Huawei Mate 40 Pro Test: Spitzenhardware, Spitzenkamera, Spitzensmartphone?

von Mandi 30.10.2020

Das Huawei Mate 40 Pro entwickelt sein High-End-Modell vom Vorjahr noch weiter. Was euch damit erwartet, lest ihr hier im Test!

Huawei ist nach wie vor auf dem Weg zum größten Hersteller von Android-Smartphones, und nicht nur das, auch die Huawei AppGallery hat es binnen eines Jahres auf Platz drei hinter Android und iOS geschafft! Die Hardware des Huawei Mate 40 Pro (zur offiziellen Website) ist nun noch stärker geworden, und wie gut genau, das erfahrt ihr gleich beim Weiterlesen…

Der erste Eindruck des Huawei Mate 40 Pro

Die wuchtige Form des Smartphones von vorne wird ausschließlich vom massiven Display dominiert. An beiden Kanten ist der Bildschirm umgebogen. Dieses Mal hat Huawei sogar den Platz gefunden, um die Lautstärkeregelung und den Standbyknopf einzubauen – das war im Vorjahresmodell (hier geht es zum Review) nicht der Fall. Das beidseitig gebogene Glas ist nach wie vor ein Statement, und der Homescreen fließt rund über die Kanten. Wenn man das Mate 40 Pro zum ersten Mal im eingeschalteten Zustand sieht, sorgt das für einen gewissen Effekt.

An der Rückseite scheiden sich wie üblich die Geister: Ich persönlich habe Gefallen an der Ring-Kamera gefunden, sie ist mal etwas anderes als die Quadrate und Rechtecke. Abgesehen davon ist der Ring zweckmäßig und gibt den Sensoren all jenen Platz, den sie nun mal benötigen. Das Huawei Mate 40 Pro ist zwar groß und gefühlt halbwegs schwer, liegt aber dennoch gut in der Hand. Sowohl der Vibrationsmotor als auch das Display fallen angenehm auf, und das bereits bei der Inbetriebnahme.

Das Smartphone im Alltag

Wenig überraschend kann das Huawei Mate 40 Pro durch seine schiere Leistung überzeugen. Im Alltag bedient sich das Smartphone äußerst flüssig, und selbst intensive Apps wie Alto’s Odyssey werden problemlos mit 90 Hz dargestellt. Das 6,76 Zoll große Display hebt dabei sämtliche Medien gut hervor, sowohl Videos als auch Spiele machen klarerweise richtig Spaß auf diesem Gerät.

Die Farben sind knackig, blickwinkelstabil scheint auch alles zu sein – hier gibt es absolut nichts zu meckern. Sowohl die exakt funktionierende Ortung, die gute Sprachqualität beim Telefonieren und die Schnellladefunktion mit bis zu 66 Watt (kabelgebunden) beziehungsweise 50 Watt (kabellos) sorgen dafür, dass beim Huawei Mate 40 Pro so gut wie keine Spezifikation zu kurz kommt. Um den Preis ist das so auch zu erwarten – gut, dass alles miteinander so wie beworben funktioniert!

Was noch geboten wird

Im Display befindet sich ein integrierter Fingerabdrucksensor und eine Aussparung links oben für eine duale Frontkamera. Was zunächst optisch etwas eigen anmutet, stellt sich beim Gebrauch aber als ziemlich praktisch heraus. Nicht nur, dass das Huawei Mate 40 Pro gute Selfies mit bis zu 13 Megapixel hinbekommt, dank dem 3D-Sensor könnt ihr euch auch auf die sichere Gesichtsentsperrung verlassen. Eine genaue Analyse muss ich Profis überlassen, ich als Laie konnte das Teil jedenfalls nicht foppen.

Zudem gibt es ein intelligentes Always On-Display, das sich nur aktiviert, wenn ihr tatsächlich auf den Screen schaut. Weiters gibt es die vom Vorgängermodell gewohnte Gestensteuerung, bei der ihr ohne Berührung des Displays ein paar Steuerungen wie etwa Scrollen durchführen könnt. Im Test funktionierte das oft, aber nicht immer – ich bin noch immer nicht restlos davon überzeugt. Den Nutzen davon habe ich nicht ganz verstanden, auf jeden Fall bietet Huawei euch das an.

Gewohnt starke Kameras

Das ringförmige Kamerasystem des Huawei Mate 40 Pro ist klarerweise kreisförmig angeordnet. Drei optische Sensoren befinden sich darin, und zwar ein Weitwinkelobjektiv (50 Megapixel), ein Ultraweitwinkelsensor (20 Megapixel) sowie ein Teleobjektiv (12 Megapixel) stehen euch zur Verfügung. Der Telesensor ermöglicht euch einen 5-fach optischen Zoom, generell lassen sich Dinge bis zu 50x vergrößern – hier spielt aber längst digitale Magie mit.

