Zombieland: Doppelt hält besser Kinokritik – Zombieapokalyptisches Familienglück

von Matthias Tüchler 30.10.2019

Im Jahr 2009 lernten wir mit Zombieland eine der unterhaltsamsten Zombie-Apokalypsen des Genres kennen. Ganze zehn Jahre später haben wir einiges aufzuholen und besuchen Tennessee (Woody Harrelson), Columbus (Jesse Eisenberg), Wichita (Emma Stone) und Little Rock (Abigail Breslin) in Zombieland: Doppelt hält besser (orig. Zombieland: Double Tap) in ihrer Z-Land Villa – nichts geringerem als dem weißen Haus. Wird das Sequel von Venom Regisseur Ruben Fleischer und den Deadpool Autoren Rhett Reese und Paul Wernick dem Charme und Witz des Vorgängers gerecht?

Pünktlich zu Halloween, am 31. Oktober 2019, kommt Zombieland: Doppelt hält besser in die österreichischen Kinos. Wir haben uns den Streifen vorab angesehen und berichten euch von unseren Eindrücken.

Welcome to Z-Land

Willkommen zurück in Zombieland. Erneut begrüßt uns Columbus‘ Erzählerstimme und zeichnet uns ein Bild vom aktuellen Status des zombiegeplagten Amerikas. Zombies haben sich in verschiedene Spezies (dumme Homers, schlaue Hawkings und gefährliche Ninjas) entwickelt, Gemeinschaften haben sich gebildet und die bekannte Gang aus dem Prequel ist zu einer zusammengeschweißten Familie geworden, die nun nichts geringeres als das weiße Haus in Washington DC ihr Zuhause nennt.

Zombieland(c) Sony Pictures

Doch Familien sind nicht immer einfach und so kommt es, wie es kommen muss: Die gerade 18 Jahre alte Little Rock hört den Ruf der Teenager-Rebellion und macht sich auf die Suche nach Gleichgesinnten gleichaltrigen Menschen. Besorgt um die Sicherheit des jüngsten Familienmitglieds sind Vater-Ersatz Tennessee, Schwester Wichita und Columbus auf ihren Fersen. All das während Wichita und Columbus in einer klassischen bindungsphobischen Beziehungskrise stecken.

Zombieland(c) Sony Pictures

Regel Nr. 0 – Mehr ist immer besser?

Mehr Charaktere, mehr renommierte Darsteller, größere Ansammlungen von Überlebenden, gefährlichere Gegner und simpel und einfach mehr Zombies. Mit all dem kann Zombieland: Doppelt hält besser aufwarten. Doch macht es den Film auch besser? „Besser“ ist vielleicht das falsche Wort, aber Zombieland’s Sequel ist sicherlich ähnlich amüsant und sprüht vor Humor und tollen charmant überzeichneten Charakterdarstellungen.

Zombieland(c) Sony Pictures

Neben Woody Harrelson, Emma Stone und Jesse Eisenberg (die erneut unwiderstehlich sympathische Gruppendynamik entwickeln) bringen vor allem neue Rollen von Rosario Dawson, Thomas Middleditch und Luke Wilson frische Lacher nach Z-Land. Mehr wollen wir über ihre Rollen an dieser Stelle nicht verraten.

Zombieland(c) Sony Pictures

Doppelt hält tatsächlich besser

Ganz erreicht Zombieland: Doppelt hält besser den Charme des Vorgängers leider nicht. Es mag daran liegen, dass der humoristische Stil zum Zeitpunkt von Teil 1 neu und frisch war – inzwischen sind selbstironische Popkulturfilme ala Deadpool & Co. bekannt. Auch wirkten die ein oder andere Punchline bzw. neuen Rollen eine Spur zu überzeichnet, um noch als ironische Gesellschaftskritik durchzugehen, sondern wirken eher als wollte man unbedingt verschiedene Sehergruppen ansprechen.

Davon abgesehen allerdings, bietet Zombieland: Doppelt hält besser exakt was wir uns gewunschen hatten: More of the same. Mehr Z-Land.

Wertung: 7.5 Pixel

für Zombieland: Doppelt hält besser Kinokritik – Zombieapokalyptisches Familienglück von Matthias Tüchler

P.S.: „I ain’t afraid of no ghouls!“

Hinterlasse einen Kommentar

avatar
  Benachrichtigungen  
Benachrichtige mich zu: