Huawei Watch GT 3 (42 mm) Test: Größe ist nicht alles

von Mandi 02.12.2021

Die rundum erneuerte Huawei Watch GT 3 kommt auch in einer handlicheren Größe. Ob die 42 mm-Variante den Sieg erringt, lest ihr hier!

Huawei startet die neue Smartwatch-Generation gleich mit einem Knaller: Im Aktionszeitraum bis zum 24. Dezember gibt es die Huawei FreeBuds 4i-Kopfhörer (zu unserem Test) im Wert von 99 Euro bei teilnehmenden Handelspartnern kostenlos dazu! Klingt gut? Dann legen wir mal los mit dem Testbericht.

Die Watch GT 3, nur kleiner

Den Anfang hat der große Bruder, die 46 mm-Version, gemacht. Zum Review geht es gleich dort entlang – in diesem Test hier widme ich mich allerdings voll und ganz der kleineren 42 mm-Variante. Man könnte meinen, dass hier eine Einteilung zwischen „männlich“ und „weiblich“ gemacht wird, doch das ist nicht ganz so einfach. Auf meinem Handgelenk erschien nämlich die große Watch schon ziemlich wuchtig, daher ist es interessant zu sehen, wie sich die kleinere Version schlägt!

Mein 42 mm-Testgerät kam komplett im goldenen Look an, genau so, wie sie auf der Website gezeigt wird. Die Kombination aus goldener Huawei Watch GT 3 und einem goldenen Milanaise-Armband verzückt auf Anhieb, doch wer dies für zu feminin hält, kann sich natürlich auch anders entscheiden! Mir persönlich hat das Zusammenspiel von Gewicht, Haptik und den verwendeten Materialien sehr gefallen. Doch egal, welche Wahl ihr in Sachen Uhrgröße und Armband trefft, an der Hardware der Watch ändert das nichts. Wenden wir uns also der Smartwatch an sich zu!

Huawei Watch GT 3 – ein Eindruck

Schon beim Anlegen wird deutlich, wie hochwertig alles verarbeitet ist. Mit einem satten Klick sitzt das Armband! Die smarte Uhr hat keine Lünette, sondern bietet neben einem Metallgehäuse eine verglaste, fast randlose Oberfläche, unter der sich das Display der Smartwatch befindet. Auf dem Display wischt es sich sehr angenehm, das fällt rasch auf. Rechts findet ihr eine drehbare Krone, die rotiert und gedrückt werden kann. Ein Druck darauf bringt euch auf das Zifferblatt, das Rotieren ersetzt das Auf-und-Ab-Scrollen. Eine Zurück-Funktion innerhalb der Apps gibt es durch Wischen vom linken Rand nach innen.

Was den unteren, länglichen Knopf angeht, er lässt sich von euch mit einer App belegen – auf Tastendruck befindet ihr euch dann in dieser. Die Einrichtung der Huawei Watch GT 3 ist sehr simpel und schnell erledigt, ihr benötigt nur die Huawei Health-App zur Kopplung mit eurem Smartphone (ab Android 6, iOS 9 und HarmonyOS 2). Auch auf der Smartwatch selbst lassen sich einige Einstellungen vornehmen. Bleibt ihr mit dem Finger lang auf dem angezeigten Zifferblatt, könnt ihr so aus 13 vorgefertigten Einstellungen wählen. In der Health-App könntet ihr sogar noch mehr Zifferblätter erstehen.

Über die Erstkonfiguration

Nachdem ich alle Einstellungen vorgenommen hatte, ließ ich die Smartwatch noch über die Huawei Health-App auf die aktuellste HarmonyOS-Version 2.1.0.180 updaten. Danach ging ich wie gewohnt meinem Alltag nach und ließ die Watch gewähren. Wie auch die große Version kann die kleine Huawei Watch GT 3 von den Funktionalitäten her voll überzeugen. So dürft ihr etwa via App Tests durchführen, die euch einen Überblick über euren Stress geben. Nebenbei bekam ich auch einen tollen Verlauf meiner Herzfrequenz (samt Einteilung in Zonen) in der Huawei Health-App zu sehen – da fehlt gar nichts!

