Der Xiaomi Mi Portable Electric Air Compressor im Dauertest

von Michael Neidhart 18.06.2021

Ist der kleine Xiaomi Mi Portable Electric Air Compressor XM500010 wirklich so praktisch, wie er auf den ersten Blick scheint? Dieser Frage bin ich bei diesem Langzeittest nachgegangen. Das kleine Helferlein fand Platz in meinem Rucksack und begleitete mich im Alltag und beim Sport.

Xiaomi Mi – ein Alltagshelfer?

Radfahrer:innen kennen diese leidliche Situation: Morgens zu spät aus der Wohnung gekommen, nur noch fünf Minuten bis zum ersten Meeting, die Zeit ist knapp. Genau dann passiert es, die Luft ist raus! Wer wie ich viel im städtischen Verkehr unterwegs ist, bemerkt oft erst sehr spät, dass der Reifen schleichend und pfeifend Luft verliert. Dieser so wichtige Teil des Rads, der uns mit dem sommerlich heißen Asphalt verbindet und für Halt sorgt, mag nicht mehr. Wie am Ende einer langen Arbeitswoche, die Luft ist raus. Warum das immer vor wichtigen Terminen passiert, zu denen wir ohnehin spät dran sind, dass weiß nur der Drahteselgott selbst. Aber alles jammern hilft nicht, nach Feierabend müssen Pumpe und Flickzeug oder neuer Schlauch her. Schließlich will man am nächsten Tag wieder im Sattel sitzen.

Vollelektrisch

Um diese lästige aber doch notwendige Arbeit so angenehm wie möglich zu gestalten habe ich mir eine elektronische Pumpe besorgt. Sie soll die Arbeit angenehmer gestalten und meinen Rücken schonen. Zugegeben, einen Reifen aufzupumpen ist keine Herkulesaufgabe, warum sich aber nicht von einem kleinen Gadget helfen lassen. Der kleine Kompressor Xiaomi Mi wirkt zunächst einmal sehr schick, könnte so auch unter die Kategorie skandinavisches Design fallen. Einzig das Gewicht deutet darauf hin, dass hier mächtig Power dahinter steckt. Der kleine Begleiter soll sowohl Räder als auch kleinere Boote aufpumpen können und im Notfall auch bei Rollern und Autos kräftig pusten.

Ein Aufsatz für Alles

Der Aufsatz passt demnach auch auf verschiedenste Ventiltypen und lässt sich recht leicht anbringen. Da es doch häufiger vorkommt, dass ich einen Reifen aufpumpen muss, war ich erstmal ziemlich begeistert. Die Idee, einfach den kleinen Kompressor anzustecken und zack zack zack hat sich der Patschen erledigt, war zu verlockend. Im tatsächlichen Betrieb merken geneigte Radfahrer:innen aber recht schnell, dass sich leider wenig Zeitersparnis ergibt. Es ist zwar recht angenehm, einfach den gewünschten Druck einzustellen und ein bisschen zu warten, doch geht das Befüllen eines Fahrradreifens so schnell, dass die gute alte Pumpe immer noch praktischer ist. Vor allem im Bikepark kommt dazu noch Peer-Pressure. Es sieht einfach nicht gut aus, sein Bike nicht selbst aufzupumpen.

Xiaomi Mi - Nicht unbedingt im Alltag

Die Werbung für diese kleinen, handlichen und praktischen Begleiter, die derzeit auf Instagram und dergleichen zu sehen ist, wirbt vor allem mit Fahrrädern. Menschen in Büro-Uniform pumpen damit am Morgen noch schnell das Rad passend auf, bevor sie in die Arbeitswelt flitzen. Für Weiß-Hemd-Träger:innen mag es also durchaus praktisch sein, schmutzfrei einen vollen Reifen zu bekommen, für den Rest der radelnden Community bleibt aber nur ein kleiner Convinience-Nutzen. Ich sehe den echten Vorteil vor allem bei Luftmatratze und Klein-Schlauchboot. Bevor wir jetzt im Sommer an den See oder ins Bad starten, pumpt der kleine Xiaomi Mi alle Gimmicks auf und wir packen in Ruhe Badetuch, Sonnencreme und Snacks in den Rucksack

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