Auf der diesjährigen spielespass in der Messe Wien stattete ich Mattel einen Besuch ab. Dort wurden mir Klassiker wie diverse Uno– und Scrabble-Varianten gezeigt und ein Testmuster von Blokus mitgegeben. Ob das Spiel zu Recht zu den Klassikern zählt, erfahrt ihr in meinem Test.

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Spielefacts von Blokus:

  • Verlag: Mattel
  • Spieleranzahl: 2–4
  • Spieldauer: ~20 Minuten
  • Alter: 7+

Die Spielregeln

Ein meiner Meinung nach nicht zu verachtender Punkt ist die Spielanleitung von Blokus, denn diese umfasst nur zwei A4-Seiten in jeweils vier Sprachen; die zwei Seiten bestehen zudem zur Hälfte aus Bildern.

Kurz und knapp: Alle SpielerInnen haben dieselben Spielsteine, die wie Tetris-Steine aussehen. Das Ziel ist es, so viele wie möglich auf dem Spielfeld zu platzieren, wobei ihr euren ersten Stein in eine der vier Ecken setzt. Welchen Stein ihr dafür wählt, bleibt euch überlassen. Abwechselnd kommen die SpielerInnen nun an die Reihe. Es gibt nur zwei Regeln: Ihr dürft eure Steine nur an Ecken eurer Steinen auf dem Spielfeld anlegen und keine Steine übereinanderstapeln.

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Die Wertung

Je nach Spieleranzahl dauert eine Runde ca. zehn bis 20 Minuten. Gewonnen hat der/die SpielerIn, der/die am Ende die wenigsten Quadrate übrig hat: Es zählt also nicht die Anzahl der Steine, sondern jene der Teilquadrate, die die Steine bilden. Es kann also sein, dass ein/e SpielerIn am Ende einen Stein mit nur einem Quadrat übrig hat, während ein/e andere/r einen länglichen Stein mit fünf Teilen nicht angelegt hat. In diesem Fall würde der/die erste Spieler/in gewinnen.

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Fazit: Leicht zu lernen, schwer zu meistern

Blokus ist ein richtiges Einsteigerspiel. Nach wenigen Minuten sind selbst die letzten Fragen auch von absoluten Spieleneulingen beantwortet, und schon kann es losgehen. Ihr müsst einfach versuchen, so viele Steine wie möglich auf dem Feld zu platzieren und dabei auf die Teilquadrate zu achten.

Das klingt äußerst banal, doch habe ich selbst nach einigen Runden noch kein Erfolgsrezept bzw. unschlagbare Strategie entdeckt. Jede Runde fühlt sich anders an, und ein Zug, der in der Runde zuvor noch funktioniert hat, führt nun in eine Sackgasse. Es gibt also kein Patentrezept.

Zwar spielt man gegeneinander, doch ist es wegen des gefinkelten Spielprinzips mit dem Anlegen an den Ecken immer wieder möglich, den GegnerInnen ein Schnippchen zu schlagen, womit jede Runde bis zum Schluss spannend bleibt. Blokus ist leicht zu lernen, hat einen hohen Wiederspielwert und macht Alt wie Jung ebenso wie Profis und AnfängerInnen Spaß.