The Legend of Zelda: Breath of the Wild – Nintendo Switch 2 Edition im Test
Vor dem Ocarina of Time-Remake testen wir die The Legend of Zelda: Breath of the Wild – Nintendo Switch 2 Edition. Was kann sie?
Zur The Legend of Zelda: Breath of the Wild – Nintendo Switch 2 Edition
Schon die offizielle Website des Spiels sagt es ganz ausdrücklich: The Legend of Zelda: Breath of the Wild – Nintendo Switch 2 Edition ist inhaltlich das gleiche Abenteuer wie 2017, aber technisch deutlich aufpoliert. Genau so fühlt es sich auch an: Als Neuling in Hyrule hatte ich absolut nicht das Gefühl, ein Spiel zu spielen, das mittlerweile neun Jahre auf dem Buckel hat. Die Grundlage bleibt unverändert: Link wacht nach 100 Jahren ohne Erinnerungen auf, Hyrule liegt in Trümmern, und ihr werdet ohne große Anleitung in eine offene Welt geworfen, in der ihr euch buchstäblich verlaufen könnt. Das Spiel gilt seit Release als eines der besten Action-Adventures überhaupt, Fans und Presse gleichermaßen feiern es bis heute als Meilenstein des Open-World-Designs.
Und ich Banause? Ich habe es damals auf der Wii U angespielt, für etwa zwei bis drei Stunden, und dann liegengelassen. Ich weiß nicht, warum mich der Titel damals nicht fesselte, aber bis heute war das Spiel ein blinder Fleck in meiner Gaming-Historie. Bis heute, und dank Nintendo durfte ich das nun ändern. Nun habe ich mich über 40 Stunden in das Abenteuer begeben, und kann euch umfassend davon berichten, wie es um The Legend of Zelda: Breath of the Wild – Nintendo Switch 2 Edition steht. Mein erster Eindruck? Für jemanden, der weder alle Zelda-Teile kennt noch jeden Speedrun auf YouTube verfolgt, ist BotW ein ziemlich mutiger Einstieg: Statt euch an die Hand zu nehmen, vertraut das Spiel darauf, dass ihr ausprobiert, scheitert und daraus lernt.
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Über die Switch 2 Edition
Die Nintendo Switch 2 Edition ist in Wahrheit ein technisches Upgrade des Originals, das exklusiv auf der Switch 2 läuft. Hier habe ich bereits darüber berichtet, wie weit der Titel seit der Wii U-Konsole gekommen ist. Nintendo verspricht und hält eine höhere Auflösung, bessere Performance, HDR-Unterstützung und die Anbindung an Zelda Notes, einen spielspezifischen Service innerhalb der Nintendo-Switch-App auf dem Smartphone. Diese Edition ist nur auf der Switch 2 spielbar, das ist klar. Steckt ihr die physische oder digitale Karte in eine alte Switch-Konsole, läuft schlicht die ursprüngliche Version ohne die neuen Features. Wer Breath of the Wild bereits besitzt, kann per kostenpflichtigem Upgrade-Pack auf die Switch‑2‑Edition wechseln. Besonderer Bonuspunkt: Besitzt ihr ein Nintendo-Switch-Online-Abo mit Erweiterungspass, bekommt ihr das Upgrade ganz ohne Zusatzkosten.
Schon die ersten Schritte aus der Höhle der Auferstehung zeigen, was die neue Hardware leistet: Gras, Bäume und entfernte Bergketten wirken deutlich schärfer, und selbst am Horizont bleibt das Bild stabil, statt in eine flimmernde Pixelwolke zu zerfallen. Im TV-Modus wird die Switch‑2‑Edition mit bis zu 4K-Auflösung ausgegeben, während im Handheld-Modus nun 1080p geboten wird, ein spürbarer Sprung gegenüber 1080p/720p der ursprünglichen Version. Als Neuling hatte ich keinen Nostalgie-Faktor, der mir die Optik schönredet, ich sehe schlicht ein modernes, sauberes Bild, das sich mit aktuellen Titeln auf anderen Plattformen messen kann. Die Weitsicht, die HDR-Optik, all das wirkt richtig schön und die Welt wirkt nicht verwaschen, sondern mehr wie ein bewusst stilisierter Anime-Look, der auch im heurigen Jahr 2026 nicht altbacken wirkt, sondern charmant zeitlos.
