Mario und Sonic bei den Olympischen Spielen: Tokyo 2020 Test (Switch): So viel Sport

von Mandi 05.11.2019

Bei Mario und Sonic bei den Olympischen Spielen: Tokyo 2020 geht es um den Sportsgeist. Lohnt sich das Switch-Spiel? Lest das Review – und hier geht’s zur offiziellen Website!

Die zwei Welten des Games

In Mario und Sonic bei den Olympischen Spielen: Tokyo 2020 dreht sich alles um zwei Jahreszahlen. Ihr dürft nämlich sowohl im alten Tokio aus dem Jahre 1964, aber auch im modernen Tokio im Jahre 2020 an sportlichen Events teilnehmen! Während die Neuzeit mit schöner Grafik und tollen Effekten aufwartet, besticht das 1964er-Jahr mit seinem ganz eigenen Retro-Charme. Tokio 1964 bietet euch zehn Disziplinen und acht Charaktere, wohingegen Tokio 2020 24 Disziplinen und 20 Charaktere beinhaltet!

Im Schnellen Spiel dürft ihr aus sämtlichen Disziplinen und Charakteren sofort wählen, doch der Story-Modus wird euch für ein paar Stunden beschäftigen. In diesem spielt ihr auf einer Karte als Oberwelt, die euch zwischen den einzelnen Disziplinen herumreisen lässt. Durch einen Twist der Ereignisse befinden sich Mario, Sonic, Bowser und Dr. Eggman im Tokio des Jahres 1964, wohingegen alle anderen im Jahr 2020 bleiben. Es gilt also, alle wieder zu vereinen und nebenbei die Olympischen Spiele zu gewinnen!

Die Disziplinen

Im Jahr 2020 sind die folgenden Wettkämpfe verfügbar: 100-Meter-Lauf, 110-Meter-Hürden, 4×100 Meter Staffel, Speerwerfen, Dreisprung, Diskuswerfen, Boxen, Fußball, 7er-Rugby, Kanu, Schwimmen, Bodenturnen, Reitsport, Badminton, Tischtennis, Fechten und Bogenschießen. Neu mit dabei sind hier die vier Disziplinen Sportkletter, Skateboarding, Surfen und Karate. Befindet ihr euch im Jahre 1964, erwarten euch dagegen 100-Meter-Lauf, 400-Meter-Hürden, Weitsprung, Marathon, Turmspringen, Sprung, Kajak, Judo, Volleyball und Sportschießen.

Dabei ist Mario und Sonic bei den Olympischen Spielen: Tokyo 2020 alles andere als das typische Sportspiel, bei dem ihr wie wild tippen müsst. (Okay, ab und zu ein bisschen.) Viel eher geht es sehr oft um eure Reaktion, die Eingabe von Befehlen und ein wenig Geschicklichkeit. Reine Geschwindigkeits-Tipper sind bei diesem Game klar im Nachteil, und bei der Vielfalt an Disziplinen ist wirklich für jeden etwas dabei! Zwischen 1964 und 2020 ist von der Schwierigkeit her nicht viel Unterschied, allerdings sind die Traum-Disziplinen nach Beenden des Story-Modus sehr fordernd.

Was ist zu tun?

Den Hauptteil der Zeit in Mario und Sonic bei den Olympischen Spielen: Tokyo 2020 verbringt ihr im Storymodus. Hier haben so gut wie alle Charaktere einen oder mehrere Auftritte, und sogar die liebsten Kleinigkeiten wurden bedacht. Während Sonic etwa voller Selbstvertrauen und Coolness manches forsch ausdrückt, können die stummen Helden Mario und Luigi gar nicht sprechen. Obwohl sie sich nur mit Gestik ausdrücken, können alle anderen sie bestens verstehen und übersetzen auch für euch als SpielerIn.

In der Story verstecken sich auch interessante Fakten, die ihr wahlweise ansehen dürft oder auch nicht. Diese drehen sich dann entweder um die Olympischen Spiele, oder aber um einen Charakter, der in Mario und Sonic bei den Olympischen Spielen: Tokyo 2020 vorkommt. Richtig cool: Steckt ihr im Story-Modus fest, dürft ihr nach drei Fehlversuchen eine Disziplin überspringen! Sowohl im lokalen als auch im Online-Spiel dürft ihr euch mit anderen messen. Ein bis vier SpielerInnen können sich in diesem Game einwählen, dabei ist es auch möglich, mit einer anderen Switch-Konsole zu kommunizieren. 

Die Technik von Mario und Sonic bei den Olympischen Spielen: Tokyo 2020

Bei der Optik des Titels gibt es gar nichts zu meckern. Der Ableger wirkt wie ein Mix aus Super Mario Odyssey und Super Mario Party beziehungsweise Mario Tennis Aces. Spätestens bei der Badminton-Disziplin wird Letzteres ersichtlich! Alles läuft flüssig und herzallerliebst ab. Der nächste Punkt ist natürlich der Sound: Dieser kann mit großartigen Soundsamples und netter Hintergrundmusik aufwarten. Nur die Charakter-Aussagen wie „Alles klar!“ wiederholen sich und können schon mal nerven. Dafür entschädigen meiner Meinung nach die 16-bit-Tunes mehr als genug!

Das Genialste ist jedoch der Mix zwischen 2D-Pixel-Grafik und toller 3D-Optik: Sämtliche Effekte und auch die Akustik verändern sich, je nachdem, in welcher Welt ihr euch befindet. Hut ab! Die Steuerung von Mario und Sonic bei den Olympischen Spielen: Tokyo 2020 wird vor jeder einzelnen Disziplin gut erklärt. Nicht nur das, ihr dürft bei fast allen Sportarten zwischen Doppel-Controller, Einzel-Controller (also zwei oder ein Joy-Con) oder Knöpfe/Tasten wählen. Spätestens nach zwei Runden habt ihr den Dreh raus und könnt euch auf die Jagd nach Rekorden machen.

Fazit zum Spiel: Tolle Sport-Sammlung

Mario und Sonic bei den Olympischen Spielen: Tokyo 2020 hat einen schmalen Grat zu gehen. Sowohl die einzelnen Disziplinen sollen gut umgesetzt werden, aber auch die verschiedensten Charaktere sollen ihre Zeit im Rampenlicht bekommen. Dadurch, dass alle Avatare unterschiedliche Stärken und Schwächen besitzen, wird jede Herausforderung zu einem einzigartigen Ereignis. Der Story-Modus ist zwar super aufgebaut und hat auch eine nette Geschichte zu erzählen, ist aber insgesamt zu langatmig und wird von Gesprächen und Laufwegen geprägt.

Abgesehen davon kann man diesem Titel kaum etwas vorwerfen. Zusammengezählt erwarten euch über 34 Disziplinen und 28 Charaktere, die Inhalte stimmen also absolut. Sowohl Grafik-Fans als auch 16-Bit-FreundInnen kommen hier voll auf ihre Kosten, mir persönlich hat der Retro-Anstrich mehr als nur gefallen. Errungenschaften, die ihr dann und wann freischaltet, runden das Erlebnis gelungen ab. Alles in allem kann ich Mario und Sonic bei den Olympischen Spielen: Tokyo 2020 nur empfehlen – weckt euren Sportsgeist und holt euch ein paar Goldmedaillen!

Wertung: 8.5 Pixel

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Ist echt ein ein gutes Game ;]