Smartphone ZTE Blade A310 im Test

von Mandi 24.08.2016

Das Einsteiger-Smartphone ZTE Blade A310 ist bei Libro günstig erhältlich. Was euch mit dem Gerät erwartet, kann ich euch nach dem Test sagen. Lest mehr hier im Review!

Quelle: ztemobile.de

Quelle: ztemobile.de

Etwas eigenartig ist das schon: Das ZTE-Smartphone ist zwar bei Libro im Online-Shop erhältlich, aber um 129 Euro statt 99, wie angekündigt. Darüber hinaus gibt es keine österreichische Website von ZTE (abgesehen von dieser Facebook-Seite). Damit nicht genug, auch auf der deutschen Webpräsenz ist kein Vermerk zum ZTE Blade A310 zu finden! Spannend, oder? Ohne einen Verweis zu einer Produktseite geht es nun ans Werk.

Look and Feel

Gleich beim ersten Berühren fällt auf, dass das Gerät im Grunde aus zwei Dingen besteht. Teil Numero eins ist das Display, welches oben und unten einen Rand besitzt. Oben seht ihr den Lautsprecher, eine Front-Kamera und einen Näherungssensor. Unten habt ihr eine Leiste mit drei Touchflächen für Zurück, Home und Multitasking.

Der zweite Part ist die Kunststoffhülle, die sich mit Fingernageleinsatz gut entfernen lässt. Sie hält zwar gut, aber mit der richtigen Technik könnt ihr in Sekundenschnelle zum Akku und zu den nano-SIM-Karten gelangen. Auch der microSD-Kartenschacht, sofern ihr eine solche einsetzen wollt, versteckt sich dahinter.

Abgerundete Kanten oder ein absolut klasses Display dürft ihr nicht erwarten, leicht kantig und schlicht liegt das ZTE Blade A310 in eurer Hand. Auf der Oberkante findet ihr die 3,5 mm-Buchse, an der Unterkante befinden sich Mikrofon und der Micro-USB-Connector. Rechts wurde die Lautstärkeregelung und der Standbyknopf verbaut, und hinten prangt mittig die Kamera und ein Blitz. Das ist es.

Quelle: mobitabspecs.com

Quelle: mobitabspecs.com

Die technischen Daten

Euch fällt zuallererst das Gehäuse des Geräts auf. Das ZTE Blade A310 ähnelt einem Samsung Galaxy S3, was an sich keine schlechte Sache ist. Das 5 Zoll große Display (854 x 480 Pixel Auflösung) wird von einem Zweikernprozessor (1,3 GHz) befeuert. Diesem steht 1 GB Arbeitsspeicher zur Seite, um Android 6.0 zum Leben zu erwecken.

Der interne Speicher von 8 GB kann von euch via microSD-Karte um bis zu 32 GB erweitert werden. Die beiden Kameras haben acht und zwei Megapixel Auflösung zu bieten (Rückseite und Front). Ihr könnt ebenso zwei nano-SIM-Karten gleichzeitig in das Gerät einpassen, und der Akku fasst 2200 mAh.

Ebenfalls mit von der Partie ist Bluetooth 4.0 nebst LTE und WLAN. Das ZTE Blade A310 wird mit einem Quasi-Standard Micro-USB-Connector geladen. Falls ihr also bereits ein solches Kabel euer Eigen nennt, besitzt ihr schon ein Ersatzkabel. Die Abmessungen des Geräts sind übrigens 7,2 x 14,3 x 0,9 cm (B x H x T), rank und schlank ist das Smartphone.

In der Praxis

Das Hochfahren des Smartphones dauert schon eine kleine Weile. Nach dem Start habt ihr die Ersteinrichtung vor euch: WLAN, Google-Konto, Privatsphäreanpassungen und mehr. Danach werdet ihr aber ohne Umschweife auf den Homescreen geworfen und gefragt, ob ihr lieber den Familienmodus oder den normalen Screen MiFavor Desktop sehen wollt.

Der Familienmodus ist ein simpler Skin, der gerade den Fehlsichtigen und Älteren unter uns gefallen kann. Ganze acht Kacheln stehen pro Seite zur Verfügung, wie etwa eine Anruf-Kachel, eine Telefon-Kachel oder eigene Flächen für Kontakte. Tippt ihr aber beispielsweise auf Gmail, präsentiert sich euch die normale App ohne Zoom oder sonstwas.

Das Display hat auf dem Datenblatt eine verdächtig geringe Auflösung, das ist aber nicht allzu schlimm. Die verringerte Grafiklast sorgt im Gegenzug für eine längere Akkulaufzeit, was begrüßenswert ist. Dafür nimmt das Display des ZTE Blade A310 nicht jeden Tap an, oft tippt ihr mehrmals auf die gleiche Stelle. Ob dies nun ein Displayproblem ist, ein überlasteter Prozessor oder etwas Anderes, sei dahingestellt.

