Tokyo Ghoul Vol. 3 (Blu-ray) im Test

von Stefan Hohenwarter 14.09.2015

Der Gourmet ist Geschichte, doch neue Gefahren lassen nicht lang auf sich warten. Was ich von Tokyo Ghoul Vol. 3 halte, erfahrt ihr in meinem Review.

TokyoGhoul3

Facts

Genre: Action, Horror, Action
Verlag: KAZÉ Anime (VIZ Media Switzerland)
Regisseur: Shuhei Morita
Release: 26. Juni 2015

Was bisher geschah …

In Volume 1 lernten wir den 18-jährigen Teenager Ken Kaneki kennen, dessen Leben von einer attraktiven jungen Dame eines Tages auf den Kopf gestellt wird. Nein, es ist nicht die erste große Liebe, die abrupt beendet wird, sondern ein viel traumatischeres Ereignis, das das Leben des Protagonisten komplett verändert. Kens Schwarm, eine sehr belesene junge Dame namens Liz, lässt sich eines Abends vom 18-jährigen nach Hause bringen. Doch als sie in einer dunklen Gasse stehen, passiert das Unvorhersehbare: Das Mädchen zeigt ihr wahres Ich. Sie ist eine Ghula, die es nur auf das saftige Menschenfleisch ihres Dates abgesehen hat. Bevor sie jedoch ihr blutiges Werk vollenden kann, stürzen von einem Dach Stahlträger, die die Ghula unter sich begraben. Das ist der letzte Augenblick, den Ken noch mitbekommt, ehe er das Bewusstsein verliert. Zusammen mit der Ghula wird er in ein Krankenhaus gebracht. Mit Kens lebensbedrohlichen Verletzungen zählt jede Minute, und so entscheidet der leitende Arzt über seine Zukunft. Die einzige Chance, den Teenager zu retten, ist es, ihm Organe der Ghula zu implantieren. Ken überlebt die Operation, fristet nun aber als Hybrid, halb Mensch und halb Ghul, sein Dasein.

Während Ken in Volume 1 lernt, mit der neuen Situation zurechtzukommen, geht es in Volume 2 ordentlich zur Sache. Der Ghul Shuu Tsukiyama, der den Spitznamen „Der Gourmet“ trägt, hat nämlich ein Auge auf Ken. Der gefährliche Ghul hat allerdings kein Interesse, Ken als Freund zu gewinnen, sondern vielmehr, ihn zu verspeisen. Wer nun denkt, dass diese Perversität wohl kaum zu übertreffen ist, kann sich wohl nicht vorstellen, dass es ein Restaurant für einen erlesenen Ghul-Kreis gibt, in dem Gäste neue „Delikatessen“ kredenzen. In den heiligen Hallen dieses Gourmet-Tempels präsentiert Shuu das Objekt seiner Begierde den anwesenden Gästen: einen Ghul, der nach Mensch duftet. Ken kann die Situation noch gar nicht richtig deuten, als bereits ein gigantischer Schlächter, der Ken für die anwesenden Gäste in kleine Happen zerteilen soll, den Raum betritt. Es entbrennt ein Kampf auf Leben und Tod, als plötzlich Kens rotes Ghul-Auge zum Vorschein kommt. Shuu, der Ken als Hauptspeise vorgeführt hat, tötet den Schlächter mit nur einem Schlag. Es ist jedoch nicht Mitleid, das den Gourmet leitet, sondern vielmehr der Wunsch, den Mensch-Ghul-Hybrid ganz allein zu verschlingen. Zusammen mit seinen FreundInnen schafft es Ken jedoch, den Gourmet zu erledigen und erst einmal wieder in Sicherheit zu sein. Doch die Ruhe währt nicht lang …

Auftritt der Tauben

In Volume 3 bekommen es Ken und die anderen Ghule des 20. Bezirks mit Spezialermittlern, die den Codenamen Tauben erhalten haben, zu tun. Die Fahnder des CCG haben schon einige Ghule aus dem Verkehr gezogen. Um es mit den übermenschlichen Kräften der Ghule aufnehmen zu können, bedienen sich die Ermittler speziellen Waffen, die aus besiegten Feinden hergestellt werden. Gleich in der ersten Folge von Volume 3 lernen wir  Kureo Mado und seinen Partner, Kotaro Amon, kennen. Die beiden stellen eine alte Bekannte der Angestellten des Café Antiks. Die Ghula zögert nicht einen Augenblick und greift die Ermittler an, um ihrer Tochter, die ebenfalls eine Ghula ist, die Flucht zu ermöglichen. Toka kann nicht anders und beschließt, sich auf eigene Faust an den Tauben zu rächen.

Bild, Ton und Extras

Da sich an Bild und Ton im Vergleich zu den vorangegangenen Volumes nichts geändert hat, möchte ich nur auf die Extras eingehen. Ich vermisse weiterhin digitale Extras, doch dafür serviert KAZÉ allen KäuferInnen von Volume 3 erneut ein zwölfseitiges Booklet mit Infos, Artworks, Szenenbildern sowie einem Interview mit Regisseur Morita. Die Blu-ray selbst ist mit einem Wendecover mit zwei verschiedenen Motiven, eines mit und eines ohne FSK-Logo, ausgestattet.

Zusammenfassung

Die Anime-Umsetzung von Tokyo Ghoul basiert auf dem gleichnamigen Manga von Sui Ishida und erzählt die Geschichte von Ken Kaneki, der bereits zu Beginn durch den tödlichen Angriff einer Ghula sowie durch die Transplantation ihrer Organe zu einem Mensch-Ghul-Hybrid wird. In Volume 3 steht der Spezialermittler Kureo Mado im Mittelpunkt, der ein äußerst gutes Bauchgefühl hat und zudem blitzschnell in brenzligen Situationen reagiert. Wie auch schon in Volume 1 und 2 wird die Story flüssig erzählt, doch gibt es auch in diesem Storyabschnitt Abweichungen vom Manga, die mich allerdings nicht weiter stören.

Die Animation, die vom Studio Pierrot stammt, überzeugt genauso wie die Synchronisation. Die KäuferInnen von Tokyo Ghoul Vol. 3 dürfen sich auf die Fortsetzung der spannenden Geschichte rund um den Teenager Ken Kaneki freuen, die mit einem Wendecover mit zwei unterschiedlichen Motiven sowie mit einem zwölfseitigen Booklet daherkommt. Für Fans von Ken Kanaki führt auch am neuen Volume kein Weg vorbei. Übrigens: Volume 4 erscheint bereits Ende des Monats auf DVD und Blu-ray im Handel.

Wertung: 9 Pixel

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