Anker Soundcore im Test

von postbrawler 24.07.2016

Nachdem Mandi sich bereits den Soundcore Sport XL zur Brust genommen hat, teste ich heute für euch einen weiteren Bluetooth Speaker der Firma Anker – den Anker SoundCore. Wie mir dieses kleine Gadget gefallen hat, lest ihr in meiner ausführlichen Review.

Übersicht:

  • Preis: 39,99 €
  • Maße: 16,5 cm B x 4,6 cm H x 5,3 cm T
  • Gewicht: 365 Gramm
  • Bluetooth 4.0 Konnektivität
  • Lieferumfang: Mini-USB Kabel, Garantiekarte, Gebrauchsanweisung
  • 18 Monate Garantie
  • Homepage der HerstellerIn

Lieferumfang Anker Soundcore

Anker Soundcore Packung

Wenn es nicht die Topfenbällchen sind, dann befindet sich da drin der Bluetooth Speaker SoundCore von Anker

Der Anker SoundCore kommt erstmal in einer sehr schlichten, minimalistischen Packung daher, die nicht viel größer ist, als das Gerät selbst. Darin befindet sich ein Mini-USB Kabel, eine Mini-Gebrauchsanweisung, und der Speaker selbst. Der ist in meinem Fall rot, und gar nicht so mini. Mit 16,5 cm Länge und annähernd quadratischen Seitenfläche von ~ 5 cm nimmt der Anker SoundCore im Reisegebäck in etwa so viel Platz ein die ein Deodorant oder eine Schuhbürste.

Wem die Farbe der Liebe nicht so zusagt, kann auch zu den Varianten Schwarz oder Cyan greifen. Was dem Paket fehlt, ist ein 5V-Trafostecker, aber davon hat man zu Hause ja ohnehin genug herumliegen. Auch USB Typ-C wäre ganz praktisch gewesen, da immer mehr Gadgets mittlerweile auf diesen beidseitigen Stecker bauen.

Anker-Soundcore-Größe

Vor dem Gebrauch nicht schütteln. Der Anker Soundcore passt auch bequem ins Handgepäck

Was beim Anker SoundCore sofort nach dem Auspacken ins Auge sticht ist die solide und schnörkellose Verarbeitung. Das Speaker-Blech und die Rückseite werden vom Anker Logo geziert, was dank farblicher Abstimmung mit dem Gehäuse sehr schlicht und elegant wirkt. Der Rest des Gehäuses ist von einer griffigen Gummierung umzogen, die den SoundCore sehr gut in der Hand liegen lässt. Mit 365 Gramm Kampfgewicht fühlt sich der SoundCore premium, aber nicht schwer an.

Puristisch und schön

An der oberen Längsseite befinden sich 5 reliefartige Tasten. Gegen eine Lichtquelle heben sich die Symbole für Power, Leiser, Play, Lauter und Bluetooth deutlich genug vom matten Untergrund ab. Bei Dunkelheit, oder in diffusem Licht lassen sich die Tasten nur erahnen, oder ertasten. Das funktioniert dank der großen Symbole und des distinktiven Reliefs aber erfreulich gut. Das dürfte auch Menschen mit Sehbehinderung eine gute Bedienbarkeit bieten.

Der Soundcore überzeugt durch schlichte Eleganz und satten Sound

An der rechten Seite vom Lautsprecher aus gesehen befindet sich ein Klinkeneingang, eine Leuchtdiode, ein Mini-USB Stecker zum Laden, sowie ein kleines Loch. Das Loch ist ein Mikrofon. Damit kann der SoundCore auch zum Telefonieren verwendet werden. Die Leuchtdiode signalisiert den Ladestatus des Soundcores. Leuchtet die Diode im Batteriebetrieb rot, wird es Zeit dem Speaker ein wenig USB-Saft zu gönnen. An der Unterseite des Geräts befinden sich noch vier kleine Ausbuchtungen als Standfüßchen, damit der SoundCore auf glatten Oberflächen nicht zu vibrieren beginnt.

