Vacation Simulator Test (HTC Vive): Der beste Urlaub

von Mandi 15.04.2019

Der Vacation Simulator aus dem Hause Owlchemy Labs folgt ihrem ersten VR-Hit, nämlich Job Simulator. Mit der gleichen Prise Humor und massig neuen Ideen spielt sich das Game in unsere Herzen. Lest hier mehr im Review zu Vacation Simulator!

So fängt alles an

Das Spiel geht davon aus, dass ihr gestresst seid und nun endlich euren wohlverdienten Urlaub beginnen wollt. Daher startet ihr in einer Luxussuite, die kurzerhand „Human Suite 101“ getauft wurde. Da jeder Mensch irgendwie als weißes Blatt Papier startet (zumindest, wenn es nach dem Vacation Simulator geht), könnt ihr im Badezimmer Hautfarbe, Frisur, Haarfarbe, Bart und Brille aussuchen. Natürlich sind auch Vacation Bots mit von der Partie, die euch jederzeit zur Seite stehen, wenn es darum geht, euren Urlaub auch optimal zu genießen. Um mit einem Bot zu interagieren, reicht es, vor ihm zu stehen und kurz zu winken!

Eure Suite hat einiges zu bieten, und die ersten Spielminuten regen euren Forscherdrang an. Ein PC ist zu finden, ein 3D-Drucker lässt euch alles erstellen, was ihr in Vacation Simulator schon gefunden habt, eine Kamera mit Selfie-Funktion, eine Konsole mit verschiedenen Spielen ist ebenso aufgebaut … und da habt ihr eure Suite noch nicht mal verlassen! Neben Rucksack, Minibar, Kaffeemaschine und einem Bett zum Draufhüpfen sind schon eingangs so viele liebevolle Details versteckt, dass es eine Freude ist. Doch der Urlaub startet sich nicht von selbst, und deswegen verlasst ihr dann mal eure Suite. Der Efficiency Bot will dabei euren Spaß messen.

Drei große Kapitel in Vacation Simulator

Ihr dürft frei wählen, wo ihr in eurem Urlaub hin möchtet. Da gibt es einen Strand, einen Wald und einen Berg. Es wäre allerdings langweilig, immer die selben Dinge an anderen Orten zu machen (da war doch was, Perfect für PSVR?). Daher bietet euch der Vacation Simulator stilgerecht andere Zerstreuungen an, je nachdem, wo ihr euch gerade aufhaltet. Am Strand dürft ihr Burger braten, Ballspiele spielen, euch natürlich auch sonnen lassen, das Meer genießen – ja, auch Yoga fehlt nicht bei der Liste an möglichen Aktivitäten! Manche Sachen bringen euch Belohnungen, und andere Dinge tut ihr, um Erinnerungen von eurem Urlaub mitzunehmen.

Mit diesen Erinnerungen könnt ihr nämlich nach und nach mehr von Vacation Simulator freischalten. Am Berg könnt ihr etwa Hiking-Touren und andere spannende Dinge unternehmen, während euch im Wald ein Bob Ross-Bot erwartet. Essen über dem offenen Feuer braten, Pancakes und Waffeln zubereiten, sogar ein wenig gärtnern dürft ihr in diesem VR-Spiel. Die Physik ist dabei so wie im Vorgängertitel geraten – es macht richtig Laune, einfach Sachen durch die Gegend zu schleudern und ab und zu auch einen Bot damit zu treffen. Apropos Physik: Vacation Simulator kann euch sogar das Steinehüpfen (Flacherln, Blattln oder Flitschen) beibringen.

Es gibt immer was zu tun!

Dabei habt ihr mal mehr und mal weniger wiederkehrende Aufgaben zu erledigen. Die Essensausgabe oder Fotoaufgaben sind etwas, das sich durchs gesamte Spiel zieht. Andere Quests wie etwa das Stricken durch Morsecode oder Picross in Sand und Eis sind nur kurzzeitig notwendig, ihr dürft die Minigames aber immer wieder in Angriff nehmen. Ob es nun eine Schneeballschlacht ist, ihr den Yeti fotografieren wollt oder euch einfach nur in ein heißes Bad setzen wollt, die Marschrichtung in Vacation Simulator ist zu fast jeder Zeit vollkommen euch überlassen. Das macht richtig Spaß!