Auch hier muss man wieder sagen, dass bei ausreichender Beleuchtung das Zoom-Ergebnis ganz schön beeindruckend ist. Kleinste Details wie etwa Beschriftungen werden bei einer ruhigen Hand selbst bei 50x Zoom ersichtlich. Abgesehen von leichter Übersättigung bei den meisten Motiven schafft es das Huawei Mate 40 Pro, durch die Bank gute Fotos zu schießen. Gerade in schwächeren Beleuchtungssituationen kann das Smartphone auch viele Details retten, da macht sich die starke Hardware durchaus bezahlt.

AppGallery: Euch entgeht fast nichts

Huaweis neuestes Smartphone kommt – wir wissen es bereits – ganz ohne Google Services aus. Das heißt, wenn ihr das Mate 40 Pro als neues Handy konfiguriert, befindet sich keine Spur von Google-Diensten darauf. Als Ersatz gibt es Huawei-Dienste, die im Grunde das Selbe tun. Statt dem Play Store gibt es die AppGallery von Huawei, und mittlerweile tummeln sich schon zigtausende Einträge in dieser AppGallery, bekannte Spiele und auch andere offizielle Apps zum Zeitvertreib sind darin zu finden!

Wenn ihr also ein Smartphone für die tägliche Nutzung wie SMS, Telefonie und Fotografie sucht, steht das Huawei Mate 40 Pro seiner Konkurrenz in Wahrheit in nichts nach. Anstatt bei diversesten Google Services meldet ihr euch dann eben mit einem Huawei-Konto an. Gemeinsam mit Hardware wie etwa der Huawei Watch GT 2 könnt ihr sämtliche Dienste nutzen, ohne dass euch der Branchenriese jemals wirklich fehlt – denn auch Banking-Apps und dergleichen kommen in die AppGallery.

Die Technik im Mate 40 Pro

Der hauseigene Kirin 9000-Achtkernprozessor (bis zu 3,13 GHz beim Hauptkern) bietet ganz schön viel Leistung, was man so bei normaler und intensiver Nutzung feststellen kann. Zudem stehen euch 8 GB Arbeitsspeicher und 256 GB Speicherplatz zur Verfügung. Die Kameras lösen mit jeweils 50 und 20 Megapixeln auf, dazu kommen eine 12 MP-Telekamera und ein ToF-Tiefensensor. Die Selfie-Kamera schießt Bilder mit 13 Megapixel Auflösung.

Die Abmessungen betragen 162,9 x 75,5 x 9,1 Millimeter bei 212 Gramm Eigengewicht, und das 6,76 Zoll große Display löst mit 2772 x 1344 Pixeln auf. Ein Schutz nach IP68 bedeutet, dass das Smartphone vor Spritzern, Wasser und Staub geschützt ist. Der Akku fasst 4.400 mAh, und als Software wird das lizenzfreie Android 10 verwendet. Zudem stülpt Huawei noch den hauseigenen EMUI 11-Skin darüber, was euch als AnwenderIn ein paar Anpassungen und Abkürzungen präsentiert. Das Huawei-Ökosystem wird immer größer und stärker, so viel steht fest!

Fazit zum Huawei Mate 40 Pro

Jedes Review eines Huawei-Smartphones schlägt bislang in die selbe Kerbe: Die Hardware ist wirklich klasse, nur bei der Software gibt es kein Google. Das klingt heftig, aber in Wahrheit ist es nicht so schlimm, wie es manche Medien darstellen. Die AppGallery wächst stetig, und auch Banking-Apps befinden sich mittlerweile darin – wenn ihr also bei manchen Apps noch ein wenig darauf warten könnt beziehungsweise für Alternativen aufgeschlossen seid, ist das kein Thema!

Abseits davon bin ich voll des Lobes für das Huawei Mate 40 Pro. Die Kamera ist wie üblich Spitzenklasse, die Akkulaufzeit bringt euch durch jeden Tag, und das OLED-Display ist ein Sahnehäubchen. Habt ihr euch erst an die ungewöhnliche Form gewohnt, macht die Bedienung des Geräts viel Spaß. Der EMUI 11-Skin ist leicht zu bedienen, die Performance grandios und die Verarbeitung des Geräts tadellos. Nur der stolze Preis von 1200 Euro in Deutschland gebietet der Freude kurz Einhalt – das Mate 40 Pro ist ganz einfach ein Flaggschiff-Produkt!

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