Pode Test (PC): Koop mal anders

von Mandi 03.04.2020

In Pode übernehmt ihr die Kontrolle über zwei kleine knuffige Wesen. Was dieser Titel kann, lest ihr hier in diesem Review!

Über Pode

Die Story fängt ohne große Worte an: Ein kleiner Komet, der Luma aus Super Mario Galaxy gar nicht so unähnlich ist, fällt vom Himmel und landet unsanft in einem steinernen Reich. Sein Name ist Glo, und er möchte natürlich wieder zurück zu seinen Freunden. Ihm zur Seite steht ein Stein namens Bulder, und schnell ist eine erste Freundschaft geschlossen. Nun gilt es, Glo wieder zurück nach Hause zu helfen! So rätselt ihr euch durch die Höhlen des Bergs Fjellheim, und vier Ebenen gilt es zu schaffen.

Dabei sind die Rätsel eher der einfacheren Natur: Beide Figuren haben eine eigene Kraft, die ihr durch Halten der Triggertaste auslöst. Wenn ihr also beispielsweise als Bulder in der Nähe eines Steines seid, könnt ihr so einen Schalter betätigen oder aber Steinplattformen aus dem Berg erwachsen lassen. Als Glo wiederum könnt ihr Licht und Wärme spenden, so lassen sich Lunten anzünden, Pflanzen blitzschnell wachsen oder eben Pflanzenplattformen erschaffen. Alles hilft euch beim Weiterkommen, und genau darum geht es in Pode.

Gemütliches Koop-Spiel

Dabei ist Pode eigentlich für alle Leute gedacht, ihr müsst nicht zwingend Vorerfahrung mit Rätseln, Jump‘n‘Runs oder überhaupt Videospielen aufweisen. Hier gibt es so gut wie keinen Stress, die Denkeinlagen sind sehr visuell aufgebaut und manchmal versteckt sich sogar ein dekorativer Hinweis, der euch auf den nächsten Schritt bringt. Ihr könnt das Game wahlweise alleine in Angriff nehmen und so wie in Overcooked dann zwischen den Figuren hin und her wechseln, oder aber gleich zu zweit zocken.

Pode ist ein sehr gemütliches Erlebnis, und viel Action dürft ihr euch hier nicht erwarten. Die Rätsel werden dann zwar noch um ein oder zwei Mechanismen gesteigert (Ihr dürft die Kräfte beider Figuren gemeinsam einsetzen! Es lassen sich Steine auf Schalter legen!), aber so richtig fordernd wird das Spiel jedoch niemals. Die Sprungeinlagen sind okay, manchmal muss man den Kopf des Mitspielers als Plattform nutzen, und durch Herumprobieren kommt man überall weiter.

Die Technik von Pode

Das Indie-Spiel besitzt zweifelsohne gutes Artwork, doch im Spiel selbst fällt die Optik rasch als äußerst schlicht auf. Es wirkt, als wäre Pode aus der PS2-Ära entsprungen: Der Berg Fjellheim strotzt nur so vor groben Polygonen, und auch, wenn ihr eure Kräfte einsetzt, wird das Spiel nicht wirklich schöner. Ja, die Beleuchtungseffekte sind lieb anzusehen, aber abgesehen davon machen weder Texturen noch die groben Modelle etwas her. Wegen der Grafik werdet ihr diesen Titel nicht kaufen oder spielen.

Auch Sound und Steuerung halten sich sehr dezent im Hintergrund. Der Fokus von Pode liegt glasklar auf den Rätseln, die sich aber schwer an ErstspielerInnen orientieren und daher für Geübtere absolut keine Herausforderung darstellen. An einem Abend habt ihr Pode durchgespielt, und die Story kommt ohne große Worte aus. Schade nur, dass dafür die Optik und die Präsentation ein wenig darunter leiden – es heißt immer, das Auge isst mit! In diesem Titel werdet ihr aber ein bisschen hungern.

Fazit zum Spiel: Nette Ablenkung

Die Ideen sind klar ersichtlich, und Spiele wie A Brother‘s Tale haben auch schon vorgemacht, dass Koop-Games sich einer großen Beliebtheit erfreuen können. Woran es Pode jedoch fehlt, ist es an der liebevollen Aufmachung. Die Artworks zum Titel versprechen zwar einiges, doch im Spiel selbst wirkt alles mehr so, als hättet ihr einen PS2-Titel vor euch. Mehr noch: Die Entscheidung, die Story ohne Worte geschehen zu lassen, kann bei viel Liebe zum Detail durchaus funktionieren, doch in Pode tut es dies nicht.

Dabei ist längst nicht alles übel in diesem Game: Das Koop-Spiel ist gelungen, ihr bekommt Schalterrätsel und Geheimgänge zum Durchsuchen, und beide Charaktere haben süße Augen in den Zwischensequenzen. Ob dies für einen Abend reicht?

Ja, ein Abend mit Pode ist auf jeden Fall drin – hier geht’s zur Steam-Seite. Sobald ihr aber alle vier Ebenen geschafft habt und den Abspann des Titels gesehen habt, werdet ihr das Game wohl kein zweites Mal mehr starten. Sehr erinnerungswürdig ist Pode nicht, und das ist eigentlich schade, denn die Vorzeichen standen wirklich gut.

Wertung: 6.5 Pixel

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