Arlo Go 2 Überwachungskamera mit LTE im Test: Ausfallssichere Überwachung

von Mandi 30.08.2022

Mit der Arlo Go 2-Kamera bringt das Unternehmen eine Überwachungslösung, die euch lückenlos Einsicht gewährt. Lest unser Review!

Beim Smart Home-Spezialisten tink läuft gerade eine Aktion, bei der ihr die Arlo Go 2 erwerben könnt und ein Solar-Panel zum Aufladen gratis dazu bekommt. Dieses Special von tink findet ihr gleich hier! Das getestete Produkt wurde uns von tink dankenswerterweise für diesen Testbericht zur Verfügung gestellt. 

Über die Arlo Go 2

Laut dem Hersteller beeindruckt diese Kamera vor allem mit ihrer Flexibilität. Sie lässt sich mühelos im Innen- und Außenbereich anbringen und sowohl über WLAN als auch über Mobilfunk verbinden. So könnt ihr das Gerät ins örtliche WLAN hängen, und falls da ein Ausfall vorkommen sollte, wechselt das Produkt einfach auf den Mobilfunktarif (den ihr extra abschließen müsst). Die Kamera selbst kann bei der Bildqualität mit HDR und 2K-Auflösung aufwarten. Zudem sorgt ein starker Akku laut Herstellerangaben für bis zu vier Monate durchgehende Laufzeit ohne jegliches Aufladen! Nicht zuletzt erwähnenswert: Die IP67-Schutzklasse sorgt für höchste Zuverlässigkeit bei jeglichen Bedingungen, selbst Starkregen macht der Arlo Go 2 nichts aus.

Neben Nachtsichtfunktion, integriertem Scheinwerfer und einem 130° breiten Sichtfeld gibt Arlo auch an, dass das Gerät unkompliziert einzurichten ist. Direkte Benachrichtigungen auf euer Smartphone, Kompatibilität mit Alexa, Google Assistant, IFTTT und Samsung SmartThings sowie Zwei-Wege-Audio runden das Gesamtpaket mehr als gelungen ab. Wer also eine zuverlässige Überwachungskamera möchte, welche sich überall einsetzen lässt, ist mit dieser Kamera grundsätzlich bestens versorgt. Damit ihr alles aus der Arlo Go 2 herausholen könnt, möchte der Hersteller euch zu einem Arlo Secure-Abo bewegen. Dieses bietet euch nämlich zusätzliche Funktionen hinter einer Paywall an – eine zusätzliche Einnahmequelle für Arlo, aber auch garantierte Sicherheit für euch. 

Mehr zum Arlo Secure-Abo

Ich höre euch schon rufen: Noch ein Abo, hurra! Nun, Arlo verspricht intelligente Sicherheit rund um die Uhr, an sieben Tagen in der Woche, schon ab 2,99 Euro pro Monat. Dieses Abo ist für eine Einzelkamera gedacht, bietet bis zu 2K Video-Aufzeichnung und einen 30-Tage-Videoverlauf. Eine weitere Option ist ein Abo um 9,99 Euro/Monat für eine unbegrenzte Anzahl von Kameras, die sich an einem einzigen Wohnort befinden und auf dem selben Arlo-Konto registriert sind. Last but not least gibt es die Arlo Secure Plus-Variante um 14,99 Euro/Monat. Sie gilt für eine unbegrenzte Anzahl an Kameras, bis zu 4K Video-Aufzeichnung, einen Videoverlauf von bis zu 60 Tagen und 12 Monate zusätzliche Hardware-Garantie.

Mit einem Arlo Secure-Abonnement erhaltet ihr laut Herstellerangaben Zugang zu marktführenden Erkennungsfunktionen und sicherem Cloud-Speicher. So könnt ihr selbst definieren, über welche Dinge ihr benachrichtigt werden möchtet, denn das Gerät kann zwischen Personen, Tieren, Fahrzeugen und Paketen unterscheiden. Zudem wird für jede empfangene Warnmeldung eine Videoaufzeichnung in der Cloud gespeichert – sie ist von überall abrufbar. Selbst ein Diebstahlschutz ist da integriert: Sollte euer Arlo Go 2-Gerät gestohlen werden, wird das Produkt einfach ersetzt. Die offizielle Website der Abos ist gleich hier zu finden, doch unabhängig davon, ob ihr so ein Abo nutzt oder nicht, wenden wir uns mal der Hardware des Geräts zu!