Anker-Soundcore-Anschlüsse

In Puncto Ausstattung gibt sich der Anker Soundcore minimalistisch, aber völlig ausreichend

Genug über Äußerlichkeiten, kommen wir zu den inneren Werten. Um versehentliche Inbetriebnahme zu vermeiden muss der Power-Button zum Einschalten des SoundCore zwei Sekunden lang gedrückt werden. Das Gleiche gilt fürs Ausschalten. Die Tasten sind mechanisch, und haben einen Druckpunkt, der ein bisschen Vehemenz von der AnwenderIn fordert. Nach ein- zweimal hat man den Dreh aber raus, und der SoundCore lässt zum Gruß ein paar Töne erklingen.

An einem blauen LED im Speaker-Bleck erkennt man, dass der Lautsprecher nun eingeschalten und betriebsbereit ist. Um den Speaker zu pairen, genügt es im Bluetooth-Menü des Abspielgerätes den Anker SoundCore auszuwählen. Nach erfolgreicher Paarung ertönt wiederum eine zufriedene Tonfolge, und der Audiospaß kann auch schon beginnen. So geht einfach!

Kleines Klangwunder

Im Bassbereich merkt man dem SoundCore seine geringe Größe schon an

Nach einigen Spotify Nummern wird schnell klar: Wir haben es mit einem kleinen Klangwunder zu tun! Klar – mit der hauseigenen Stereoanlage und Standboxen kann der Lauser nicht mithalten, aber als mobiler Klangbegleiter lassen sich dadurch sogar mittelgroße Parties ausreichend beschallen! Auf voller Lautstärke fängt die Frau an zu nörgeln, und die Katze nimmt Reißaus. Der Klang bleibt dabei griffig, und hallert nicht.

Im Bassbereich merkt man dem SoundCore seine geringe Größe schon an, obschon er sich redlich bemüht auch Still D.R.E von Dr. Dre mit ausreichend Druck zu unterlegen. In den Mitten wirkt der Klang im freien und auf etwas Distanz schon eher blechern, was bei Boxen dieser Größe aber kein Negativkriterium ist. Im Gegenteil. In geschlossenen Räumen und in Nähe zum Ohr sind die Mitten hervorragend ausgesteuert und auch sehr nah an dem, was meine große Anlage daraus macht.

Richtig begeistern war ich aber von den Höhen. Hier merkt man dem SoundCore seine Klangqualität richtig an! Selbst wenn Rihanna ihr Goldkehlchen zum Septakkord erhebt, übersteuert da nichts oder klingt irgendwie unecht. Toll, so einen akustischen Wegbegleiter habe ich mir schon lange gewünscht!

Der läuft, und läuft, und läuft …

Eine weitere Disziplin, in der sich der SoundCore bravourös schlägt, ist die Akkulaufzeit. 24 Stunden Wiedergabedauer verspricht die HerstellerIn. Fakt ist, ich habe das Ding bis zum Niederschreiben dieses Testberichts noch nicht leerhören können – bekommen habe ich ihn vor einer Woche. Da können sich manch andere Soundsysteme ein ordentliches Stückchen abschneiden. Bevor der SoundCore den Geist aufgibt, tut es mein Handy.

Fazit – nichts zu bemängeln!

Anker Soundcore

Aber irgendwas muss es doch auch zu bemängeln geben! Der Preis vielleicht? Mit rund 40 Euro ein echtes Schnäppchen! Eigentlich kann man nur auf hohem Niveau über den Anker SoundCore jammern. Ein 5V Stecker im Lieferumfang wäre lobenswert. Auch ein Klinkenkabel könnte nicht schaden, denn wer bitteschön hat sowas noch zuhause rumliegen? Da es ein Bluetooth Speaker ist braucht man es aber auch nicht wirklich. USB Typ-C hätte dem SoundCore zu Gesicht gestanden, zumal der Mini-USB Stecker recht locker sitzt und oft mal versehentlich beim Laden rausrutscht. Wenn ich mir noch was für die NachfolgerIn wünschen dürfte, dann wäre das Spritzwasserresistenz. Dann steht akustischen Poolparties mit dem Anker SoundCore eigentlich nichts mehr im Wege!


PRO:

  • Design
  • Akkulaufzeit
  • Klang
  • Preis

CONTRA:

  • Kein USB Typ-C
  • Kein 5V Stecker im Lieferumfang
  • Nicht Wasserdicht
  • Tastendruckpunkt etwas zu hart

 

Wertung: 9.2 Pixel

für Anker Soundcore im Test