Bohemian Rhapsody Kinokritik: Epische Poesie

von Matthias Tüchler 25.10.2018

Killer Queen, Don’t stop me now, Another one bites the dust, I want to break free, We will rock you, We are the champions und wir könnten noch lange so weiter machen. Dass Queen eine der größten Bands aller Zeiten war, ist unbestritten. Bohemian Rhapsody erzählt vom Aufstieg der Band und spezifisch von der vielleicht legendärsten Persönlichkeit, die die Musikgeschichte je gesehen hat: Freddie Mercury, gespielt von Rami Malek unter der Regie von Bryan Singer. Bohemian Rhapsody kommt am 31. Oktober in die heimischen Kinos.

Fearless lives forever

Es hat einen Grund, warum man fast jeden Menschen auf Queen ansprechen kann und sofort einen Lieblingssong genannt bekommt. Es hat auch einen Grund, dass diese Menschen eine starke emotionale Verbindung mit den berühmten Songs der britischen Rock-Band haben.

„We play for the people at the back of the room. The ones who don’t belong. We are like them. We belong to them.“

Man identifiziert sich mit der Menschlichkeit und der Verletzlichkeit, die Mercury aus erster Hand kennt und in seiner Musik besingt.

Bohemian Rhapsody

Bohemian Rhapsody zeichnet Freddie Mercury als den Ausnahme-Künstler, der er sicherlich war. In Bryan Singers Verfilmung ist Mercury nachdenklich und außergewöhnlich, weil er seine Angst Außenseiter zu sein mit dem Mut anders zu sein überwindet. Die Zeit zwischen den Auftritten und der Musik ist es, in der die Tragödie seines Lebens stattfindet.

„I’m a performer“, sagt Mercury immer wieder von sich selbst.

Somebody to love

Er war berühmt, geliebt und reich. Dennoch spürte er eine Leere in seinem Leben. Während die anderen Bandmitglieder Brian May, Roger Taylor und John Deacon Familien gründeten und ein normales Leben neben ihrer Musik lebten, entdeckte Mercury seine Homosexualität, beendete seine Ehe und versuchte das Loch in seiner Welt mit dem zu füllen, was verfügbar war: Sex, Drugs & Rock’n’Roll.

Trotz Solo-Alben und laufendem Exzess, in Bohemian Rhapsody ist Mercury der einsamste Menschen auf seiner eigenen glamourösen Party. Erst vor dem geschichtsträchtigen Live Aid Konzert im Jahr 1985 versöhnte sich mit der inzwischen zerstrittenen Band. Queen trat live im Wembley-Stadium in London vor 72.000 Fans auf und brachte über Fernsehen und Radio rund 1,5 Milliarden Menschen zum Jubeln.

Bohemian Rhapsody

Eine Legende

Freddie Mercury starb am 24. November 1991 im Alter von 45 Jahren an den Folgen von AIDS. Er ist die vielleicht größte Legende der Musikgeschichte und sein Name ist ebenso unsterblich, wie Queens Musik.

Bohemian Rhapsody zeigt Mercury in allen seinen Facetten – Genie, Exzentrik und tiefe Abgründe. Bryan Singer schickt uns auf eine musikalische Reise von epischen Ausmaßen und tragischem Schicksal. Rami Malek erscheint wie für die Rolle Freddie Mercury geboren. Aussehen, Mimik, Bewegung – näher an das Original wird wohl niemals ein Darsteller kommen.

Für einen Queen-Fan ist Bohemian Rhapsody absolut alles, was man sich erhoffen kann. Auch Nicht-Fans finden einen dennoch guten unterhaltsamen Film (in diesem Fall 9 Pixel).

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