Blaupunkt Smart Ring PRO V3 im Test: Übersichtlich und hochwertig

von Mandi 25.02.2026

Das eigene Wohlbefinden tracken? Dies macht der Blaupunkt Smart Ring PRO V3 möglich. Lest unseren Testbericht!

Warum überhaupt ein smarter Ring?

Diese Frage stellt man sich vielleicht, wenn man noch nicht viel mit der Produktkategorie zu tun hatte. Wir alle wissen: Intelligente Uhren haben in den letzten Jahren weltweit einen enormen Popularitätsschub erfahren. Diese kleinen, eleganten Geräte sind nicht mehr auf die reine Zeitmessung beschränkt. Sie haben sich weiterentwickelt und bieten nun eine Reihe von Funktionen wie Gesundheitsüberwachung und diskrete Benachrichtigungen. Gleichzeitig sind sie alles miteinander doch eines, und zwar zu einem gewissen Maße auffällig. So richtig dezent sieht keine Watch aus, und nicht allen möglichen Kund:innen gefällt das. Beispiele wie etwa die HUAWEI WATCH FIT 3 stellen da eine angenehme Ausnahme dar, dennoch sind und bleiben sie eine Uhr. Die Branche und Trendsetter erwarten, dass intelligente Ringe der nächste große Trend unter den Wearables werden, da sie dezent und vielseitig sind.

Auch gut zu wissen: Das Pulssignal des Fingers ist stärker und genauer als das des Handgelenks, was es zu einer idealen Quelle für genaue Herzfrequenzdaten macht. Zudem können Smart-Ringe unsere Schlafmuster, Herzfrequenz, Sauerstoffsättigung im Blut, Aktivitätsverfolgung und Stressindex überwachen und Einblicke in das allgemeine Wohlbefinden bieten. Smarte Ringe sind in der Regel klein und leicht, was sie im Vergleich zu größeren tragbaren Geräten wie Smartwatches diskreter und komfortabler zu tragen macht. Dabei sind sie aufgrund des mangelnden Displays wesentlich ausdauernder und passen schneller mal zu einem Look, das darf man nicht außer Acht lassen. Diese dezente Bauweise, gepaart mit der längeren Laufzeit und der Verwendung als Mode-Accessoire lässt einen smarten Ring wesentlich attraktiver erscheinen – und nun wenden wir uns doch gleich mal dem Testgerät zu!

Über den Blaupunkt Smart Ring PRO V3

Der Blaupunkt Smart Ring PRO V3 ist das aktuelle Flaggschiff aus dem Hause des Herstellers. Das Ziel ist klar: Umfassendes Monitoring eurer Vitaldaten und mehr. Der Ring (hier geht’s zur offiziellen Website) präsentiert sich als vollwertiger Gesundheitstracker am Finger, der stolz auf seine umfassende Palette an Sensoren ist. Das Unternehmen wirbt mit über 170 Sportarten, präziser Vitalzeichenerfassung, Schlafüberwachung, Stressanalyse und einer Reihe weiterer biometrischer Messungen.

Das Besondere daran: Der Hersteller hat sein Produkt mit einer gebürsteten Titanlegierung gefertigt, ein Material, das in dieser Kategorie eher selten anzutreffen ist. Die offizielle Website gibt euch alle weiteren Informationen, dort findet ihr auch das praktische Ringgrößen-Testset, das kostenlos zum Einsatz kommt, um die perfekte Passform zu ermitteln. Wenn ihr eure US-Ringgröße kennt, könnt ihr diese 1:1 anwenden. Wenden wir uns dem Smart Ring zu, und dafür packen wir ihn erst mal aus!

Auspacken und erstes Tragen

Der Unboxing-Prozess des Blaupunkt Smart Ring PRO V3 fällt recht schlicht aus. Im Inneren findet ihr den Ring selbst, ein USB-Ladekabel, eine kurze Anleitung in mehreren Sprachen und die Ladestation. Das Ganze passiert übersichtlich und simpel, schnell seid ihr beim Produkt angelangt. Der Ring selbst fühlt sich hochwertiger an, als man erwartet, die Titanlegierung schimmert elegant in verschiedenen Lichtwinkeln, und das verarbeitete Finish ist makellos. Besonders hervorzuheben: Der Ring ist sehr leicht, was euch bereits beim ersten Tragen auffällt. Generell ist er recht schlank geraten (es gibt wesentlich wuchtigeren Mitbewerb), sehr alltagstauglich.

