WarioWare Gold (3DS) im Test: Minispiel-Wahnwitz

von Mandi 05.08.2018

Die Wario-Serie hat nun mit WarioWare Gold einen weiteren Ableger erhalten. Seit jeher kämpft der Widersacher von Mario um Aufmerksamkeit! Kann die Minispiel-Sammlung die Massen begeistern? Lest das Review – und hier geht’s zur offiziellen Website des Spiels!

Worum es in WarioWare Gold geht

Eure Protagonistin namens Lulu (die Heldin von Luxeville) will sich den Fiesling Wario vorknöpfen. Doch bevor es so weit ist, müsst ihr ihn erst erreichen! Um dies zu schaffen, muss sich Lulu in einer Vielzahl von Minispielen beweisen. Es gilt, mit den 3DS-Knöpfen, dem Touchscreen, dem Bewegungssensor sowie dem Mikrofon rasch zu reagieren!

Ganze 300 Minispiele werden euch in WarioWare Gold versprochen. So oder so ähnlich kommt es euch auch vor! Wenn ihr schon einmal einen WarioWare-Titel gespielt habt oder Dumb Ways to Die kennt, wisst ihr schon, was auf euch zukommt.

In rapider Abfolge müsst ihr immer andere Games in Sekundenschnelle lösen! Schafft ihr dies nicht, verliert ihr ein Leben. Vier habt ihr in der Regel pro Spieldurchlauf.

Damit das aber nicht zu schwierig wird, gibt es entweder eine Einblendung vor dem Spiel, oder ihr spielt generell nur in einer Kategorie. Profis stellen sich im Aufgaben-Bereich allerdings dem Ultra-Modus, der ganz ohne Hilfestellung sehr fordernd ist! Einen Story-Modus und andere Zugaben bietet WarioWare Gold – ihr spielt hier eine Weile.

Kreativität pur in WarioWare Gold

Was die Minigames angeht, so kann der 3DS-Titel sehr gut glänzen. Der absolute Großteil der Spiele ist witzig und bringt euch schon mal zum Schmunzeln! Im Story-Modus gibt es später gewisse Abschnitte, in denen ihr tatsächlich kurze Schnipsel von anderen Games wie Dr. Kawashimas Gehirntraining, Donkey Kong oder Retro-Super Mario spielt.

Kleinere Ungereimtheiten gibt es auch – beispielsweise müsst ihr in der Knöpfe-Kategorie teils etwas „auswählen“.

Das meint allerdings, dass ihr bestimmen müsst, von welchen Objekten oder Charakteren mehr auf dem Bildschirm zu sehen sind! Abgesehen von solchen Kleinigkeiten, an die ihr euch gewöhnt, spielt sich WarioWare Gold prima.

Die Minispiele im Spiel sind tatsächlich mini – mehr als fünf oder gar zehn Sekunden spielt ihr selten. Das funktioniert aber wider Erwarten ganz gut: Habt ihr noch nie etwas wie Dumb Ways to Die oder WarioWare Gold gespielt, ist dies höchstens am Beginn ein Problem. Eine Spielstunde später flutscht es nur so durch die Minigames!

Minispiel-Beispiele

Ihr müsst etwa eine Katze vor dem Regen beschützen, indem ihr den Regenschirm darüber steuert. Oder es gilt, ein Tor zu schießen. Ein Pfannkuchen wird in die Luft geschleudert, und es ist an euch, ihn aufzufangen. Merkt euch, wie viele Augenpaare im Dunklen zu sehen waren. Rechnet die einfache Plusrechnung aus. Schießt ein Foto von einer vorbeifliegenden Fee.

Lauft in The Legend of Zelda (die Uralt-Version) in eine Höhle. Übergebt die Staffel an den nächsten Läufer. Pustet die Pusteblume so lange an, bis keine Stengel mehr auf ihr sind.

Beugt euch mit den anderen Tänzern in die vorgegebenen Richtungen. Schlagt euer Pferd auf den Hintern, damit ihr das Pferderennen gewinnt. Weicht den Pfeilen aus, damit der Ninja am Leben bleibt.

Dies und noch mehr werdet ihr in WarioWare Gold erleben. Dabei sind die visuellen Hinweise sehr gut gemacht, spätestens beim dritten Mal wisst ihr schon genau, was euch im jeweiligen Minispiel erwartet. WarioWare Gold ist nicht dafür ausgelegt, dass ihr es stundenlang an einem Tag zockt – täglich immer wieder eine Runde Wario macht richtig Spaß.

Technisches in WarioWare Gold

Abgesehen von den Minispielen, in denen ihr Retro-Versionen von The Legend of Zelda, Super Mario und Mario Kart spielt, sieht das Game für 3DS-Verhältnisse sehr gut aus. Knallige Farben und scharfe Umrisse sorgen dafür, dass ihr hier einen interaktiven Comic spielt. Eine 3D-Option gibt es hier übrigens nicht! Während die Optik ein Drittel des Spielspaßes ausmacht, gibt es da noch den Sound.

Die musikalische Untermalung ist bestimmt nicht jedermanns Sache. Doch der Takt, den WarioWare Gold vorgibt, ist mitreißend und kann auch über Schwächen wie manche Soundeffekte oder den teils sehr derben Humor von Wario hinwegtäuschen.

Ähnlich wie bei Patapon zieht sich der Takt durch das gesamte Spiel und kann euch so bei Laune halten.

Das letzte Drittel des Spielspaßes liegt ganz klar in der Steuerung von WarioWare Gold. Dadurch, dass die Minispiele allesamt unterschiedlich sind, kann es in wenigen Fällen vorkommen, dass ihr beim ersten und zweiten Mal einfach nicht wisst, was ihr zu tun habt. WarioWare Gold benutzt aber sämtliche Möglichkeiten den 3DS perfekt, sei es Mikrofon, Bewegungssensor oder Touchscreen.

Fazit: WarioWare Gold schrammt an Gold vorbei

Nach jahrelanger Abwesenheit kommt Wario zurück auf eine Nintendo-Konsole, und Fans freuen sich extrem darüber! Dass diese Freude berechtigt ist, liegt nicht nur an der Nostalgie – der Titel ist technisch wirklich gut gelungen. Nicht nur das, auch die Einbindung von anderen Games funktioniert hervorragend und zaubert euch manchmal ein Lächeln auf das Gesicht.

Der Story-Modus dient hier bloß als Einführung – in den Aufgaben steckt dann noch viel mehr von Warios Fiesitäten. Auch ein Mehrspielermodus ist mit von der Partie: Habt ihr also Freunde, die WarioWare Gold besitzen, könnt ihr euch bekämpfen! Dabei scheint die Kreativität des Spiels nie zu enden, da kommen immer neue Ablenkungen und Games auf euch zu.

Während mir persönlich Warios Charakter und Humor absolut nicht zugesagt haben, so haben es mir die Minispiele in WarioWare Gold angetan. Wann immer ihr möglichst viel in möglichst kurzer Zeit erleben wollt, solltet ihr zu diesem 3DS-Titel greifen. Langzeitmotivaton oder so dürft ihr euch nicht erwarten – doch wenn ihr immer wieder mal ein Game zum Spielen braucht (auch im Mehrspielermodus!), ist WarioWare Gold eine gute Wahl.

Wertung: 8.0 Pixel

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