Motivierend bis in die Haarspitzen
Der größte Unterschied zur Originalversion ist die Bildrate: Statt 30 Bildern pro Sekunde mit gelegentlichen Einbrüchen läuft The Legend of Zelda: Breath of the Wild – Nintendo Switch 2 konstant mit 60 fps, selbst in Problemzonen wie dem Korok-Wald oder in dichten Gefechten. Gerade, wenn ihr die ursprünglichen Versionen nicht kennt, ist das extrem komfortabel. Die Lernkurve des Kampfsystems ist einfach deutlich angenehmer, wenn Ausweichrollen und Paraden nicht durch zähe Framerate-Einbrüche unnötig schwierig werden. So sprintet, klettert und gleitet ihr problemlos durch die Welt, Schnellreisen und Reiten funktionieren absolut problemlos, auch in hektischen Situationen gibt sich die Konsole keine Blöße.
Vorausgesetzt, ihr habt einen HDR-fähigen Fernseher, holt The Legend of Zelda: Breath of the Wild – Nintendo Switch 2 Edition deutlich mehr aus der Farbpalette: Sonnenaufgänge, Gewitter und die magischen Lichtstimmungen in den Tag/Nacht-Zyklen profitieren sichtbar vom höheren Kontrastumfang. So erlebt ihr viele Szenen fast wie eine Naturdokumentation, von goldenem Abendlicht bis zu bedrohlich violetten Effekten, wenn das Böse wieder mal stärker wird (hey, roter Vollmond). Der absolute Fokus des Spiels ist jedenfalls das Erforschen der Welt, da ihr ja in kompletter Amnesie beginnt und erst Schritt für Schritt alles selber kennenlernt, wie auch euer ikonischer Held namens Link.
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Erkundung in Breath of the Wild
Dementsprechend liegt das Hauptaugenmerk der The Legend of Zelda: Breath of the Wild – Nintendo Switch 2 Edition auf dem Erkunden eurer Umgebung. Hier bietet euch das Game ganz wie in Assassin’s Creed-Titeln Türme, die ihr erklimmen könnt, und ganz oben bekommt ihr als Belohnung einen Teil der Weltkarte freigeschaltet. Mein eigener Spieldurchgang war also davon geprägt, zuerst mit dem Fernglas die großen Türme auf der Map zu markieren, mich dann dorthin durchzuschlagen und dann die Karte vor dem „richtigen“ Spielen so weit wie möglich aufzudecken. Hier fällt die unglaubliche Vertikalität des Games auf, denn so viel klettern, gleiten und fallen musste ich schon lange nicht mehr, selbst bei aktuellen Spielen.
Die Weitsicht im Spiel ist immens, und dazu kommen auch noch Dinge wie die Temperatur, Fallschaden, eure Ausdauer, die eure Fähigkeit beim Klettern, Gleiten, Schwimmen und Sprinten begrenzt. Grundsätzlich gilt: Was ihr auch seht, könnt ihr erreichen, und dank dem Map-Feature, mit dem ihr auf der Karte interessante Orte markieren könnt, gehört das Aufdecken der Karte in The Legend of Zelda: Breath of the Wild – Nintendo Switch 2 Edition mitunter zu den entspannendsten und gleichzeitig zeitintensivsten Tätigkeiten, die ihr in diesem Open World-Game machen könnt. Wichtig hierbei ist, dass es keine Erfahrungspunkte oder Stufenaufstiege gibt, ihr könnt euch auf Wunsch auch bei Gegnern vorbeischleichen oder einfach flüchten.