Geweckt wird die Huawei Watch GT 3 entweder durch ein natürliches Drehen des Handgelenks oder durch einen sanften Druck auf eine der beiden Tasten. Für das erste Einschalten müsst ihr einen der Knöpfe einfach länger halten, bis das Logo erscheint. Das macht alles Sinn, und ähnlich wie bei einem Smartphone könnt ihr auch so die Watch entweder ausschalten oder neu starten lassen. Das ist aber kaum notwendig – sollte es doch einmal vorkommen, startet das Gerät binnen Sekunden wieder hoch. Es ist unglaublich, wie viel Technik in der kleinen Uhr steckt und wie viel Puste sie hat.

Sensoren, Tracking-Optionen und mehr

Denn die Smartwatch hält in der 42 mm-Variante bis zu sieben Tage lang durch. Das ist im Vergleich zu anderen Smartwatches sehr gut – und bei Intensivnutzung könnt ihr noch immer mit vier Tagen Akkulaufzeit rechnen. Mein Verhalten brachte mich stets über fünf Tage Laufzeit, also solltet ihr eure verschiedenen Workouts (Gehen, Wandern, Joggen, Radfahren, Triathlon) ohne großes Nachdenken tracken können. Über 100 Trainingsmodi bietet Huawei an, und zudem auch eine Herzfrequenz-App, eine Aktivitäts-App, Schlaf-Tracking, einen Barometer und etwa einen Kompass.

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit der SpO2-Messung, Atemübungen können nun von euch angestoßen werden und ihr dürft euren Stress von der Smartwatch zwischen 0 und 100 Punkten bewerten lassen. Damit nicht genug, ihr könnt von der Huawei Watch GT 3 auch eure Hauttemperatur messen lassen (nicht zu verwechseln mit der Körpertemperatur!). Weiters gibt es über die Huawei AppGallery neue Apps, die ihr auf eure Smartwatch laden dürft. Ob ihr Nützliches wie die Petal Maps-App oder kleine Spiele für zwischendurch installiert, ist dabei vollkommen euch überlassen.

Rund um die Uhr, immer dabei

Die Huawei Health-App verschafft euch einen tollen Überblick über eure Fitnessdaten. Das Koppeln empfiehlt sich, denn die Huawei Watch GT 3 misst eine wahre Flut an Daten. Übersichtlich seht ihr dann eure Leistungen, denn neben euren Trainings kann die Watch auch mit einem Schrittzähler, Stufenzähler und dem Tracking der Herzfrequenz inklusive Einteilung in Herzfrequenzzonen aufwarten. Zudem gehören die Überwachung der Schlafdauer und -qualität, Erinnerungen ans Trinken, Stresslevel-Tracking und das Messen des Sauerstoffgehalts im Blut zu ihren Fähigkeiten.

Darüber hinaus könnt ihr euch mit der Kombination aus Fitness-Uhr und App auch eigene Ziele setzen. Ob das nun eine gewisse Anzahl von Schritten sein soll oder etwa ein Zielgewicht, alles ist möglich und lässt sich simpel einstellen. Nicht nur das, auch die Benachrichtigungen von eurem Smartphone werden rasch und diskret zugestellt. Hier könnt ihr sogar einzelne Apps ausschließen, sodass ihr am Handgelenk etwa nur bei Mitteilungen von WhatsApp, Twitter und Instagram benachrichtigt werdet. Genauso ist ein Nicht-Stören-Modus mit von der Partie, sodass ihr etwa während der Schlafenszeit auf Wunsch in Ruhe gelassen werdet.

Unterstützungen und Performance

Die Huawei Watch GT 3 bietet in jeder Variante auf Wunsch besondere Dienste wie KI-gesteuerte Trainingsunterstützung an. Während des Trainings könnt ihr eure Smartwatch mit verschiedenen Sportgeräten und Apps verbinden. Die Herzfrequenz und andere Daten von der Uhr können mit Geräten wie Laufbändern, Crosstrainern, Rudergeräten und mehr synchronisiert werden. Das Schlaftracking kann euch auf gewisse Defizite bei der Schlafqualität hinweisen, ihr müsst euch dann nur daran gewöhnen, die Smartwatch rund um die Uhr zu tragen – kein Problem bei der 42 mm-Version!

