Apple TV+ Preview: Wird Foundation das bessere Dune?

von Mathias Rainer 05.07.2020

Für mich völlig überraschend hat Apple letzten Monat ein neues Produkt mit dem Namen Foundation vorgestellt. Dabei handelt es sich allerdings nicht um ein neues iPhone-oder MacBook-Modell. Vielmehr jedoch um filmischen Nachschub für den hauseigenen Streaming-Dienst Apple TV+.

Die aufwendig produzierte Science-Fiction-Serie wird 2021 auf den heiß umkämpften Markt kommen – und startet damit voraussichtlich nur wenige Wochen nach einem anderen galaktischen Mega-Projekt. Nämlich dem von Star-Regisseur Denis Villeneuve inszenierten Dune, dessen Kinostart gegen Ende des Jahres 2020 angesetzt ist und der ja aufgrund der aktuellen Situation in der Film- und Kinobranche eventuell noch nach hinten in das nächst Jahr verschoben werden könnte.

Aber um was für eine Art Serie handelt es sich denn nun bei Foundation? Ein paar starke Bilder und Erklärungen dazu gibt es im Trailer weiter unten im Beitrag. Unter anderem spricht Executive Producer David Goyer, der für viele sicherlich in seiner Funktion als Co-Writer der Dark Knight-Trilogie ein Begriff ist, über die ambitionierte Umsetzung des literarischen Werkes von Autor Isaac Asimov.

© 2020 Apple Inc. Alle Rechte vorbehalten. – Foundation Logo

Dieser gilt als einer der Godfahter des Science-Fiction-Genres und wird oft in einem Atemzug mit Schriftsteller-Legenden wie Arthur C. Clarke oder Philip K. Dick genannt. Einige deren bekanntester Werke wurden in der Vergangenheit bereits unter den Namen 2001: Odyssey im Weltraum und Blade Runner verfilmt. Nun kommt eben auch Asimov zum Handkuss, nachdem – laut Goyer – es bisher noch keinem gelungen war Foundation adequat auf den Bildschirm zu bringen.

Um ehrlich zu sein, mir war das Werk des russisch-amerikanischen Literaten bisher kein Begriff. Der kurze Teaser-Trailer von Apple hat mich allerdings neugierig werden lassen – auch weil darin der Name Star Wars fällt und Foundations Einfluss auf die Space-Opera propagiert wird. Optimistisch machen mich zusätzlich auch die kurzen aber aussagekräftigen Produktions-Einblicke, die vermuten lassen, dass es sich dabei nicht um die nächste Cash-Grab-Sci-Fi-Geschichte handelt.

Hier wird offensichtlich viel Liebe ins Detail gesteckt. Das sieht anscheinend auch der Hauptdarsteller der Serie – Jared Harris – so. Der Brite, der zuletzt für seine Leistung in der HBO-Mini-Serie Chernobyl für einen Golden Globe und einen Emmy nominiert war, hätte sonst wohl kaum dafür zugesagt. Schließlich zählt dieser aktuell zu den gefragtesten Serien-Schauspielern.

Wenn man nun auch noch dem literarischen Werk Asimovs weitestgehend treu bleibt, können Genre-Fans sicherlich optimistisch in die nächsten Monate oder sogar Jahre blicken – je nachdem wie erfolgreich Dune und eben Foundation im Endeffekt einschlagen werden.

Apropos Dune: Als Vorbereitung auf Denis Villeneuves nächstes großes Werk habe ich begonnen die Buchvorlage zu lesen, welche mich aber bisher noch nicht so ganz überzeugt hat. Deshalb bleibt bei aller Vorfeude auf den kommenden Science-Fiction-Blockbuster doch ein klein wenig die Verunsicherung an mir haften, ob mir der Film überhaupt gefallen wird – unabhängig davon ob er gut umgesetzt werden wird.

Vielleicht wird Dune ja auch einfach nicht mein Cup of Tea. Was für mich zumindest eine kleine Enttäuschung wäre. Eventuell könnte es ja mehr Enthusiasten da draußen so ergehen. Und eventuell wird uns nächstes Jahr Foundation dann darüber hinweg trösten.

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