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Stärker werden dank Schreinen
Es gibt einen ganzen Haufen Schreine, die in Wahrheit kleine Mini-Levels mit Denk-Herausforderungen sind. Mal müsst ihr euch einem Gegner stellen, mal gilt es, ein Wasserrätsel zu lösen, ein anderes Mal dürft ihr mit Magnetismus und Bomben experimentieren, und auch Eis und Bogenherausforderungen gibt es zu absolvieren. Jeder Schrein belohnt euch nach dem Ende, und vier dieser Zeichen der Bewährungen könnt ihr dann bei Gottheits-Statuen entweder gegen einen zusätzlichen Herzcontainer oder ein Mehr an Ausdauer eintauschen. So gibt es auch den Anreiz, möglichst viele dieser Schreine zu finden und zu absolvieren, um im Umkehrschluss mächtiger zu werden. Nichts ist so schön, wie mit einem starken Link durch die Lande zu ziehen.
Damit das Ganze auch möglichst flüssig und rund abläuft, nutzt die The Legend of Zelda: Breath of the Wild – Nintendo Switch 2 Edition die Hardware-Power voll aus. Das Game baut aufgrund seiner unglaublichen Vielfalt und seiner Größe stark auf Schnellreise, häufige Tode und Experimente, entsprechend oft seht ihr Ladebildschirme. Auf der Switch 2 sind die Ladezeiten angenehm kurz, sowohl Schnellreisen, das Laden eines Spielstands als auch das Betreten von Schreinen gehen binnen Sekunden vonstatten. So wird euer Flow so gut wie nie unterbrochen, selbst, wenn sich ein hartnäckiger Zwischenboss (der erste Titan hat mich vor mehr Probleme gestellt, als ich zugeben möchte) als äußerst resilient erweisen sollte.
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Zelda Notes: Handy als zweiter Bildschirm
Bist du’s, alte Wii U-Konsole? Das wohl auffälligste Exklusiv-Feature der The Legend of Zelda: Breath of the Wild – Nintendo Switch 2 Edition ist Zelda Notes, ein Service innerhalb der Nintendo Switch-App, der euer Smartphone im Grunde zur Second-Screen-Erweiterung macht. Ihr könnt etwa eine Kartenansicht nutzen, Ziele markieren und euch per Sprachnavigation durch Hyrule lotsen lassen, inklusive Hinweise zur Entfernung oder zur Höhenlage eines Zielortes. So wirkt das optionale Feature wie eine Mischung aus GPS und Spieleberater: Statt im Internet nach Guides zu suchen, lasse ich mir von der App sagen, wo ich hin muss. Dazu kommen Audio-Erinnerungen, neue synchronisierte Dialogschnipsel von Zelda und anderen Charakteren. Übrigens: Hier ist unser Test aus dem Jahr 2017!
Sie werden an bestimmten Orten ausgelöst und liefern Hintergrundinformationen, die es im Original so nicht gab. Diese Audio-Erinnerungen sind für Einsteiger wie mich Gold wert: Sie binden euch emotional stärker an Figuren, die sonst hauptsächlich über Textboxen oder wenige Zwischensequenzen präsentiert werden. Statt Hyrule als reine Sandbox zu erleben, bekommt ihr zusätzlichen Kontext an allen Ecken und Enden: Kleine Geschichten, Anekdoten, Kommentare, die die Welt insgesamt lebendiger machen. Dazu bietet Zelda Notes tägliche Boni, etwa Items und Mahlzeiten mit speziellen Effekten sowie sehr begehrte Belohnungen wie das komplette Reparaturen eurer Ausrüstung. Da die Haltbarkeit von Waffen und Schilden leider sehr begrenzt ist, rotiert ihr hier immer wieder durch.
