Überzeugt der Acme GA09 Billigcontroller im Test?

von Stefan Hohenwarter 29.07.2017

Der Acme GA09 Controller wird auf der hauseigenen Webseite als „the dream gaming device for true players“ angepriesen. Ob ich auch zu diesem Urteil komme, erfahrt ihr in meinem Test.

Facts:

  • Kabellänge 50cm + 160cm
  • Input-Typen: D-/X-Input
  • Unterstützte Plattformen: PS4, Android und PC
  • Gewicht: ~300g
  • Konnektivität: USB 2.0

Erster Eindruck

Der Controller hat optische Ähnlichkeiten mit einem klassischen PS3-Controller, dennoch gibt es gewaltige Unterschiede. Der Controller liegt einfach nicht so gut in der Hand, auf der Rückseite befinden sich die Umschaltknopf für D- und X-Input und zwischen den beiden Analogsticks sind die Knöpfe 9,10, „clear” sowie „burst”.

Das verbaute Kabel ist 50cm lang und ruft damit gleich mal den NES Classic Mini in Erinnerung. Im ersten Moment dachte ich mir, was das soll, doch dann habe ich das Verlängerungskabel in der Verpackung entdeckt, das nochmals 1,6m lang ist. Ihr fragt euch, warum man eine Stückelung bei einem Nachbau-Controller braucht? Ganz einfach! Das ist dem Umstand der Plattformunabhängigkeit (Android vs. PC/Konsole) geschuldet.

Verarbeitung

Kurz und knapp: Der Controller fühlt sich genau so an, wie man es von einem Budget-Controller erwartet. Vom Traum für wahre GamerInnen kann hier keine Rede sein. Wenn Tasten quietschen oder man das Gefühl hat, dass Buttons nicht ordentlich verbaut wurden, hört sich der Spaß für mich auf. Die einzig positive Designentscheidung sind für mich die Analogsticks, die eine Antirutschfläche haben.

Der Betrieb

Ich war auf der Suche nach einem neuen PS3-Controller und dachte mir, dass ich dem Acme GA09 eine Chance gebe – immerhin habe ich mit einem Nachbau-Controller von Snakebyte in der Vergangenheit sehr gute Erfahrungen gemacht. Und hier komme ich gleich zum wichtigsten Kommentar meinerseits zum Controller: Ich habe es selbst nach einer halben Stunde nicht geschafft, damit die PS3 zu bedienen, obwohl das laut Packungshinweis möglich sein sollte. Für mich ist damit der Sinn und Zweck des Controllers nicht gegeben. Aus Interesse habe ich dann noch den Controller an mein Smartphone angeschlossen und das Spiel Defender III getestet. Ohne Erfolg. Zwar konnte ich das Menü öffnen, aber sonst keine Aktion im Spiel vollführen.

Acme GA09 Test-Fazit

An meinem Speedlink Calado-Test sieht man, dass ich auch günstigen Einsteigerprodukten eine gute Wertung gebe, wenn sie es verdienen. Im Falle der Acme GA09-Controllers ist das für mich nicht der Fall. Während die billige Verarbeitung im Anbetracht des Preises noch ok wäre, ist für mich die Nichtverwendbarkeit ein absolutes No-Go. Schade, denn bei Speedlinks PS3-Controller-Nachbau als auch bei Snakebytes Variante sieht man, dass trotz günstigem Preis auch das Drumherum (Wireless-Connection oder Kabel mit einer Länge von 2+ Metern) stimmen kann. Ich habe mir vom Acme GA09 einiges erwartet, wurde aber in allen Belangen – außer dem Preis – enttäuscht. Kurz und knapp: Es gibt wesentlich bessere Alternativen am Markt und von der Aussage „the dream gaming device for true players“ sind wir meilenweit entfernt. Auch wenn ich vielleicht ein mit Produktionsfehlern gespicktes Produkt erhalten habe, ist das für mich keine Ausrede, denn immerhin kann das auch allen anderen KundInnen passieren.

Wertung: 2 Pixel

für Überzeugt der Acme GA09 Billigcontroller im Test?