Wegen Mass Effect Andromeda Animationen: Angestellte wird Sexismusopfer

von Max Hohenwarter 19.03.2017

Die Mass Effect Andromeda Animationen sehen sich derzeit heftigster Kritik ausgesetzt. Geschuldet ist das vornehmlich dem mimischen Ausdruckspotential der Charaktere, das weit hinter der Zeit hinterherhinken.

Mit dieser Feststellung könnte man es dann auch wieder bewenden lassen. Immerhin wird die Qualität dieser Spieleserie vornehmlich an der Geschichte, wie es diese erzählt wird und ob die Bindung an die Crew-Mitglieder funktioniert, gemessen. Doch die verhassten Internet-Trolle erheben auf ihre ungute Art Einspruch und überspannen den Bogen dabei gewaltig.

Verantwortliche für die Mass Effect Andromeda Animationen wird Opfer von Sexismus

Laut Kotaku gingen auf einen Bericht des Bloggers Ethan Ralph hin, der bereits 2014 fleißig an GamerGate mitwirkte, die Wogen hoch. Besagter Alt-Right Autor monierte in seinem Bericht, dass die hakeligen Mass Effect Andromeda Animationen auf das Konto einer Angestellten im EA Motion-Capture Lab in Vancouver gingen. Der Grund dafür ist, dass besagte Dame in ihrer Biografie und auf diversen Social Media Kanälen angibt, als Lead an Mass Effect Andromeda Animationen mitgewirkt zu haben.

Doch mit dieser schnöden Kritik gibt Ralph sich noch nicht zufrieden.Er stellt der Dame jedwede professionelle Erfahrung in Abrede. Zudem ist er sich natürlich auch nicht zu schade, das misogyne Killerargument, die Angestellte habe sich nur nach oben geschlafen, ins Feld zu führen. Außerdem stellt Ralph die Game-Designerin an den Social Media Pranger, indem er ihre sämtlichen Kontaktdaten öffentlich macht.

Sexuelle Belästigung via Twitter, E-Mail und Co.

Was für die arme Angestellte folgt sind massenhaft, teils sexistische Tweets und E-Mails wie diese hier:

Quelle: kotaku.com

Quelle: kotaku.com

Quelle: kotaku.com

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Ob und in wie weit die besagte Angestellte nun tatsächlich für die verbockten Mass Effect Andromeda Animationen verantwortlich ist, ist ohnehin fraglich. Die Angaben über ihre Rolle in der Entwicklung entfernte die Angestellte bereits weitgehend aus den Biografien ihrer Social Media Kanäle. Fakt ist jedenfalls, dass Beschimpfungen, wie die oben angeführten natürlich weit über das Ziel hinausschießen. Egal wie schlecht die Mimiken auch sein mögen: verdammt es ist ein Spiel!

Biowares General Manager Aaryn Flynn stellt sich aufgrund dieser unpassenden Anfeindungen gegen diese einzelne (mittlerweile scheinbar) ehemalige Angestellte auch schützend vor sie. Er twitterte gestern folgendes Statement-Bild

Ungustiöser Retorten Ralph

Ethan Ralph, der Chefredakteur und Herausgeber des Alt-Right-Blogs The Ralph Retort, ist kein unbeschriebenes Blatt. Er fiel wie erwähnt nicht nur zu Zeiten des #GamerGate-Skandals bereits mit hetzerischen Kommentaren auf. Dieser Schmierfink ist sich auch nicht zu schade, seine Leserschaft mit sonstigen fragwürdigen und offenkundig sexistischen Berichten zu versorgen.

So betrieb er kürzlich feinstes Fat-Shaming (nach seinem Twitter-Bild zu urteilen verfügt der Herr selber über eine gewisse Leibesfülle, aber das sei nur wegen der Gleichberechtigung erwähnt) gegen Stand-Up-Comedian Amy Shumer, weil die kurvige Komödiantin in ihrer Netflix Comedy Performance The Leather Special ein körperbetontes Leder-Top trug. Auch die feministische Hermine-Darstellerin Emma Watson wurde schon Opfer seiner Wut. Ihr unterstellte er aufgrund flapsiger Bemerkungen in einem Interview gar eine Vorliebe für Sodomie.

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Einer steht vorne und schreit und die anderen laufen wie die Lemminge hinterher… Immer wieder traurig zu sehen, wie viele andere niedermachen müssen, um sich selbst eine Wertigkeit zu geben! :'(

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