Von der Performance her kann ich der Huawei Watch GT 3 nur Rosen streuen. Sämtliche Anwendungen ließen sich rasch starten, liefen schnell und ich hatte im gesamten Testzeitraum keinen einzigen Ruckler auf dem Display. Der AMOLED-Bildschirm überzeugt ebenfalls von der ersten Minute an, und ich muss nochmal erwähnen, wie viel Freude das Berühren der Watch bereitet. Die angenehm abgerundeten Kanten des Displays sehen nicht nur toll aus, sondern fühlen sich auch genau so an. Übrigens: Bei der 42 mm-Version ist die Vibration perfekt, da fühlt sich jede Benachrichtigung gut an!

Bis 24. Dezember gibt es die Huawei FreeBuds 4i-Kopfhörer bei teilnehmenden Handelspartnern gratis dazu!

Die Technik der Huawei Watch GT 3

Auf der offiziellen Technische Daten-Website findet ihr natürlich alle Details, doch die wichtigsten Eckpunkte gibt es hier zusammengefasst. Die getestete Huawei Watch GT 3 hat einen 42 mm-Radius und wiegt ohne Armband etwa 35 Gramm. Der Bildschirm ist 1,32 Zoll groß und löst mit 466 x 466 Pixel auf. Die Abmessungen der kleinen Watch betragen 42,3 x 42,3 x 10,2 mm, und der Handgelenkumfang sollte zwischen 130 und 190 mm betragen, damit die Uhr perfekt sitzt. Das Armband hat mit seinen starken magnetischen Verschlüssen auf alle Handgelenke gepasst, die mir zur Verfügung standen.

Die Watch ist in drei verschiedenen Looks erhältlich, da geht es dann rein nach eurem Geschmack. Im Inneren der Smartwatch werkelt ein nicht näher genannter Cortex-M-Prozessor, dem 32 MB Arbeitsspeicher und 4 GB Speicher zur Verfügung stehen. Ja, die Huawei Watch GT 3 ist zudem wassergeschützt, und zwar hat sie eine 5-ATM-Wasserbeständigkeit. Dank Bluetooth, Lautsprecher und Mikrofon könnt ihr die Watch auch ohne Probleme als Freisprecheinrichtung verwenden. Die Uhr unterstützt übrigens die Standards GPS, Beidou, GLONASS, Galileo und QZSS.

Kleiner, aber nicht unterlegen

Was die Huawei Watch GT 3 angeht, so gibt es keine Alternative im Huawei-Ökosystem. Sie greift nahtlos auf das AppGallery-System zu, stellt Benachrichtigungen problemlos zu, misst eine Vielzahl von verschiedensten Gesundheitsdaten und ermöglicht dank Huawei Health-App einen sinnvollen Überblick über euren Fitnesszustand. Damit nicht genug, die Smartwatch bietet immense Ausdauer und ist noch dazu preislich erschwinglich (ab 249 Euro). Zudem ist die 42 mm-Variante sehr angenehm, was den Tragekomfort, die Haptik und auch das Feeling beim Benutzen angeht. Was will man mehr?

Wieso ihr aber zusätzliche Zifferblätter kaufen müsst, anstatt sie selber erstellen zu können, das weiß nur Huawei. Hoffentlich kommt dieses Feature demnächst, denn das wäre wundervoll. Abgesehen davon tut diese Smartwatch ganz genau das, wozu sie gedacht ist, und wenn ihr es so wollt, könnt ihr euch rund um die Uhr von der Watch tracken lassen. Das ermöglicht euch einen ganz neuen Blick auf eure Fitness und eure Trainings. Auch, wenn ihr euch „nur“ für die 42 mm-Version entscheidet, das macht keinen Unterschied, ich empfand sie sogar als angenehmer zu tragen. Ihr bekommt auf jeden Fall eine der besten Smartwatches für euer Smartphone!

Wertung: 9.0 Pixel

für Huawei Watch GT 3 (42 mm) Test: Größe ist nicht alles von Mandi