Come Closer: INA KENT rückt Taschen aus Hair-On in den Fokus
Zum Anfassen schön: Das Wiener Taschenlabel INA KENT rückt diesen Herbst mit Taschen aus Kuhfell ein Material in den Fokus, das es in der Mode lange schwerer hatte als die markanten Animal Prints von Leopard, Zebra & Co. Doch nun ist Hair-On als einer der prägendsten Materialtrends zurück und überzeugt nicht nur mit natürlicher Zeichnung, sondern auch mit einer Oberfläche, deren ungewohnte Haptik zu Berührung verführt.
Oberflächlich betrachtet
Vielleicht passt Kuhfell gerade so gut in diese Zeit, weil vieles visuell glatt, flach und über Screens vermittelt wird. Hair-On setzt dem nicht bloß ein anderes Bild entgegen, sondern eine natürliche Oberfläche, die sich verändert und irgendwo zwischen fremd und vertraut zu verorten ist: Das Fell legt sich mit der Bewegung, fängt das Licht je nach Blickwinkel anders ein und gibt den klaren Silhouetten der Taschen eine neue Tiefe. So wird aus einem visuellen Akzent etwas Unmittelbares – man möchte näher heran und wissen, wie es sich anfühlt.
Tricolore: Jedes Stück ein Unikat
Bei den neuen INA KENT Hair-On-Varianten von MOONLIT ed.1 (hier geht’s zu unserem Test), ORNAMENT ed.2, X.LOMI ed.2 und IVIET ed.3. steht das Material selbst im Mittelpunkt. Die Zeichnung wird nicht als Animal Print aufgebracht, sondern ist Teil des Rindsfells und bleibt bei der Verarbeitung erhalten. Bei den Tricolore-Modellen variieren Farbe, Form und Verteilung von Fell zu Fell – daher gleicht kein Exemplar dem anderen.
Aus sicherer Entfernung …
Nähe ist nicht nur eine Frage räumlicher Distanz, sondern auch eine der Oberfläche. Manche Dinge lassen sich betrachten, andere möchte man berühren. Die neue Kampagne von INA KENT bewegt sich in diesem Dazwischen: zwischen Blick und Berührung, Intimität und Unbestimmtheit. Wie nah sich die Menschen auf den Bildern tatsächlich sind, bleibt offen. Bei Hair-On ist der Impuls eindeutiger: näherkommen, anfassen!