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Die Technik des Spiels
Grundsätzlich kann ich The Legend of Zelda: Breath of the Wild – Nintendo Switch 2 Edition fast nur loben. Selbst, wenn das ursprüngliche Game schon mittlerweile neun Jahre alt ist, man merkt es an keiner Stelle. Die Optik ist dank der weitläufigen und richtig schön gestalteten Ebenen teilweise umwerfend, nur manche Gefilde wie bergiges Gelände oder Wüstensektionen sind nicht ganz mit der selben Liebe zum Detail gefertigt wie die Hauptrouten. Es muss aber in einer offenen Welt auch solche Orte geben, daher soll das keine Kritik sein. Die Effekte passen perfekt zum gewählten Stil, die Animationen sind butterweich, und ihr seht so weit, dass die Spielwelt fast schon mit Games wie Xenoblade Chronicles und Konsorten konkurrieren kann. Es gibt mehr als genug Abwechslung in der Welt, ihr müsst nur auf Erkundungstour gehen.
Bei der Soundabteilung ist das Spiel eher zurückhaltend, es gibt natürlich verschiedene Tunes je nach Umgebung und da und dort auch eine Sprachausgabe. In wichtigen Sequenzen wie etwa mit den vier anderen Recken hört ihr die deutsche Vertonung, aber zum allergrößten Teil habt ihr mit Textboxen zu tun. Das ist aber in Ordnung, und die Soundeffekte tragen das Spielgefühl sehr gut alleine. Wie gesagt, The Legend of Zelda: Breath of the Wild – Nintendo Switch 2 Edition ist auch ein entspannendes Erlebnis, in das man nach einem langen Arbeitstag eintauchen kann. Weniger entspannend wird es in den teils sehr fordernden Kämpfen, gerade rund um die Titanen und wenn ihr euch in unbekannte Gefilde vorwagt, kann euch die freie Kamera ab und zu mal einen Strich durch die Rechnung machen. Alles andere funktioniert einwandfrei!
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Nach wie vor die beste offene Welt
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich mir von The Legend of Zelda: Breath of the Wild – Nintendo Switch 2 Edition (übrigens die definitive Edition für alle, die das Game noch gar nicht kennen sollten) erwartet hatte. Dass es aber so ein erkundungslastiges Spiel ist, hatte ich ebenso wenig auf dem Schirm, wie mich die verschiedenen Umgebungen und so manche Gegner fordern würden. Auf jeden Fall bietet euch das Game enorm viel Inhalt, egal, was ihr gerne hättet: Es gibt massig viele Gegnertypen, Unmengen an Gefilden zu erkunden, aber auch die Hauptstory hält euch lange bei der Stange. All dies wird wunderschön präsentiert, und wenn ihr das Spiel immer wieder in kurzen oder langen Sessions genießt, entfaltet sich dessen gesamte Stärke und auch das Suchtpotential. Euch muss halt das Erkunden und Erforschen liegen, dann habt ihr hier die größte Freude, ohne dass es eintönig wie in No Man’s Sky wird.
Gibt es Kritikpunkte? Wenn euch Schwierigkeitsspitzen stören oder die völlige Freiheit, nach dem Tutorial alles erkunden zu können, zu wenig geführt ist, dann gilt das definitiv. Dass die Schreine eher kleine Häppchen sind anstatt ordentliche Projekte wie in anderen Zelda-Games, mag Puristen nerven, tut aber diesem Spiel in dieser Form keinen Abbruch. Schon alleine, dass der Titel aus dem Jahr 2017 nach seiner technischen Überholung auch 2026 noch unglaubliche Zugkraft besitzt, festigt seinen Ruf als Klassiker noch weiter. Daher überrascht es kaum, dass meine Wertung von The Legend of Zelda: Breath of the Wild – Nintendo Switch 2 Edition entsprechend ausfällt: Egal, ob ihr die Serie kennt oder nicht, dieses Game ist definitiv ein Höhepunkt der Nintendo-Spiele. Wenn ihr nur ein bisschen Natur, ausgedehnte Erkundungstouren schätzt und ein wenig Frustresistenz mitbringt, ist dieser Titel ein Pflichttermin!