ZTE Blade A310 Familienmodus

Kein Muskelpaket

Leider Gottes spielt das Display auch farbtechnisch verrückt: Kaum kippt oder neigt ihr es auch nur leicht, ist die Farbwiedergabe dahin. Spiele und grafikintensive Apps machen mit dem ZTE Blade A310 daher nur bedingt Spaß. Games wie Flick Kick 17, Run Sackboy Run oder Christiano Ronaldo Kick’n’Run erfordern rasche Eingaben von euch. Leider ist hier bei diesen Games Ruckeln an der Tagesordnung – und auch die normale Tastatur leidet manchmal unter temporärer Vergesslichkeit.

Wenn ihr aber geduldig seid, weniger schnell tippt und kaum Spiele spielt, wird euch dieser Fauxpas nicht auffallen. Geübtere NutzerInnen werden sich aber schnell über diesen Umstand aufregen. Generell merkt man, dass der Zweikernprozessor mit 1,3 GHz Taktung ein wenig schwächlich auf der Brust ist – auch bei Normalnutzung.

Im Test war es so, dass etwa Updates aus dem Play Store geladen und installiert wurden. Gleichzeitig, man möge mir verzeihen, versuchte ich, eine App zu starten. Die Ladezeit stieg aber derart stark an, dass es schon auffällig wurde. Kaum waren die Hintergrunddienste erledigt, sank auch die Ladezeit auf ein Normalmaß. Das darf nicht sein, da müssten die inaktiven Applikationen doch eingeschränkt werden.

Stärken und Schwächen

Für den Preis macht das ZTE Blade A310 einige Dinge richtig. Das Gerät fühlt sich gut an, ihr könnt zwei nano-SIM-Karten zur gleichen Zeit einstecken und die Akkulaufzeit ist in Ordnung. Einen Tag kommt ihr auf jeden Fall aus, es sei denn, ihr spielt überdurchschnittlich viel. Das ist aber bei jedem Smartphone so, es zählt also nicht in die Wertung.

Die Kamera selbst ist so ein Fall, wo man nur sagen kann: Vorhanden. Gute Schnappschüsse habe ich selbst mit kontrollierter Beleuchtung kaum zustande gebracht. In schlechten Lichtverhältnissen ist die Körnung wie erwartet hoch, doch auch bei eigentlich gutem Licht ist immer ein Grundrauschen vorhanden. Die acht Megapixel können so ihre Qualität kaum ausspielen.

Wenn ihr ein Video aufnehmt, kann es der Google Video Player nicht abspielen. Sehr interessant eigentlich! Die Lautsprecher geben bei Mittel- und Tieftönen schnell w.o., hohe Töne hingegen können die Speaker gut weitergeben. Der vorinstallierte Avast-Virenschutz ist auch nerviger, als er bringt, vor allem versucht er pausenlos, euch Überprüfungen oder weitere Apps aufs Auge zu drücken.

Quelle: mobitabspecs.com

Quelle: mobitabspecs.com

Das ZTE Blade A310: Günstige Alternative

Wenn ihr euch für ein ZTE Blade A310 entscheidet, müsst ihr vor allem viel Geduld mitbringen. Es ist mehr ein Dauerläufer denn ein Sprinter, und das merkt ihr bei jeder Interaktion. Beginnen tut der Spaß schon damit, wenn ihr den PIN drei Mal falsch eingebt, weil eine Eingabe nicht verarbeitet wurde. Hier wurde klar am falschen Ende gespart.

Gut ist allerdings, dass Android 6.0.1 kaum verändert wurde. Bis auf den optionalen Familienmodus-Bildschirm, der für Ältere und Fehlsichtige ideal ist, findet ihr kaum Zusätze von ZTE. Dafür sind andere Apps vorinstalliert: AccuWeather, Avast Mobile Security, Clean Master, ZTE-Service, 1-Tap-Boost und SwiftKey zählen dazu. SwiftKey ist übrigens standardmäßig aktiv, was EinsteigerInnen definitiv verwirren wird. Jeder Tipp auf die Leertaste scheint eure Eingaben zu verändern … das ist nicht praktisch.

Das ZTE Blade A310 wurde für 99,99 Euro vorgestellt und ist nun um 129,99 erhältlich. Als Smartphone für EinsteigerInnen wird es positioniert, und es ist nicht mehr oder weniger genau das geworden. Wenn ihr den Familien-Modus benötigt oder ein Budget-Smartphone sucht, ist das ZTE Blade A310 einen Blick wert. Steht ihr allerdings auf Performance, viel internen Speicher oder ein gutes Display, werdet ihr anderswo fündig.

Wertung: 7 Pixel

für Smartphone ZTE Blade A310 im Test
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Ralf Hörhager

Hallo mein name ist Ralf und ich hoffe das ich das ZTE Blade gewinne weil ich mir schon lange ein neues Handy wünsche.

Birgit Bruckner

Ein leistbares Smartphone, das ohne Markenschnickschnack überzeugt

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