Venom Kinokritik: Anti-Held vom Stern Cliché

von Matthias Tüchler 04.10.2018

Venom startet am 5. Oktober in den österreichischen Kinos und wir haben uns dem Action-Spektakel gestellt, um euch vorab unsere Venom Kinokritik zu servieren.

Der (nicht besonders überraschende) spoilerfreie Plot

Das Unternehmen namens Life Foundation unter der Leitung von Milliardär Carlton Drake, bringt drei verschiedene Alien-Symbionten von einer Aufklärungsmission auf die Erde. Das Raumschiff stürzt ab, ein Symbiont entkommt, die anderen werden von der Life Foundation verwahrt und Experimenten ausgesetzt.

Da die Symbionten auf der Erde nur verschmolzen mit einem menschlichen Wirt überleben können, startet der skrupellose Drake Versuche an Freiwilligen – trotz der enorm hohen Lebensgefahr aufgrund mangelnder Synchonität. Eine Life Foundation Ärztin hat genug davon und schmuggelt Eddie Brock in Drake’s Labor, um diesen Skandal auffliegen zu lassen. Stattdessen wird Brock mit einem der Symbionten infiziert und – große Überraschung – erzielt perfekte Synchronität.

Flache Charaktere mit ulkigem Humor

Von hier aus, startet ein wilder brutaler Ritt: Es werden Gliedmaßen abgerissen, Körper durch Räume geschleudert, Autos in die Luft gejagt und Köpfe abgebissen. Während Brock anfangs schockiert ist, ändert er seine Meinung überraschend schnell, freundet sich mit Venom an und fordert ihn bald sogar zu Mord auf. Neben Brock sind auch die Reaktionen anderer Charaktere wie Brock’s Ex-Freundin Anne (Michelle Williams) oder ihrem neuen Partner Dan (Reid Scott) überraschend gefasst.

Als Venom einem Gangster den Kopf abbeißt, reagiert eine Ladenbesitzerin bespielsweise mit „Oh.. what was that?“. Ziemlich unbeeindruckt im Angesicht eines über zwei Meter großen schwarzen Killer-Aliens, wenn ihr uns fragt! Die Charaktere wirken dadurch leider allesamt unglaubwürdig und der Plot umso flacher.

Als einzigen Pluspunkt können wir den Humor des Films nennen, der zwar oft hart in die Cliché-Sparte schlägt, dabei aber relativ nahe an dem Charakter aus Marvel’s Venom Comics ist. Die coolen Sprüche werden dabei sogar so lahm und skurril, dass sie uns regelmäßig lachen lassen – ob beabsichtigt oder nicht.

Venom Kinokritik: 0815 Action-Cliché

Mehr als einmal wünschten wir, Spider-Man würde sich in den Film schwingen und den Tag retten. Zahlreiche Plotholes, unglaubwürdige Charaktere und auch noch teilweise schwache Special-Effects machen Venom leider wenig sehenswert. Solltet ihr allerdings simples Action-Popcorn Kino mit Tom Hardy und Michelle Williams, sowie skurrilem Humor und brutalen Kämpfen sehen wollen, dann ist Venom euer Film!

Wertung: 5 Pixel

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