Sodastream Duo im Praxistest

von Marianne Kräuter 08.12.2020

Seitdem der Sodastream Duo vor ein paar Wochen bei mir eintrudelte, wird Sodawasser nur noch frisch aufgesprudelt. Bequem von zuhause aus und nach Bedarf. Welchen Eindruck das neuste Sodastream-Modell auf mich gemacht hat, verrate euch in diesem Praxistest!

Erste Schritte

Auch wenn es mit der Anschaffung eines Sodastreams laut Werbeslogan mit dem elendigen Schleppen von Mineralwasserflaschen ein für alle mal vorbei sein soll, müssen beim Kauf zumindest noch einmal die Muskeln ran. Denn das Paket ist groß und schwer. Warum, zeigt sich beim Auspacken: Neben einer Kunststoff- und einer Glasflasche mit je ein Liter Fassungsvermögen befinden sich noch ein pinker CO2-Metallzylinder für bis zu 60 Liter Mineralwasser sowie der Sprudelwasserbereiter selbst im Karton. – Für einen detaillierten Überblick zur Packung und deren Inhalt verweise ich auf unser kürzliches Unboxing.

Die Inbetriebnahme ist denkbar einfach: Auf der Hinterseite wird der CO2-Zylinder eingehängt, vorne kommt die Flasche mit stillem Wasser rein. Schon ist der Sodastream Duo betriebsbereit und sprudelt auf Knopfdruck das Wasser auf. Eine mitgelieferte, äußerst übersichtliche Anleitung hilft beim Aufbau.

Kampf ums Territorium

Das Gerät aus dunkelgrauem Kunststoff wirkt schlicht und modern. In der Handhabung macht es einen robusten Eindruck. Mit einer Höhe von 44 cm, einer Breite von etwa 16 cm und 31 cm Tiefe braucht der Sodastream Duo schon ordentlich Platz in der Küche. Üblicherweise kämpfen auf der Arbeitsfläche durchschnittlicher Küchen Kaffeemaschine, Wasserkocher, Thermomix, Toaster und Co. bereits um den begrenzten Platz. Man sollte sich überlegen, ob da ein Sodastream noch dauerhaft dazwischen passt. Denn die Erfahrung zeigt: Wirklich benutzen wird man das Gerät nur, wenn es einen bedienungsfreundlichen Stammplatz erhält.

Pink ist das neue Grau

Wichtig für Besitzer vorheriger Sodastream-Modelle: Der Duo verwendet neue „Quick Connect“ CO2-Zylinder, die an ihrer pinken Farbe erkennbar sind. Während die alten Zylinder ein (auch einfach zu bedienendes) Schraubsystem verwenden, rasten die neuen pinken Kartuschen über die simple Betätigung eines Hebels in das Gerät ein. Alte Zylinder können nicht mit dem Sodastream Duo verwendet werden. Auch alte Flaschen sind mit dem neuen Modell nicht kompatibel.

Hat man einen Zylinder leergesprudelt, kann man diesen zu einer Tauschstation bringen und einen vollen mitnehmen. Aber wo finden sich diese Tauschstationen? Während die alten Zylinder bei fast jedem Lebensmittelgeschäft erhältlich sind, muss man zum Tausch der pinken Quick-Connect-Kartuschen noch etwas weitere Wege auf sich nehmen. Hier scheint Sodastream allerdings schnell nachzurüsten: Während wir vor gut drei Wochen, noch beinahe keine Tauschstelle in unserer Stadt finden konnten, gibt es die Zylinder nun bereits bei jedem größeren Supermarkt.

Darüber, warum dieses neue Zylindermodell eingeführt wurde, kann ich nur mutmaßen. Tatsache ist, dass es für die Schraubvariante bereits Tauschzylinder von Drittherstellern gibt, die günstiger sind, als die offiziellen. Ist da vielleicht ein Patent ausgelaufen und Sodastream möchte sich mit den neuen Zylindern wieder ein Monopol verschaffen?

sodastream quick connect zylinder

Simples Sprudelvergnügen

Kapitalismuskritische Fragen beiseite: Wie stellt sich der Sodastream Duo eigentlich im alltäglichen Einsatz an? – Nun, er macht genau das, was er soll. Das Modell ist kinderleicht zu bedienen und liefert in Sekundenschnelle frisches Sprudelwasser, wann immer man es möchte. Die Kunststoffflasche ist ideal für unterwegs, zuhause benutze ich dann doch eher die Glasflasche.

Ob dieser Komfort den Preis des Sodastreams rechtfertigt, muss jedeR selbst entscheiden. Ich bezweifle, dass ein Sodastream tatsächlich günstiger ist, als das No-Name-Mineralwasser vom Discounter. Allerdings ersparen sich Viel-Soda-Trinker damit tatsächlich einiges an Schlepperei und die eingesparten Plastikflaschen beruhigen das Öko-Gewissen. Wer bereits einen Sodastream besitzt, hat wenig Gründe, auf den Duo umzusteigen (zumindest, solange die alten CO2-Zylinder unterstützt werden). Wer jedoch noch keinen besitzt und mit dieser Anschaffung liebäugelt, ist mit dem neuen Modell ebenso so gut beraten, wie mit den bisherigen. Ich würde nur vor dem Kauf ein Auge darauf haben, wie viele Zylindertauschstationen sich in der Umgebung befinden.

Bei mir jedenfalls wird der Sodastream Duo auch nach der Testphase weiterhin in Verwendung bleiben.

sodastream duo flascheneinsatz

Germany first, Austria förster

Zu guter Letzt noch ein wichtiger Hinweis für unsere LeserInnen aus Deutschland: Mit dem Sodastream Duo ist eine Premiere in meiner Test-Karriere aufgetreten! Das Produkt ist bereits in Österreich erhältlich, jedoch noch nicht in Deutschland. Laut Sodastream soll das neue Modell kommendes Jahr dann auch bei unseren westlichen Nachbarn erhältlich sein. Zwar kann man sich auch in Deutschland den Duo liefern lassen, hat allerdings aktuell keine Möglichkeit, die neuen CO2-Zylinder zu tauschen.

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