Teufel Cage Test: Ausgewogener Klang und vielseitiger Nutzen

von David Kolb 08.11.2017

Mit dem Teufel Cage hat man bei Teufel erstmals ein Gaming-Headset am Start. Das Cage wurde speziell für die hohen Ansprüche von Profi-Gamern entwickelt, funktioniert sowohl am PC als auch an Konsolen und Smartphones und soll in seinem Preissegment den besten Klang abliefern. Ob Teufel das mit seinem Erstlingswerk gelungen ist, erfahrt ihr im Test.

Der vielseitige Allrounder

Neben dem markanten Look, inklusive rotem „Teufel T“ fallen beim Auspacken sofort die zwei verschiedenen mitgelieferten Kabel ins Auge. Einerseits gibt es ein USB-Kabel, womit man das Headset am PC und auch an der Konsole anstecken kann. Andererseits gibt es auch ein 3,5 mm Klinkenkabel, wodurch das Headset am Smartphone und am Gamepad direkt angeschlossen werden kann. Das Mikrofon ist sowohl auf der linken, wie auch der rechten Seite nutzbar (dazu kommen wir später noch). Nimmt man es ab, lässt sich das Cage auch für unterwegs als Kopfhörer nutzen, ohne das es dabei an ein typisch klobiges Spieleheadset erinnern würde. Dadurch ist das Teufel Cage sehr wandlungsfähig und vielschichtig einsetzbar. Eine gerade einmal kleine Randnotiz ist dabei, dass im Lieferumfang kein Splitter (Kostenpunkt bei Amazon ca. 8 Euro) beigelegt ist und es somit nicht möglich ist, das Cage analog an die vorhandene Soundkarte am PC anzuschließen. Dank des integrierten C- Media Xear USB-Soundchips sollte man am PC unbedingt mit dem USB-Anschluss arbeiten. Für meinen persönlichen Gebrauch reicht das aber locker aus und ich finde ich es äußerst praktisch, dass sich dieses hochwertige Headset mit PC, Konsole und Handy nutzen lässt.

Schnelle Umbauarbeiten

Da es gerade um Wandlungsfähigkeit geht, möchte ich unbedingt das Mikrofon in den Mittelpunkt rücken. Hier hat sich Teufel einen kleinen Trick einfallen lassen: Standardmäßig ist das Mikrofon auf der linken Seite (links vom Mund). Steckt man das Mikrofon aber links hinten an und dreht das Headset um 180 Grad, dann sind Mikro und Anschlusskabel auf der rechten Seite. Der Soundchip erkennt das und wechselt dann automatisch die Stereokanäle, wodurch die Seitenzuordnung wieder stimmt. Außerdem kann z.B. das Headset mit PC (USB) und dem Smartphone (Klinke) gleichzeitig verbunden werden. Durch einen Schalter am linken Ohr kann dann zwischen den zwei Quellen hin und her geswitcht werden. So bekommt der Voicechat nichts vom kurzfristigen Telefonat mit und umgekehrt genauso wenig. Außerdem kann mit einer Walze lauter und leiser geschaltet werden, was sehr intuitiv ist. Mit einem Mulitfunktionsknopf kann z.B. auch Play und Pause bei Liedern am Handy aktiviert werden.

Atemlos

Das Mikrofon überträgt die Stimme rauschfrei und klar. Außerdem werden Hintergrundgeräusche gut rausgefiltert. Im Test ist es mir ein paar Mal passiert, dass mein Atemgeräusch gut zu hören war. Dies liegt daran, weil ein Schaumstoffüberzug am Mikrofon fehlt. Immerhin kann es aber schnell und einfach so positioniert werden, dass der Atem nicht mehr zu hören ist. Verwendet man die USB-Soundkarte am PC, lässt sich die Übertragung der eigenen Stimme monitoren, wodurch man testen kann, ob Störgeräusche produziert werden.

Ausgewogener und klarer Klang

Nun kommen wir aber endlich zu den Ohrmuscheln und damit zum Klang. Das klangliche Erlebnis ist für ein Gaming-Headset sehr neutral (keine aufgedrehten Höhen und Bässe) und jeder noch so kleine Sound wird deutlich dargestellt. Die geräumigen Kopfhörer bieten neben einem weiten Klangspektrum auch ein hervorragendes räumliches Erlebnis. Je nach Spiel wird der virtuelle Raum durch Geräusche und Sound richtig schön greifbar (Soundchip mit 7.1). Mit der mitgelieferten Software, kann am PC der Klang auch noch modifiziert werden. Insgesamt haben mir aber auch schon die Standardeinstellungen sehr gut gefallen, da alles sehr ausgewogen und klar klingt. Nichts drängt sich in den Vordergrund, auch kleine Klangdetails sind gut hörbar. Um dann aber z.B. bei Battlefield 1 die bombastischen Schlachten noch ein wenig zu intensivieren, habe ich dann beim Bass nachgeholfen und diesen mit der mitgelieferten Software aufgedreht. Ganz nebenbei schirmt das Cage auch sehr gut vor Umgebungsgeräuschen ab. Umgekehrt ist das Headset auch bei höheren Lautstärken nicht von anderen hörbar.

Teufel Cage Test-Fazit

Alles in allem ist Teufels Einstieg ins Gaming Business sehr gut geglückt. Für ca. 170 Euro erhaltet ihr ein sehr wandlungsfähiges Headset (PC, Konsole, Smartphone, Gamepad, etc.), welches in jeder Situation ein wirklich großartiges Klangerlebnis bietet. So hatte ich sowohl in der Straßenbahn, auf der Couch, wie auch vor dem PC viel Freude mit dem Teufel Cage. Hinzu kommt noch der sehr hohe Tragekomfort der Ohrmuscheln, die auch längere Sessions angenehm gestalten. Ich kann daher das Teufel Cage uneingeschränkt für alle empfehlen, die ein Headset in diesem Preissegment suchen.

Wertung: 9.0 Pixel

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