SpongeBob: Burgerjagd Test (Arcade): Glänzender Auto-Runner

von Mandi 08.06.2020

In SpongeBob: Burgerjagd treibt der gelbe Schwamm auf Apple Arcade sein Unwesen. Lohnt sich der Download des Runners? Lest das Review!

Dieses Game ist auf Apple-Geräten nur dann spielbar, wenn ihr Mitglied bei Apple Arcade seid. Dazu müssen eure Geräte auf iOS 13 oder neuer aktualisiert sein. Dieser Dienst kostet euch 5 Euro im Monat (oder 50 Euro im Jahr) und bietet euch unlimitierten Zugriff auf über 100 Spiele. Apple Arcade-Titel werden durch eure Abo-Zahlungen und Apple selbst finanziert. Dadurch können es sich die EntwicklerInnen leisten, auf die unbeliebten Finanzierungsoptionen wie sich laufend wiederholende Werbeeinblendungen oder In-App-Käufe zu verzichten. Timer, die euren Spielspaß einschränken oder verzögern, gibt es nicht.

Über SpongeBob: Burgerjagd

Ergänzend zu Battle for Bikini Bottom gibt es auch etwas weniger Actionreiches! Alles beginnt wie so üblich in Bikini Bottom. Ihr verfolgt die Story ausgehend von SpongeBobs Zuhause, und die Ereignisse überschlagen sich. Die wertvolle Krabbenburger-Rezeptur wird vom fiesen Plankton gestohlen, und nebenbei werden alle Freunde des Schwamms entführt! Es gilt also, eure Freunde in diesem Side-Scroller zu befreien und nebenbei das Rezept zurückzuholen. SpongeBob: Burgerjagd ist ein Plattform-Runner der größten Güte, und ihr könnt euch in sechs Kapiteln der fröhlichen Hatz hingeben.

Ganze 108 Pfannenwender dürft ihr optional einsammeln, aber keine Sorge: Das Spiel lässt sich auch ohne Sammeldrang durchspielen. Wenn ihr einen oder mehrere eurer Freunde befreit habt, könnt ihr sie euch auf der Unterwasserreise begleiten lassen. Das hat nicht nur optische Vorteile: Patrick kann mit seinem Gewicht Steinmauern durchbrechen, wohingegen Mr. Krabs etwa ein Naturtalent dafür hat, verschlossene Tresoren zu öffnen und sie um ihr Geld zu erleichtern! So kommt ihr in bis dato verborgene Gebiete, in denen ihr noch mehr Münzen sammeln könnt…

Das Spielprinzip

Euer Hauptheld namens SpongeBob läuft grundsätzlich automatisch von links nach rechts, ähnlich wie in Super Mario Run. Allerdings könnt ihr durch Zurückwischen die Richtung ändern, und Wischen nach unten sorgt für Stehenbleiben (am Boden) oder eine Stampfattacke (in der Luft). So lässt sich das perfekte Timing für manche Passagen abwarten, es ist aber selten notwendig. Manchmal springt ihr auf Trampoline, die euch automatisch in eine Richtung katapultieren oder ihr rutscht auf Seilen entlang. Das ist aber noch nicht alles, was SpongeBob: Burgerjagd zu bieten hat.

In einigen Stages könnt ihr dann ganz à la Kirby durch Transformationshallen gehen. Heraus kommt ein SpongeBob in ganz eigenen Formen, etwa einer Harmonika oder einem Riesenschwamm, der einen gezielten Wasserstrahl abfeuern kann! (Dass sich SpongeBob: Burgerjagd grundsätzlich unter Wasser abspielt, sei hier geflissentlich übersehen.) Nicht nur dies, auch Bossgegner erwarten euch am Ende eines jeden Kapitels. Bevor ihr einen Level startet, dürft ihr euch – sofern freigeschaltet – einen Charakter mit auf die Reise nehmen, und das Game zeigt euch an, wer euch im jeweiligen Level weiterhelfen kann.

Die Technik des Spiels

Was schon bei der ersten Spielminute auffällt, ist, wie schön und scharf SpongeBob: Burgerjagd gelungen ist. Während andere Titel mit einer niedrigen Auflösung arbeiten, ist dieses Game knackscharf und läuft flüssig über den Screen. Wie es für so einen Runner üblich ist, heben sich nicht alle Hindernisse von den sicheren Umgebungen ab – aber weit nicht so fies wie etwa in Skelattack. Sowohl die Grafik-Effekte als auch die Animationen sind wirklich toll, technisch ist das Spiel wirklich bemerkenswert. Auch, wenn man mit SpongeBob an sich wenig anfangen kann, die Optik ist gelungen!

Was den Sound angeht, so muss dieser naturgemäß hinter der Optik zurückstehen. Ja, es sind die englischen Originalstimmen mit an Bord und das Geschehen wird auch mit knallig-schräger Hintergrundmusik untermalt. Die Soundeffekte wiederholen sich dann mit schöner Regelmäßigkeit, wo man dann auch schon mal leiser dreht. Was die Steuerung von SpongeBob: Burgerjagd angeht, auf einem Touchscreen wie etwa beim iPad Pro 2017 funktioniert sie einwandfrei. Spielt ihr aber auf einem Apple TV, müsst ihr mit der Fernbedienung vorlieb nehmen, noch unterstützt das Spiel keinen externen Controller. Schade!

Fazit zu SpongeBob: Burgerjagd: Macht Spaß

Falls es noch nicht klar gewesen sein sollte: SpongeBob: Burgerjagd richtet sich klar an die jüngere Generation von SpielerInnen. Dementsprechend ist der Schwierigkeitsgrad etwas niedriger gehalten, und Profi-ZockerInnen werden hier absolut nicht gefordert. Ja, manche Levels leben davon, dass ihr sie zwei- oder drei Mal spielt, um auch wirklich die letzten Münzen und Pfannenwender zu finden. Die Bossfights sind kurz und spannend, aber auch keine große Herausforderung. Wenn ihr das Game immer wieder mal zwischendurch spielen wollt, steht dem nichts im Wege!

Versucht ihr aber, das Game in einem Zug zu beenden, so ist das natürlich problemlos möglich. Hier zeigen sich dann aber die Schwächen des Titels: Die Musik und die Soundeffekte werden rasch nervig, und die Levels sind dann doch ein bisschen repetitiv. Das gilt zwar nicht für die tolle Optik und die sechs verschiedenen Umgebungen, sie sind gut gelungen. Letzten Endes ist dieser Ableger aber ein Side-Scroller im SpongeBob-Universum, nicht mehr und nicht weniger. Wenn euch das gefällt, greift ruhig zu! SpongeBob: Burgerjagd ist im Abonnement Apple Arcade (5 Euro im Monat oder 50 Euro im Jahr) enthalten.

Wertung: 8.0 Pixel

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