Warum eigentlich Harvest Moon zu Story of Seasons wurde

von Mandi 07.07.2020

Jeder kennt Harvest Moon, doch der neue Name lautet Story of Seasons. Wieso es überhaupt dazu gekommen ist, klären wir hier!

Von Anfang an

Es war einmal Harvest Moon. Ursprünglich hieß der Titel Bokujō Monogatari (erschien 1998 in Europa) und wurde von einem Unternehmen programmiert, das nach einer Übernahme Victor Interactive Software getauft wurde. 2003 wurde auch diese Firma gekauft, und Marvelous hat sich den Löwenanteil der Rechte gesichert. Heraus kam das Spielestudio Marvelous Entertainment Inc. – sie stehen hinter den einzelnen Titeln. Um das Game gut zu vermarkten, hat man sich mit dem Publisher Natsume Inc. verbündet. Das heißt: Übersetzungen, Gameplay-Anpassungen für den Westen und der Vertrieb wurden von Natsume erledigt, und das Grundspiel stammte immer von Marvelous Entertainment. Diese Partnerschaft lief lange gut, doch Marvelous Entertainment wurde stets größer, nicht zuletzt durch Erfolge, Aufkäufe und Fusionen.

So kam es, dass 2013 der Schritt gewagt wurde und man sich vom Publisher Natsume Inc. getrennt hat. Der hauseigene Publisher XSEED übernahm die Agenden des vormaligen Unternehmens, und hier beginnt das Thema. Natsume Inc. hat sich nämlich die Namensrechte an Harvest Moon gesichert, deshalb existieren auch noch neue Spiele mit diesem Namen. Allerdings sind etwa The Lost Valley oder Light of Hope erschienen, auch Mad Dash (zum Review) ist aus der Feder von Natsume entsprungen. Da aber keine der ursprünglich beteiligten EntwicklerInnen an diesen Spielen gearbeitet hat, scheint den Games etwas zu fehlen. KritikerInnen und Fans haben derzeit wirklich nicht viel Begeisterung für Harvest Moon-Spiele übrig, wenn sie von Natsume kommen.

Der Schritt zu Story of Seasons

Marvelous Entertainment Inc. ist nun groß genug, sowohl Spiele zu entwickeln als auch sie selbst zu vermarkten. Das Studio hat sich bereit erklärt, auf den Namen zu verzichten. Schließlich hat Natsume ja nur den Namen, Marvelous aber das Spiel und die Qualität. Im Prinzip war das eine reine Business-Entscheidung, die anhand der Fakten auch ganz nachvollziehbar ist. Schließlich würde sich keiner eine externe Marketing-Abteilung leisten, die man ohnehin schon selbst im Haus hat. Andererseits kann man auch den Publishern von Natsume nichts verdenken, die seit 18 Jahren mit diesen Titeln gearbeitet haben und dann plötzlich das Vertragsende eingeläutet wird. Jedenfalls konkurrieren Story of Seasons und Harvest Moon gegeneinander, und das seit Jahren.

Allerdings versucht Natsume anscheinend, den Namen Harvest Moon auszuschlachten, was in einer Vielzahl an Games ausgeartet ist. Ob das mit der gewohnten Qualität möglich ist? Metacritic hat jedenfalls nichts Gutes über die letzten Ableger zu sagen. Das ist bei Story of Seasons anders: Sie sind erfolgreicher als die Konkurrenz, und trotz der Namensänderung wird das Team dahinter auch finanziell gut belohnt. So sollte es auch immer sein, dass sich Qualität letztendlich durchsetzt! Apropos Qualität: Am 10. Juli erscheint das neue Story of Seasons: Friends of Mineral Town für Nintendo Switch. In den nächsten Tagen fällt das Review-Embargo für dieses Spiel, und dann könnt ihr unsere Eindrücke über den neu aufgelegten Game Boy Advance-Titel lesen!

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