Gestern feierte die Zeltproduktion Cirque du Soleil Amaluna die Premiere in Wien – und ich durfte dabei sein. Wie mir die Show gefallen hat und worauf sich die glücklichen BesitzerInnen einer der bereits über 90.000 verkauften Eintrittskarten freuen dürfen, erfahrt ihr hier.

Taschenkontrolle, Tickets abholen und …

… natürlich Popcorn! Aber alles schön der Reihe nach. Von der U3-Station Erdberg führte mich der Weg zum weißen Grand Chapiteau in Neu Marx.

Wie auch später die Show war alles, was rundherum passierte – Taschenkontrolle, Ticketabholung, Essens- und Getränkeausgabe etc. –, perfekt eingespielt. Kein Wunder, immerhin ist Cirque du Soleil Amaluna schon seit der Premiere 2012 in Montreal auf Welttournee. Seit Mai 2015 wandert die Show durch die europäischen Metropolen und verzaubert das Publikum. Bevor es weiter nach Rom geht, bleibt der Stopp in Wien (noch bis 17.4.2017) leider der einzige in Österreich. Also nutzt die Chance! Falls ihr es doch nicht schafft oder kein Ticket mehr ergattern könnt, gibt es mit Ovo – das artistische Ei des Cirque du Soleil von 18. bis 22.10.2017 in der neuen Arena-Show in Salzburg eine weitere Chance.

Die Show kann beginnen!

Bevor wir durch das Vorzelt, in dem unter anderem auch massenweise Merchandise wie T-Shirts, Kaffeetassen und vieles mehr angeboten wurde, zu unserem Platz kamen, wurden uns noch eine Tüte Popcorn und Getränke in die Hand gedrückt.

Willkommen auf Amaluna

Die Show entführt uns auf eine magische Insel voller fabelhafter Wesen, auf der Göttinnen, die vom Mond geleitet werden, herrschen. An diesem Schauplatz erleben wir die Coming-of-Age-Geschichte von Miranda, die sich in Roméo verliebt, einen Schiffbrüchigen, der wegen eines von Königin Prospera, Mirandas Mutter, heraufbeschworenen Sturms auf der Insel strandet. Auf dem Weg zum gemeinsamen Glück müssen die beiden einige Prüfungen meistern, um sich in den Tugenden Vertrauen, Harmonie und innere Stärke zu üben.

Frauen an die Macht!

Die Idee, Frauen in den Mittelpunkt des Programms zu stellen, kam laut Fernand Rainville, Director of Creation, von Guy Laliberté, Guide and Founder von Cirque du Soleil. Zum Leben erweckt wurde das Programm von Fernand Rainville und Diane Paulus, die erst die zweite Frau ist, die die Verantwortung für eine Cirque du Soleil-Show hat. So dürft ihr euch auf einen Abend freuen, in dem euch etwa toughe Amazonen am Reck, die Göttin des Mondes im Aerial Hoop oder die Göttinnen des Windes (Arielles) ganz in Gold gekleidet am Einrad mit perfekt einstudierten Pedalschwüngen begeistern.

Quelle: Cirque du Soleil

Allerdings stehen die männlichen Artisten und Akrobaten ihren Kolleginnen um nichts nach. Egal, ob an der Wippe, an der Stange, als menschliches Trampolin oder als Jongleur – alle Mitglieder des Ensembles sind MeisterInnen ihres Fachs.

Kostüme, Make-up und Musik

Sei es die Göttin des Mondes, die in hellem Blau vom Himmel gleitet, seien es die goldenen Arielles, die Amazonen in kräftigen Rot- und Schwarztönen, die Seemänner mit offenem Hemd oder Cali, der Echsenmensch – alle hatten etwas gemeinsam: traumhaft schöne Kostüme und perfektes Make-up. Begleitet wurden alle Nummern, wie stets bei Vorstellungen von Cirque du Soleil, zudem mit besonders einnehmender musikalischer Untermalung, die von Rockmusik, etwa bei Prosperas Sturmbeschwörung, über Klassik bis hin zu Pop reichte.

Cirque du Soleil Amaluna

Quelle: Cirque du Soleil

Cirque du Soleil Amaluna-Fazit

Perfekte Fusion aus Tanz, Musik, Akrobatik und Lichtspiel

Cirque du Soleil Amaluna war meine Premiere: Es war mein erstes Cirque du Soleil-Programm und mit Sicherheit nicht mein letztes. So ging es, den zufällig belauschten Gesprächen nach zu urteilen, auch vielen anderen gestern Abend: Nicht nur einmal hörte ich so einige Gäste, die sich noch sehr gut an die vergangenen beiden Programme Vrekai (2015) sowie Kooza (2014) erinnerten, zueinander sagen, dass sie froh seien, nach einem Jahr Pause die beeindruckende Show wieder in Österreichs Hauptstadt sehen zu können.

Wo Cirque du Soleil draufsteht, ist Qualität drin: Jeder Auf- und Abbau des Bühnenbilds sitzt, jede akrobatische bzw. musikalische Nummer ist perfekt choreografiert und einstudiert und wirkt deshalb – obwohl wir es als ZuseherInnen natürlich besser wissen – wunderbar leicht; die Kostüme sind traumhaft schön und das Zelt an sich eigentlich schon eine Attraktion. Kurzum: Wer es bis jetzt noch nicht oben hat, sollte „Einmal eine Vorstellung von Cirque du Soleil besuchen“ auf seine/ihre „bucket list“ setzen.