Spider-Man: Homecoming (Blu-ray) Review

von Bernhard Emig 09.01.2018

Aus großer Macht erwächst große Verantwortung – mal anders. Denn anstatt uns zum gefühlt siebten Mal den Tod Onkel Bens, und dessen berühmte letzte Worte, aufzutischen, erzählt Marvel in Spider-Man: Homecoming eine gänzlich andere Origin-Story. Nach seinem Debut in Captain America: Civil War kehrt der Netzschwinger in seiner bereits dritten Kino-Neuadaption zurück, und weiß darin durchaus zu gefallen. Wie sehr Tom Holland das Spidey-Kostüm zu Gesicht steht, lest ihr in meiner Review der Blu-ray-Version

Spider-Man: Homecoming

Produktinformationen

  • DarstellerInnen: Tom Holland, Michael Keaton, Robert Jr. Downey
  • RegisseurIn: Jon Watts
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Sony Pictures Home Entertainment, Marvel Studios
  • Erscheinungstermin: 23. November 2017
  • Spieldauer: 133 Minuten

Der Film kann in drei Varianten erworben werden. Die Standard-Edition bietet drei Sprachversionen: Deutsch, Englisch und Türkisch. Die 3D-Version ist für all jene interessant, die noch einen 3D-Fernseher ihr eigen nennen können, und die Steelbook-Edition richtet sich an SammlerInnen und MCU-Fans mit Sinn für edle Hüllen.

Extras auf Blu-ray

  • Mehr als eine Stunde Extramaterial über die FilmemacherInnen und Besetzung
  • 10 Gelöschte & Verlängerte Szenen
  • Outtakes
  • Der Spidey-Studienleitfaden: Pop-ups der Nebensächlichkeiten
  • Bisher ungesehene alternative Captain America PSAs
  • Nachwirkungen: Die Filmemacher überbrücken den Graben vom Kampf um New York
  • Ein wirres Netz: Spider-Mans Eingliederung ins Marvel Kino-Universum
  • Und vieles mehr!

Spider-Man auf Bewährung

Peter Parker ist 15 Jahre alt und bereits seit einem guten Jahr der Spider-Man. Dank des super-modernen Anzugs, den Peter von Iron Man Tony Stark erhalten hat, geht er bei jeder sich bietenden Gelegenheit seinem Teilzeit-„Praktikum“, der Verbrecherjagd nach. Dabei wird er von Tonys Boyguard Happy Hogan auf Schritt und Tritt überwacht. Erstmals erleben wir mit Tom Holland auch einen etwas tapsigen Spider-Man, bei dem nicht jeder Doppelsalto sitzt, und jeder Netzschuss ins Schwarzen trifft. Der Knirps muss erst mit seinen Superkräften vertraut werden, und mit dem prallen Gadget-Katalog, den Stark ihm zur Verfügung stellt.

Fazit zu Spider-Man: Homecoming

Das komplette Kino-Fazit zu Spider-Man: Homecoming findet ihr hier

Die neue, frische Perspektive von Regisseur Jon Watts hat der Marke Spider-Man gut getan. Und auch die Besetzung mit Tom Holland ist ein Volltreffer. Er vereint gekonnt den juvenil verschmitzten Charme eines Andrew Garfield mit dem unschuldig naiven Blick von Tobey Maguire. Dass auch die Action in Homecoming nicht zu kurz kommt, versteht sich bei einem Film im Marvel Cinematic Universe fast von selbst. Doch auch die ruhigen Szenen rund um den Charakter Peter Parker passen hervorragend zum Film, und nehmen den nötigen Schwung aus der bereits voll in Fahrt geratenen Haupt-Handlung des MCU. Mit über 2 Stunden Laufzeit hat der Film zwar seine Längen, das macht die charmante Handlung und die sehenswerte Action aber voll und ganz wieder wett. Wer nach 16 Filmen noch keine SuperheldInnen-Ermüdungserscheinungen hat, kann auch mit Spider-Man: Homecoming nicht wirklich viel falsch machen.