Während man eingangs als Tester noch ein wenig Sorge verspürt, was man denn „nach dem Durchspielen“ mit dem Titel macht, lösen sich diese Gedanken schnell auf. Vacation Simulator bietet so viele liebevolle Details und gut gestaltete Minigames an, dass es eigentlich unmöglich ist, die Übersicht darüber zu behalten. Nicht nur das, auch eine Unzahl an Easter Eggs wurde in den Titel gebaut. Je mehr ihr ausprobiert und forscht, umso mehr belohnt euch Vacation Simulator mit neuen Games, Auszeichnungen oder schlichtweg neuen Erinnerungen, die ihr weiter einsetzen dürft.

Die Technik hinter Vacation Simulator

Owlchemy Labs hat das Spiel mit der virtuellen Realität fein raus. Das hat man schon bei Job Simulator gesehen, und der Nachfolger ist hier keine Ausnahme! Die Grafik strotzt vor vielen kleinen Details, und gemeinsam mit der spaßigen Physik entsteht hier ein ungeheurer Sog. Der einzige Wermutstropfen hierbei ist, dass der Vacation Simulator die von euch gesteckten Raumgrenzen der HTC Vive schonungslos ausreizt. Oftmals seht ihr das blaue Raster, das euch davor warnt, nicht gegen ein echtes Hindernis zu prallen – das reißt euch ein wenig aus der Immersion heraus. Abgesehen davon gibt es nur Lob für diesen Titel.

Denn der Sound macht es so viel besser als bei anderen VR-Spielen – unzählige Effekte rauschen durch die Kopfhörer. Die Melodien sind sehr passend gewählt, und ihr könnt manche Dinge schon von weitem hören. Auch, wenn ihr etwas aufhebt und auf etwas werft, die Geräuschkulisse ist immer so, wie ihr sie auch in der echten Welt erwarten würdet. Spätestens, wenn ihr verschiedene Gegenstände in die Hand nehmt und gegen andere Gegenstände klopft, wisst ihr, wie viel Feinarbeit hier reingeflossen ist. Die Steuerung des Titels ist wieder sehr gut gelungen – man kann sich absolut nicht beschweren, alles tut, was es soll, und euch wird dabei nicht schlecht. Gut gemacht!

Fazit: Ein echter Gute-Laune-Titel

In Vacation Simulator gilt es herumzublödeln, ohne dass ihr groß an der Hand genommen werden. Fast schon wie im echten Urlaub könnt ihr tun und lassen, was ihr wollt – es wird aber nicht langweilig. Besser noch, ihr findet euch stets etwas zu tun und könnt immer wieder in die wunderbare Welt der Urlaubsbots abtauchen. Die Liebe zum Detail ist überall ersichtlich, und es macht richtig Laune, ein Easter Egg nach dem anderen zu finden. Selbst, wenn ihr gar nicht danach sucht, stolpert ihr dann und wann über etwas Unerwartetes. Genau das macht den Reiz von Vacation Simulator aus, es erfüllt euch mit Freude.

Der einzige Kritikpunkt, den man überhaupt nennen kann, ist, dass bei manchen Teilen des Games wie etwa im Boot die Vive-Grenzen sehr oft sieht. Das bricht die Immersion, aber das ist auch schon das Einzige, was wirklich auffällt. Abgesehen davon ist Owlchemy Labs ein Meisterwerk gelungen, und die Urlaubs-Sandbox macht wirklich Spaß. Wenn ihr ein VR-Headset euer Eigen nennt und nach einem gelungenen Game sucht, macht ihr mit Vacation Simulator absolut nichts falsch. Das Beste daran ist: Ihr müsst auch absolut keine Spielerfahrung mitbringen, und dieses Spiel ist für Jung und Alt gleichermaßen geeignet. 

Wertung: 9.0 Pixel

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