Das Auspack-Erlebnis

Damit ihr auf jeden Fall in den Genuss der zusätzlichen Funktionen kommt, bietet der Hersteller beim Kauf 90 Tage lang einen kostenlosen Arlo Secure-Testzugang. Zudem wird die Arlo Secure: Home Security für iOS und für Android als Download auf euer Smartphone fällig – habt ihr alles heruntergeladen, könnt ihr schon loslegen! Zuerst packen wir das Gerät aber aus: Schon bei der Verpackung präsentiert sich die Arlo Go 2 auf jeden Fall als hochwertig. Schnell seid ihr da, wo ihr hin müsst, und nach der Kamera-Einheit findet ihr noch ein proprietäres Ladekabel, eine Wandhalterung sowie die passenden Schraubensätze zur Montage. Liegt dann alles vor euch, wird schnell ersichtlich, dass Arlo sich einige Gedanken darüber gemacht hat, wie man den Prozess möglichst einfach gestalten kann.

Zur Hardware selbst: Die Arlo Go 2 ist angenehm wuchtig gehalten. Das ist natürlich dem verbauten Akku geschuldet, der für den Großteil des Gewichts (etwa 490 Gramm gesamt) verantwortlich ist. Auch die Wandhalterung ist von der Verarbeitungsqualität sehr ordentlich gehalten, das weckt insgesamt Vertrauen. Ein Bonuspunkt: Hier warten keine kleinen oder unnötig komplizierten Einzelteile auf euch, also können auch handwerklich weniger Begabte das Produkt problemlos in Betrieb nehmen. Doch ich greife vor: Am besten ist es, wenn ihr alles zunächst auspackt und das Gerät, der Akku und sonst alles vor euch liegt. Zum Zusammenbau und zur Erstkonfiguration benötigt ihr die zuvor erwähnte App, also legen wir damit los!

Installation und Arlo Secure: Home Security

Beim ersten Starten der Arlo Secure: Home Security-App werdet ihr sofort gebeten, ein Arlo-Konto zu erstellen oder euch bei einem bestehenden anzumelden. Sehr angenehm: Die E-Mail-Verifizierung geht in Sekundenschnelle und ihr werdet eingeladen, eine Zwei-Faktor-Authentifizierung einzurichten. Danach seid ihr schon einsatzbereit und könnt ein neues Produkt hinzufügen. Die App arbeitet mit großen Bildern, so werdet ihr Schritt für Schritt durch die Erstkonfiguration geführt. Besonders toll: Jeder Handgriff, jeder zu drückende Knopf und jeder Schacht (etwa für SIM-Karte oder microSD-Karte) wird euch ganz genau gezeigt. Das macht die Installation und Ersteinrichtung selbst für Ungeübte denkbar einfach, also hier gibt es volle Punktzahl für die Arlo Go 2!

Der Prozess dauert insgesamt nur wenige Minuten und lässt eigentlich keinen Raum für Fehler zu. Habt ihr dann alle Schritte durch, ist die Arlo Go 2 in der App registriert und ihr könnt Feineinstellungen für das Gerät vornehmen. Nicht nur die „Freund anrufen“-Funktion lässt sich so konfigurieren, auch Benachrichtigungen lassen sich feineinstellen. Und auch Geofencing unterstützt die Kamera, sodass die Kameraüberwachung automatisch aktiviert wird, sobald ihr euer Zuhause verlasst. Unter Modus können Anwender:innen das Verhalten der Kamera mit den Optionen Aktiviert, Deaktiviert, Zeitplan und Geofencing steuern. Auch gut zu wissen: Der Zugriff auf die App lässt sich übrigens problemlos mit Freunden und Familie teilen. Sobald dann alles fertig konfiguriert ist, wenden wir uns der Praxis zu!

