle befreit habt, gilt es zunächst, alles vorzubereiten. Die MicroSIM-Karte muss zuerst vorsichtig aus der Scheckkarte gebrochen werden und dann in die Unterseite des Routers wandern. Ebenso findet ihr auf der Unterseite die standardmäßige SSID, also den Namen des WLAN-Netzwerks, und das zugehörige Passwort. Ebenso findet ihr den Zugang für den Huawei-Router, den man unter http://192.168.8.1/ erreichen kann.

Übrigens könnt ihr den Router nicht nur über den Browser, sondern auch über die Huawei HiLink-App bequem über das Smartphone konfigurieren. Wichtig ist, dass ihr die beigelegte Anleitung Schritt für Schritt befolgt, denn wie es bei einer SIM-Karte so ist, müsst ihr zunächst einen PIN-Code eingeben. Ohne diesen PIN-Code habt ihr dann zwar Zugriff zu einem WLAN, allerdings noch keinen Internetzugang. Das neue HomeNet von T-Mobile startet aber, sobald der Code eingegeben ist, sofort durch und verbindet euch binnen Sekunden mit dem Netz.

Eure Möglichkeiten und Einstellungen

Das neue HomeNet von T-Mobile und der Huawei-Router bieten euch eine ganz schöne Fülle an Konfigurationsoptionen. Während die Huawei HiLink-App eher der Bequemlichkeit dient und längst nicht alle Einstellungen auflistet, könnt ihr unter der Browseradresse http://192.168.8.1/ so einiges anstellen. Ihr dürft euch zwischen einem 2,4 GHz- und einem 5 GHz-Netzwerk (oder beides!) entscheiden, Passwörter dürfen vergeben werden, ihr dürft die magentafarbene LED deaktivieren, einzelne Geräte könnt ihr sperren und euer WLAN „verstecken“, sprich, die SSID wird nicht öffentlich zugänglich. Wer aber den Namen eures WLAN samt Passwort kennt, kommt trotzdem hinein.

Das ist aber noch nicht alles, denn auch erweiterte Optionen wie Portweiterleitung, Firewallfilter, PIN-Code-Abfrage, Zeitserviceeinstellungen und Diagnose stehen euch offen. Der Huawei-Router präsentiert all dies in einer übersichtlichen Maske, und ihr seht so zu jeder Zeit, wie es mit eurer Empfangsqualität, dem Ladezustand des Router-Akkus und der transportierten Datenmenge aussieht. So muss eine Einstellungsmaske sein! Nach einer umfassenden Konfiguration habt ihr alles so, wie ihr das möchtet, und ihr legt los.

Sauber schnell und relativ günstig

Das neue HomeNet von T-Mobile ist ab 25 Euro monatlich zu haben. Ihr bekommt den Router von Huawei und könnt damit ohne Datenbegrenzung mit 30 MBit Download (3,75 MB/Sekunde) und 6 MBit Upload (750 KB/Sekunde) surfen. Die höchste Ausbaustufe mit 300 MBit Download (37,5 MB/Sekunde) und 50 MBit Upload (6,25 MB/Sekunde) kostet 55 Euro pro Monat. Bei der Konkurrenz würde ein gleich schnelles Paket 100 Euro im Monat kosten – die halb so schnelle Variante käme auf 60 Euro. Das neue HomeNet von T-Mobile liegt in der Preiskurve also sehr, sehr gut.

Diese Geschwindigkeitsangaben sind allerdings immer nur der theoretische Maximalwert. In Marchtrenk, OÖ beispielsweise ist die Geschwindigkeit der Verbindung sehr unterschiedlich. Im Test erreichten wir zwischen 30 und jenseits der 200 MBit. Je nach Tageszeit und Auslastung eures „zuständigen“ Mobilfunkmastens bekommt ihr hier die Daten mal schneller und mal weniger schnell serviert. Doch wer sich mit dem Internet beschäftigt, weiß, dass nicht nur die reine Geschwindigkeit zählt, mit der solche Leistungen gerne beworben werden.

Im Overwatch-Test

Was SpielerInnen genauso am Herzen liegt, ist die ständige Verfügbarkeit des Internets sowie die Latenzzeit, auch Ping genannt. Je höher sie ist, umso länger verzögert sich die Reaktion auf eure Eingaben (der gefürchtete Lag ist dann eine spürbare Verzögerung). Im RTR-Test lag der Ping zwischen 20 und 50 Millisekunden, bei Speedtest.net zwischen 18 und 45 Millisekunden. Das neue HomeNet von T-Mobile hat mir in Overwatch konstant zwischen 50 und 60 Millisekunden Ping geliefert, was für meinen persönlichen Overwatch-Gebrauch vollkommen ausreicht.

Dazu muss ich aber auch sagen, dass ich gerne mit aktiviertem VSync (also fixen 60 Bildern pro Sekunde) spiele und deswegen keineswegs auf jede Millisekunde angewiesen bin. Darüber hinaus bin ich der Meinung, dass man als Mensch hier sowieso keinen Unterschied bemerkt, ob der Ping nun 25 oder 55 Millisekunden beträgt. Der Ping war übrigens zu allen Tageszeiten in Ordnung, das Einzige, was in Marchtrenk tatsächlich schwer schwankt, sind die MBit-Geschwindigkeiten.

Fazit: Verlässlich ohne Ende, sogar ohne Strom

Das neue HomeNet lässt euch Internet auch dort nutzen, wo gerade kein Strom verfügbar ist. Der integrierte Akku fasst 3000 mAh, was für eine knappe Stunde Laufzeit reichen soll. Huaweis HomeNet Box B529s kann euch also auch, wenn ihr einen Stromausfall erleidet, weiterhelfen. Das setzt natürlich voraus, dass euer Endgerät genauso mit einem Akku versorgt ist, also Smartphone, Tablet oder Laptop. Abgesehen davon tut das neue HomeNet genau das, was es soll: Euch verbinden.

Die theoretischen Download-Geschwindigkeiten sind leider auch im LTE-Netz nur theoretisch. Spannnend ist, dass die versprochenen 50 MBit/Sekunde Upload aber großteils erreicht wurden! Wenn ihr euch für die neue HomeNet Box entscheidet, solltet ihr euch zumindest ein wenig mit der Grundkonfiguration auseinandersetzen. Habt ihr allerdings kein Problem damit, Nonsens-Buchstabensalate als Netzwerkkennung und Passwort zu haben, könnt ihr das neue HomeNet nach dem Einlegen der microSIM-Karte sofort verwenden! Dank dem tollen Preis/Leistungsverhältnis verdient das neue HomeNet von T-Mobile

Wertung: 9.0 Pixel

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