Die Inbetriebnahme ist dankenswerterweise ein absolutes Kinderspiel. Ihr ladet den Ring zunächst vollständig auf der Station mit dem mitgelieferten Kabel auf. Das dauert etwa eine Stunde von null auf hundert Prozent, danach öffnet ihr die offizielle Blaupunkt-Ring-App auf eurem Smartphone, und binnen Sekunden wird der Ring erkannt und mit eurem Gerät verbunden. Es gibt da wirklich keine versteckten Komplexitäten, kein rätselhaftes Setup-Menü und auch keine Anforderung nach Vorwissen. Selbst Ältere oder jene ohne großes technisches Know-how werden hier keinerlei Probleme haben, die ganze Angelegenheit ist intuitiv und erfreulich schnell erledigt.

Blaupunkt Smart Ring PRO V3 im Alltag

Wir stellen uns der Frage: Wie verhält sich der Blaupunkt Smart Ring PRO V3 in der Praxis? Zunächst einmal sitzt der Ring komfortabel am Finger. Das Material der Titanlegierung fühlt sich relativ warm an, nicht kalt wie Stahl, sondern angenehm temperiert. Dies ist eine Kleinigkeit, aber eine, die für den Tragekomfort enorm wichtig ist. Die Sensoren des Rings sitzen an der Innenseite, die mit dem Finger in Berührung kommt. Das Tracking beginnt sofort nach der Inbetriebnahme, ohne dass ihr etwas Spezielles tun müsst. Der Ring arbeitet vollautomatisch im Hintergrund, misst euren Herzschlag, die Sauerstoffsättigung, eure Schritte und noch einiges mehr. In der App erscheinen die gesammelten Daten übersichtlich dargestellt, mit schönen Grafiken und Informationen am Rande.

Das macht den Umgang mit den Gesundheitsdaten tatsächlich einfach, denn ihr bekommt nicht nur nackte Zahlen präsentiert, sondern auch hilfreiche Einordnungen und Vorschläge. Immer spannend ist das Schlaf-Tracking: Der Ring erfasst eure Schlafphasen mit ziemlicher Genauigkeit und teilt euch mit, wie viel Zeit ihr in den einzelnen Schlafstadien verbracht habt. Dazu gibt es sogar Tipps, wie ihr euren Schlaf noch weiter optimieren könnt. Das automatische Stresstest-Feature ist ebenfalls praktisch, ihr müsst nichts Spezielles tun, der Ring misst eure Belastung einfach permanent. Der Umgang mit dem Ring geht von der Hand, und die App ist so gestaltet, dass selbst technisch weniger versierte Personen schnell verstehen, was mit ihren Daten passiert und wie man sie interpretiert.

Zur Blaupunkt Ring-App

Die Blaupunkt Ring Light-App ist sowohl für Apple-Geräte als auch für Android-Geräte verfügbar. Nach der Kopplung steht euch sofort eine Übersicht zur Verfügung, die euch nach erfolgter Synchronisation einige Metriken übersichtlich anzeigt. Ganz oben befindet sich die Kachel der Schritte – hier werden die gezählten Schritte, die Schätzung der verbrannten Kalorien sowie die zurückgelegten Kilometer angezeigt. Weiter macht die Kachel Schlafanalyse: Ganz Smart Ring-typisch kommen hier alle Schlafdaten zusammen, die man sich vorstellen kann. Neben Gesamtwachzeit, der Dauer von REM-Schlaf, leichter Schlaf und Tiefschlaf gibt es aber auch noch andere Messdaten wie die insgesamte Schlafdauer, die Zeit bis zum Einschlafen oder Durchschnittswerte von Puls, SpO2 und HRV.

