Speedlink Strike NX Wireless (PS3) im Test

von Max Hohenwarter 03.04.2016

Der Strike NX Wireless Controller von Speedlink schickt sich an, meine gewohnte „Ich-kaufe-nur-Originalperipherie“-Attitüde aufzubrechen. Ob er es schafft, dass ich diese engstirnige Einstellung aufgebe, lest ihr in meinem Review.

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Features des Stirke NX Wireless *

  • Kabelloses PS3-Gamepad
  • Bis zu 10 m Reichweite
  • Vibrationsfunktion für intensive Rumble-Effekte
  • Analogsticks und drucksensitive Tasten für perfekte Kontrolle
  • Bis zu 8 h Spielzeit
  • Perfekte Ergonomie
  • 2 Analogsticks
  • Langlebiger Lithium-Ionen-Akku

    *Herstellerangaben

Packungsinhalt und Verarbeitung

In der kleinen Schachtel befindet sich neben dem Strike NX Wireless ein schlicht designter USB-Dongle und ein sehr kurzes, ca. 30 cm langes Mikro-USB-Ladekabel und zwei Beschreibungen zur  einfachen Installation.

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Ganz hübsch in schickem Mattschwarz mit ein paar Hochglanzelementen gehalten, liegt mein neues PS3-Pad nun vor mir. Ziemlich schnittig sieht es aus, das muss ich schon sagen. Das Tastenlayout entspricht dem vom DualShock 3. Der Druckpunkt aller Tasten ist sehr angenehm, besonders die Trigger und die Sticks zeichnen sich durch einen angenehmen Widerstand aus, wodurch präziseres Zielen erleichtert wird. Vom Gewicht her ist er ein bisschen leichter als Sonys Original, was wohl am Material liegen muss. Im Gegensatz zu Letztgenanntem sind die R2 und L2 Tasten aber nicht nach innen sondern, ähnlich wie beim DualShock4, nach außen gekrümmt. Auch die Analogsticks besitzen eine Vertiefung, wie Sonys aktuelle Controller. Eine sehr gute Designentscheidung, da man so schwerer abrutscht und stets die Kontrolle über das Spiel behält. Der Strike NX Wireless liegt dank seiner guten Ergonomie sehr gut in der Hand. Auch wenn es im Vergleich zum Original kurz für ungewohntes Feeling sorgt, hat man sich sehr schnell dran gewöhnt und ich persönlich möchte diesen guten Grip schon nach kurzem Zocken nicht mehr missen. Ich habe aber auch ziemlich große Hände. Kleinere Handteller könnten mit der klobigen Form Probleme bekommen.

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N(i)X zu meckern?

Doch! Kommen wir jetzt also zu den negativen Punkten beim Gerät. Denn auch wenn der Strike NX Wireless großteils viel Freude macht, so weist er auch ein paar Mängel auf. Beginnen wir beim größten. Out of the Box scheint das Gerät NICHT zu funktionieren. Zumindest wenn man der Anleitung folgt und sich erst einmal wundert, warum sich das Teil nicht pairt, bzw. die Konsole nicht einschaltet. Jup: auf diese Funktion müsst ihr verzichten. Der Strike NX Wireless verbindet sich nur bei eingeschalteter Konsole. Das mitgelieferte Ladekabel ist ehrlich gesagt auch ein Witz, denn gleichzeitoges Laden und Zocken ist somit nicht möglich. Diesen Faktor kann man aber deshalb eher verschmerzen, da der Strike NX Wireless zum Laden ein Mikro-USB-Kabel benötigt, welches sich weithin bei Smartphones und etlichen anderen Geräten als Standard eingebürgert hat und in jedem Haushalt somit genügend dieser Dinger, auch in entsprechender Länge, herumliegen sollten. Obendrein sei angemerkt, dass Sony überhaupt kein Kabel beilegt. Dieser Punkt geht also, trotz der Kürze, an Speedlink. Zum Laden benötigt der Controller übrigens knappe zwei Stunden, die angegebenen 8 Stunden Spielzeit erreichte er aber nicht, nach ca. sechs war bei Assassin’s Creed: Rogue Ende Gelände. Ein weiteres Feature, auf das ihr verzichten müsst, ist die SIXAXIS Funktion, andererseits habe ich diese in keinem Spiel genutzt, somit ist auch das verschmerzbar.

Fazit:

Der Speedlink Strike NX Wireless bietet für knappe 30 Euro (bei Amazon) einiges und ist sogar eine Alternative für ein gebrauchtes Originalpad, das bei GameStop immerhin noch mit 35 Euro zu Buche schlägt. Die Verarbeitung ist gut und vor allem viel ergonomischer als der DualShock 3 und bietet so einen konstant festen Grip selbst bei heißen Gefechten mitsamt schwitzigen Zockerhänden. Auch wenn die beworbene Lebensdauer des Akkus von acht Stunden nur zu 75% erreicht wird, ist das immer noch genügend. Im Vergleich zum Originalpad wurden einige Designentscheidungen gemacht, die sich eher am DualShock 4 orientieren, was ein weiterer Bonuspunkt ist. Das zu kurz geratene Ladekabel ist bedauerlich, aber immerhin ein Vorteil gegenüber dem non-existenten bei Sonys Controller und die Wahl eines Mikro-USB-Ports anstatt des Mini-USB merzt auch diesen Malus aus. Dass die SIXAXIS Funktion weggelassen wurde, fällt eigentlich gar nicht auf, denn die war für mich immer nur ein Gimmick. Dass sich die PS3 mit dem Pad hingegen nicht einschalten lässt finde ich sehr schade.

Alles in allem ist Speedlinks Strike NX Wireless eine gute Alternative zum DualShock 3 und vor allem der Preisaspekt macht die angeführten Mängel großteils wett. Solltet ihr also, so wie ich, aufgrund von Dark Souls/FIFA/CoD-Frust bereits eines oder mehrere Gamepads gegen die Wand gepfeffert haben oder einfach einen weiteren Controller benötigen, ist der Griff zu dieser preiswerten Third Party Peripherie eine Überlegung wert.

Wertung: 8.5 Pixel

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