Sword Art Online II Vol. 1 (Blu-ray) im Test

von Stefan Hohenwarter 04.06.2015

Der Hype-Anime Sword Art Online kehrt endlich auch hierzulande auf den Bildschirm zurück: peppermint sicherte sich nach der ersten Staffel auch die Veröffentlichungsrechte für Sword Art Online II. Ob die zweite Staffel an die Erfolge von Kiritos erstes VRMMO-Abenteuer anschließen kann, erfahrt ihr in meinem Test.

SwordArtOnlineII_Bluray

Facts

Genre: Anime, Sci-Fi, Fantasy
Publisher: peppermint anime
Regisseur: Tomohiko Itō
Release: 24. April 2015

Welcome to Gun Gale Online!

In diesem Sci-Fi-Shooter und VRMMO können SpielerInnen nicht nur ihr Können unter Beweis stellen, sondern auch echtes Geld verdienen. Dies ist wohl einer der Gründe, warum das Spiel so beliebt ist. In einer TV-Show sprechen etablierte Profis über ihre Geheimnisse und zukünftige Trends, als in einer Ingame-Kneipe, in der diese Sendung live übertragen wird, ein vermummter Spieler zielstrebig zum Monitor stapft. Er richtet eine Waffe auf den Bildschirm und schießt auf den Profi-Spieler, der gerade in Großaufnahme zu sehen ist. Die restlichen KneipenbesucherInnen lachen den Typ aus, doch das Lachen vergeht ihnen recht schnell: Der Profi-Spieler verschwindet aus der Übertragung, und kurz darauf wird bekannt, dass der Spieler im Real Life gestorben ist. Hat der Schuss des mysteriösen Users, der sich selbst Death Gun nennt, den Spieler tatsächlich getötet, oder steckt etwas anderes dahinter?

Da es in diesem Fall keine wirklichen Anhaltspunkte gibt, betraut der Beamte Seijiro Kikuoka einen altbekannten Helden aus der ersten Staffel von Sword Art Online mit der Lösung dieses Mysteriums: Kirito. Er soll sich in Gun Gale Online umsehen und die Vorgänge in diesem VRMMO untersuchen. Doch wie soll er das anstellen? Immerhin kennt er sich ja nur in Fantasy-MMORPGs aus. Ausgerechnet er, der es gewohnt ist, mit einem Schwert in den Kampf zu ziehen, soll nun in einem Shooter nach dem Rechten sehen? Auch wenn er anfangs Zweifel hegt, entschließt er sich, den Fall zu übernehmen. Eine Chance, dem möglichen Killer ganz nah zu kommen, ergibt sich recht schnell. Bald soll nämlich eine neue Ausgabe des Profi-Turniers „Bullets of Bullets“ (kurz BoB) stattfinden. Sich dafür anzumelden ist für Kirito aber die erste Hürde: Immerhin ist er ein Neuling in diesem Spiel. Erstmals eingeloggt, trifft er zufällig auf die im Spiel bekannte Sniperin Sinon, die ihm nicht nur die Basics des Spiels erklärt, sondern sich auch gleich mit Kirito, der in diesem MMO mit einem überaus seltenen weiblichen Avatar-Skin herumrennt, für das in Kürze startende BoB anmeldet.

Bild und Ton

Für die Präsentation zeichnet das bekannte Studio A-1 Pictures, das bereits die erste Staffel produzierte, verantwortlich. Der Stil ist deshalb auch ziemlich ähnlich. Anders ist jedoch das Setting, denn während in der Debütstaffel saftig grüne Lande und Dungeons im Vordergrund standen, erwartet euch in Sword Art Online II Vol. 1 ein düsterer Ort, in dem bis auf wenige Ausnahmen mit Schusswaffen gekämpft wird.

Kommen wir nun zu dem wohl spannendsten Thema für alle hiesigen Animefans: der Synchronisation. Die bekannten SprecherInnen aus der ersten Staffel wurden beibehalten, weshalb es für mich keinen Grund zum Jammern gibt. Falls ihr dennoch mit der deutschen Sprachfassung nicht warm werdet, könnt ihr auch auf den japanischen Originalton wechseln, der ebenfalls auf der Disc enthalten ist.

Extras

Solltet ihr die limitierten Sammelschuber kaufen, dürft ihr euch neben den drei Bonusepisoden und dem Clear Opening, die ebenfalls in den Standardausführungen enthalten sind, auf den originalen Soundtrack freuen. Andere Extras wie Postkarten oder Ähnliches vermisse ich zwar, doch dafür muss ich peppermint ein großes Lob für die Platzierung des FSK-Logos aussprechen. Dieses wurde nämlich nicht auf den Schuber bzw. das Digipack gedruckt, sondern es befindet sich auf der Plastikschutzfolie und kann deshalb leicht entfernt werden.

Zusammenfassung

Ich bin ein großer Fan der ersten Staffel von Sword Art Online und war deshalb gespannt, ob sich die ProduzentInnen bei der zweiten Staffel auf eine billige Repeat-Fortsetzung setzten oder doch etwas Neues probierten. Als ich hörte, dass altbekannte Charaktere dabei sind, befürchtete ich das Schlimmste, doch meine Zweifel wurden in Windeseile zerstreut. Sword Art Online II Vol. 1 präsentiert sich in einem neuen, frischen Setting und fesselt schon nach den ersten paar Folgen. Mit einer guten Präsentation, den SynchronsprecherInnen aus der ersten Staffel und den drei unterhaltsamen Bonusepisoden stimmt für mich auch das Drumherum. Ich habe mein Zielfernrohr auf Sword Art Online II eingestellt und freue mich schon riesig auf Volume 2, das am 26. Juni dieses Jahres auf DVD und Blu-ray in den Handel kommt.

Wertung: 9 Pixel

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[…] den hochwertigen Bild- und Tonformaten hat sich im Vergleich zu Volume 1 nichts verändert, weshalb ich gleich zu den Extras komme, die erneut überschaubar sind. Letztes […]