Weitere Kacheln sind etwa der Puls (Herzfrequenz), HRV (Herzfrequenzvariabilität), SpO2 (Blutsauerstoff), der Stress-Level und die Aktivitätsaufzeichnung. In Letzterer könnt ihr auch Trainings beziehungsweise Aktivitäten manuell aufzeichnen, und die Blaupunkt Ring-App bietet dabei einen ganzen Haufen (tatsächlich über 170 Sportarten!) an. Dass dabei die typischen Sportarten wie Volleyball, Laufen, Crossfit, Radfahren oder Rollerskaten mit umfasst sind, liegt auf der Hand. Für exotischere Tätigkeiten wie Square Dance, Boccia, Pickleball, Drachen steigen lassen, Video-Spiel oder Kuscheln (kein Scherz) gibt es ebenfalls eigene Kategorien. Seid ihr eine Nutzerin, bekommt ihr auch Daten zum Menstruationszyklus präsentiert, und bei Nutzern wird die Kachel ausgeblendet.

Licht und Schatten

Das Perioden-Tracking rund um den Menstruationszyklus ist ein beachtenswertes Feature. Hier könnt ihr euren Zyklus aufzeichnen, Vorhersagen erhalten und die fruchtbarsten Tage identifizieren. Das ist ein Feature, das bei vielen Wearables bislang fehlte oder nur rudimentär umgesetzt war. Zudem bietet der Ring einen Menstruations-Kalender mit integrierter Kalkulationsfunktion, das ist sehr praktisch. Die Möglichkeit, über 20 biometrische Werte zu tracken, ist ebenfalls beachtlich. Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität, Blutsauerstoff, Atemfrequenz und Hauttemperatur werden alle gemessen und in der App aufbereitet. Der Finger bietet durch die dünnere Haut auf der Unterseite tatsächlich bessere Voraussetzungen für präzise Messwerte als das Handgelenk, das ist ein physiologischer Vorteil, den Smartwatches nicht haben.

Dennoch: Die Schlafmessungen sind teilweise nicht ganz korrekt, weil bestimmte Wachzeiten teilweise nicht oder kürzer registriert werden. Weiters bietet die manuelle Aufzeichnung von Aktivitäten zwar viele Sportarten, aber die Messung wird oft nach kurzer Zeit (etwa zwei Minuten) abgebrochen, was man erst nach Ende der Aktivität sieht, demnach fehlen die Daten dann. Das ist natürlich ärgerlich, wenn ihr gerade diese Infos aufzeichnen wolltet, etwa von einem Workout. Alle anderen gemessenen Werte wie Herzfrequenz, Sauerstoffsättigung und Stresslevel sind nachvollziehbar, auch die Schrittmessung geht größtenteils in Ordnung. Nur beim Spazieren mit einem Kinderwagen zählt der Ring mangels Erschütterungen bzw. Gehbewegung nicht richtig. Während der Puls alle 5/10/15/20/30/60 Minuten (das stellt ihr ein) messbar ist, werden alle anderen Werte entweder alle 30 oder 60 Minuten gemessen, je nach Kategorie.

Was aufgefallen ist

Ihr seht also: Der Blaupunkt Smart Ring PRO V3 versteht sich weniger als hypergenaues Messinstrument und viel eher als Alltagsbegleiter, der euch einfach einen groben Überblick über eure Werte geben will. Das setzt sich dann auch bei der App fort, die manchmal ein wenig spartanisch wirkt, als hätte man sich auf Funktionalität und Übersichtlichkeit konzentriert, dafür aber das Design vernachlässigt. Ein anderer Punkt: Die Akkulaufzeit wird vom Hersteller mit fünf bis sieben Tagen angegeben, in der Praxis erreichten wir bei einem Ring in der Größe 7 dann eher nur vier volle Tage.