Los geht’s: Die Arlo Go 2 im Alltag

Habt ihr eine Verbindung hergestellt, könnt ihr alles mit ansehen, was sich so vor dem Gerät abspielt. Sind die Einstellungen dementsprechend vorgenommen, kann die Arlo Go 2 Videoschnipsel auf die Cloud hochladen. Das passiert etwa, wenn ihr die Bewegungserkennung aktiviert habt, da bekommt ihr sofort einen Alarm auf euer Smartphone. Gleichzeitig könnt ihr dann tags darauf zig Videos ansehen, die zwischen zehn und dreißig Sekunden lang sind, je nachdem, wie lange die Bewegung registriert wurde. Eine integrierte Sirene kann auf Wunsch einen plärrenden Ton mit bis zu 80 dB Lautstärke von sich geben – ideal, um Leute oder Tiere zu vertreiben! Ein integrierter Scheinwerfer sorgt mit bis zu 850 Lumen Lichtstärke für Erleuchtung, und das Zwei-Wege-Audio ist sehr angenehm und nahezu latenzfrei.

Übrigens könnt ihr das Gerät dank GPS und einer von euch zu aktivierenden Gerätestandort-Erkennung auch orten, falls es gestohlen wird. Im Test passierte bei der erstmaligen Suche nichts, außer, dass „Standort wird abgerufen – Kann bis zu 24 Stunden dauern“ stand. Während des Testzeitraums ging die Akku-Anzeige nur geringfügig nach unten, daraus extrapoliert wird die Arlo Go 2 im Alltag wohl an die drei Monate ohne Zwischenladung durchhalten. Sowohl die Scheinwerferfunktion wie auch die Nachtsichtfunktion haben durchaus ihre Daseinsberechtigung, qualitativ macht das Gerät wirklich alles richtig. Auch spannend: Als Alternative zur App könnt ihr auf die Cam auch am Desktop unter my.arlo.com zugreifen. Apropos Zugriff – die Kamera kann auch Smart Home.

Was es noch zu sagen gibt

Die Arlo Go 2 ist mit vielen Systemen kompatibel. Es gibt zwar keine HomeKit-Schnittstelle, aber dafür arbeitet das Produkt perfekt mit Amazon Alexa- und Google Home-Ökosystemen sowie IFTTT zusammen. Wer das nutzt, kann die Aufnahmen auch auf ein intelligentes Display wie etwa dem Google Nest Hub 2 streamen. Seid ihr aber stärker in der Welt des Mobilfunks als in einem WLAN unterwegs, ist es auch interessant zu wissen, wie viel Datenvolumen benötigt wird. Arlo sagt, dass die Kamera im Schnitt monatlich bis zu 2 GB verbraucht, abhängig von der Anzahl der Bewegungsauslöser. Videos werden direkt nach der Erstellung automatisch in die Cloud zu eurer Verfügung geladen. Aber Vorsicht beim Live-Streaming, das verbrät massiv Datenvolumen!

Um es nochmals zu erwähnen: Mit dem Arlo Secure-Abo dürft ihr eure Videos bis zu 30 Tage lang in der Cloud gespeichert haben. Der Hersteller verwendet AES-Verschlüsselung, um Aufnahmen bei der Übertragung zur und von der Arlo-Kamera zu sichern, und der Dienst funktioniert mittels Zwei-Faktor-Authentifizierung. Kein Fan der Cloud? Nun, die Arlo Go 2 verfügt über einen Steckplatz für eine microSD-Karte für die lokale Sicherung. So könnt ihr Videos speichern, ohne das Abo zu bezahlen. Doch Vorsicht! Dieses Filmmaterial kann nur angezeigt werden, indem ihr die SD-Karte rausnehmt und auf einem Computer betrachtet. Das heißt, dass ihr stets an die Kamera dran müsst, wenn ihr die Videos checken wollt – so richtig userfreundlich scheint der Gedanke nicht zu sein, finde ich.

