Blood Lad Box 2 (Bände 6-10) im Test

von Stefan Hohenwarter 21.12.2014

Wie schon die erste Box von Blood Lad, weiß auch der zweite Sammelschuber aufzufallen: knallbunte Seiten, orange Silhouetten bizarrer Figuren und Fuyumi, die wir bereits im ersten Band der Manga-Reihe kennengelernt haben.  Ob die inneren Werte dem auffälligen Äußeren der Blood Lad Box 2 das Wasser reichen können, erfahrt ihr in meinem Test.

BloodLadBox2

Facts

  • Genre: Action, Mystery
  • Verlag: Tokyopop
  • Mangaka: Yuuki Kodama
  • Releasetermin: 17. Juni 2013

Nachwuchsvampir mit Vorliebe für Nippon Art

Im Mittelpunkt von Blood Lad steht der Teenager-Vampir Staz Charly Blood, der in der Dämonenwelt lebt und begeisterter Fan von japanischen Animes, Videogames und Mangas ist. Wer sich den Nachwuchsblutsauger nun als Big Bang Theory-Nerd im Mangagewand vorstellt, irrt sich. Denn neben seiner Beschäftigung mit allem, „das aus Japan kommt“, herrscht er über einen Bezirk in der hart umkämpften Dämonenwelt. Täglich tauchen niedere Dämonen auf, die den Boss des Bezirks herausfordern und im Fall eines Siegs sein Territorium übernehmen. Egal, wer oder was sich ihm in den Weg stellt, er wischt mit allen und allem den Boden auf.

Als eines Tages die jugendliche Japanerin Fuyumi Yanagi in seinem Gebiet auftaucht, ändert sich sein Alltag gewaltig. Er lässt sie von seinen Untertanen auf sein Zimmer bringen, doch bevor er sich länger mit ihr unterhalten kann, verlangt ein Tumult im Bezirk seine Aufmerksamkeit. Wider Willen macht er sich auf, um dem Störenfried ordentlich die Meinung zu geigen. Dieser hat es allerdings in sich! Er befehligt fleischfressende Pflanzen, die sich eigenständig bewegen können. Der Venusfliegenfallenflüsterer bietet all sein Können auf, doch der Boss des östlichen Bezirks macht ihm in Windeseile den Garaus. Schnurstracks begibt er sich zurück in sein Zimmer, als er plötzlich eine überlebende Fresspflanze erblickt. Von Fuyumi fehlt jede Spur, bis das wandelnde Grünzeug Knochen und die Kleidung der Besucherin aus Japan ausspuckt. Mit einem Angriff zerlegt er die Pflanze, doch der Schaden ist bereits angerichtet: Fuyumi wurde gefressen. Dabei wäre die Teenagerin das Coolste, Tollste, Schönste und wohl Einzigartigste gewesen, das er je in seiner Nähe gehabt hätte.

Als er sich jedoch umdreht, sitzt Fuyumi nackt auf dem Bett. Doch wie kann das sein? Die Pflanze hat die Japanerin doch verspeist! Die Erklärung ist einfach: Sie ist ein Geist. Sie ist zwar da, aber nicht mehr lebendig. Und so fasst Staz den Entschluss, Fuyumi wieder zum Leben zu erwecken. Ob ihm das gelingt, findet ihr aber am besten selbst heraus.

Story-Stränge laufen langsam zusammen

Die vielen Schauplätze, die in der ersten Box eröffnet wurden, fügen sich langsam zusammen, wobei es immer noch einige Unklarheiten gibt. Um euch nicht zu viel zu verraten, werde ich mich dieses Mal etwas kürzer halten: In Box 2 erfahrt ihr mehr zu Vlads Geheimplan sowie Wolfs Abstammung. Zudem dürft ihr Staz bei seiner Mission, Fuyumi wieder zum Leben zu erwecken, begleiten, neue Feinde kennenlernen und vieles mehr. Die fünf neuen Bände schließen nahtlos an der letzten Seite von Band 5 an, bescheren euch jeweils eine kurze Bonus-Rubrik am Ende und haben so einige Überraschungen sowie mehr als nur unterhaltsame Szenen zu bieten. Wie auch schon in den vorangegangenen Bänden gibt es immer wieder Anspielungen auf die japanische Pop-Kultur, wobei ich klar sagen muss, dass diese nicht mehr so oft vorkommen wie in der ersten Box. Beim Humor verhält es sich anders, denn hier bleibt die zweite Box dem Vorgänger nichts schuldig.

Zusammenfassung

Blood Lad Box 2 macht genau dort weiter, wo die erste Box aufgehört hat: Vlad steht dem König der Dämonenwelt gegenüber, während Staz bei Bells Mutter eine gute Figur machen muss. Die abgedrehte Mission von Staz, die da lautet Fuyumi wieder zum Leben zu erwecken, geht weiter und wird noch intensiver. Zudem ziehen am Himmel dunkle Wolken auf, die Staz & Co. noch ordentliche Probleme bereiten werden. Mehr möchte ich an dieser Stelle jedoch nicht verraten.

Wie auch schon bei der ersten Box empfinde ich die unzähligen Anspielungen auf andere Animes, Games und Mangas, die geradlinige Erzählweise ohne Lückenfüller sowie die witzigen Szenen zwischendurch als willkommene Abwechslung. Positiv hervorzuheben sind zudem das Bonusmaterial am Ende der einzelnen Bände sowie der Sammelschuber, der mit einem auffallenden Design punktet. Am Ende von Box 1 war ich skeptisch, ob dem Manga in der zweiten Box nicht die Luft ausgehen wird, doch ich wurde eines besseren belehrt. Wer Gefallen an den ersten fünf Bänden von Blood Lad gefunden hat, dem sei auch Blood Lad Box 2 ans Herz gelegt.

Wertung: 8.5 Pixel

für Blood Lad Box 2 (Bände 6-10) im Test