Während das im Jahre 2026 mittlerweile als unter dem guten Standard einzuordnen ist, muss man aber auch die Ringgröße verantwortlich machen. Größere Ringe bedeuten größere Akkus und mehr Laufzeit. Erwähnenswert ist, dass der Ring wasserdicht ist (IP68-Standard), was bedeutet, dass ihr ihn beim Duschen, Baden und sogar beim Schwimmen anlassen könnt. Interessante Messwerte wie HRV (Heart Rate Variability; Abstand zwischen Herzschlägen) bieten euch ein noch besseres Verständnis von Stressfaktoren, zusätzlich zur Stress-Messung und unabhängig davon. Die gebürstete Titan-Optik lässt den Ring übrigens eher maskulin wirken, das solltet ihr entsprechend bedenken.

Blaupunkt Smart Ring PRO V3: Die Technik

Der Blaupunkt Smart Ring PRO V3 wird in Größen von US-7 bis US-14 angeboten, was eine breite Palette an möglichen Fingerumfängen abdeckt. Das Gewicht variiert je nach Größe leicht, liegt aber durchgehend unter vier Gramm, das ist praktisch unmerklich am Finger. Die Titanlegierung ist das Gehäusematerial, und sie ist in verschiedenen Farben (Silber, Schwarz, Gold und Rosegold) erhältlich. Das Gehäuse selbst ist vollständig wasserdicht nach IP68-Standard, was bedeutet, dass es in Wasser bis zu einer Tiefe von einem Meter für bis zu 30 Minuten eintauchen kann. Der integrierte Lithium-Ionen-Polymer-Akku fasst zwischen 14 und 18 mAh, je nach Ringgröße.

Die Akkulaufzeit wird mit bis zu sieben Tagen bei normalem Gebrauch angegeben, wobei eher vier bis fünf Tage (je nach Ringgröße) ein realistisches Ziel im Alltag sind. Der Ring lädt in etwa einer Stunde von null auf hundert Prozent über USB-C. Für die Verbindung nutzt er nutzt Bluetooth 5.1 und synchronisiert seine Daten kabellos mit der mobilen App. Die Sensoren umfassen einen optischen Pulssensor (PPG), einen Thermistor für die Temperaturmessung und mehr. Diese Sensoren ermöglichen das Tracking von Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität, Blutsauerstoff, Atemfrequenz, Schlafphasen, Stresslevel, Schritte, Kalorien und Hauttemperatur. Kommen wir nun zum Abschluss dieses Tests!

Fazit: Vielseitiger maskuliner Ring

Der Blaupunkt Smart Ring PRO V3 ist ein Wearable, das in einer Kategorie, die vom Ausland dominiert wird, eine echte Alternative bietet. Die Titanlegierung ist edel und langlebig, die Trageposition am Finger ist komfortabel, und die Gesundheitsfunktionen sind umfassend. Der Ring fällt im Alltag kaum auf, liegt angenehm am Finger, und die App vermittelt ein gutes Gefühl dafür, was mit euren Gesundheitsdaten passiert. Das Perioden-Tracking ist ein Plus, die über 170 Sportarten bieten große Flexibilität, und die kurze Zeit, die zum Aufladen benötigt wird, ist hervorragend. Für einen solchen Ring legt ihr 169,- Euro (UVP) hin, was im Prinzip ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis darstellt. Wie so oft steckt der Teufel aber im Detail, und das muss erwähnt werden.

Denn Kritikpunkte muss sich das Gerät auch gefallen lassen: Neben der doch kürzeren Akkulaufzeit von vier vollen Tagen ist auch die spartanische App zu erwähnen. Zudem sind die Messungen auch manchmal etwas daneben, für den Preis ist die Leistung größtenteils in Ordnung. Es gilt nur, entsprechend die Erwartungen anzupassen, also wenn ihr keine genauen Werte, sondern eher einen allgemeinen Überblick über eure Vitalwerte wollt. Die Kombination aus Materialqualität, Funktionalität und Benutzerfreundlichkeit macht diesen Ring ansprechend, und wenn bei der App noch entsprechend nachgebessert wird, könnte der Blaupunkt Smart Ring PRO V3 schon in naher Zukunft zu einem echten Geheimtipp werden. Vielleicht wird das ja noch?

Wertung: 8.0 Pixel

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