Arlo Go 2: Die Technik im Gerät

Wenden wir uns dem Datenblatt der Arlo Go 2-Überwachungskamera zu. Die Produktmaße betragen 120 x 64,2 x 86 mm bei einem Gesamtgewicht von 490 Gramm. Wie schon erwähnt könnt ihr die Kamera sowohl über WLAN-Verbindung, aber auch via Mobilfunk (3G und LTE) mit dem Internet verbinden. Für Letzteres ist ein eigener Datentarif erforderlich, der bei Nutzung monatliche Kosten verursacht – ganz abgesehen vom Arlo Secure-Abo, das ihr optional abschließen könnt. Die Stromversorgung wird dank einem wiederaufladbaren Akku sichergestellt, der ganze 13.000 mAh fasst. Dieser Wert sorgt für knapp vier Monate LTE-Akkulaufzeit, bevor ihr das Gerät wieder aufladen müsst. Wollt ihr sichergehen, dass es keinen Leerlauf gibt, gibt es auch ein Solar-Panel zu erstehen.

Dieses würde dann immer wieder für Ladung sorgen und theoretisch unbegrenzte Akkulaufzeit bieten. Übrigens könnt ihr den Akku auch problemlos tauschen, falls ihr also einen zweiten passenden Akku habt, lässt sich dieser recht geschwind einbauen! Geschützt ist die Arlo Go 2 nach der IP67-Schutzklasse, Wettereinflüsse können der Kamera somit gar nichts anhaben. Was die Betriebstemperatur angeht, sie ist mit -20 °C bis 45 °C angegeben. Die Reichweite soll bis zu 91 Meter weit reichen, zudem gibt es einen 12-fachen Digitalzoom und einen Blickwinkel von 130° für euch. Eine Wandhalterung, ein Schraubenset sowie ein Schraubensatz ist ebenso mit von der Partie wie eine 90 Tage-Testversion für das Arlo Secure-Abo, das für einige sinnvolle Funktionen notwendig ist.

Das Fazit: Warum, warum nur das Abo?

Mit 330,- Euro gehört die Arlo Go 2 beileibe nicht zu den günstigen Lösungen am Markt. Natürlich, dank der Mobilfunk-Konnektivität gibt es einen großen Vorteil – lückenlose Überwachung wird so möglich. Doch das Arlo Secure-Abo tut mir persönlich weh: Um aufgenommene Videos in der zugehörigen App ansehen zu können, benötigt ihr ein monatliches Abo. Auch, wenn ihr die smarten Alarme oder Aktivitätszonen nutzen möchtet, gilt es, in die Tasche zu greifen. Das finde ich jammerschade, denn diese Kamera macht ansonsten so gut wie alles richtig, was ihre Aufgaben betrifft. Die Ausdauer ist hoch, zudem gibt es ein Solar-Panel, das euch selbst die paar Aufladungen im Quartalsrhythmus erspart. Viel angenehmer geht es in der Hinsicht eigentlich nicht.

Die Qualität der 2K-Videos ist hoch, solange ihr nicht den 12x-Digitalzoom ausreizt. Selbst das Zwei-Wege-Audio sticht positiv hervor, und das Gerät erkennt Leute, Pakete, Tiere und Fahrzeuge recht zuverlässig. Nicht zuletzt zu erwähnen ist die mögliche nahtlose Integration mit Alexa, Google, IFTTT und Samsung-Diensten. Ihr seht schon: Die Hardware stimmt, und auch das Zusammenspiel mit der Arlo Secure: Home Security-App funktioniert bestens. Doch ich persönlich finde es heftig, dass trotz des relativ hohen Preises Funktionen wie das Ansehen von aufgenommenen Videos via Cloud hinter einer Paywall stecken. Stört euch das weniger oder gar nicht, könnt ihr meiner Wertung ruhig einen ganzen Punkt hinzufügen – aber unter dem Strich vergebe ich so für die Arlo Go 2-Kamera:

Wertung: 8.0 Pixel

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