Various Daylife Test (Arcade): Zeitintensives RPG

von Mandi 25.09.2019

Various Daylife stammt von den Schöpfern von Bravely Default und Octopath Traveler. Ob das Arcade-RPG etwas taugt, lest ihr im Review!

Dieses Game ist nur dann spielbar, wenn ihr Mitglied bei Apple Arcade seid. Dazu müssen eure Geräte auf iOS 13 oder neuer aktualisiert sein. Dieser Dienst kostet euch 5 Euro im Monat und bietet euch unlimitierten Zugriff auf über 100 Spiele. Apple Arcade-Titel werden durch eure Abo-Zahlungen und Apple selbst finanziert. Dadurch können es sich die EntwicklerInnen leisten, auf die unbeliebten Finanzierungsoptionen wie sich laufend wiederholende Werbeeinblendungen oder In-App-Käufe zu verzichten. Timer, die euren Spielspaß einschränken oder verzögern, gibt es nicht.

Über Various Daylife

Die Story verfrachtet euch in eine andere Welt. Im Jahr 211 der imperialen Ära wurde ein neuer Kontinent entdeckt. Eure erste Aufgabe im Spiel ist es, einen Avatar zu erstellen. Ihr habt bei eurer Figur ganze drei Möglichkeiten, sie zu verändern – richtig viele Anpassungsmöglichkeiten habt ihr bei der Optik nicht gerade! Als Kolonist von Antoecia gilt es, ausgehend von der Stadt Erebia den neuen Kontinent ausgiebig zu erkunden. Damit ihr euer eigenes Geld verdient, kann euer Avatar täglich Arbeiten nachgehen.

In Various Daylife warten 20 verschiedene Berufe mit über 100 verschiedenen Aufgaben auf euch. Mit diesen täglichen Aufgaben könnt ihr eure Statuswerte wie Lebenspunkte, Magiepunkte, Stärke, Vitalität, Agilität, Geschick, Intelligenz, Weisheit und Charisma erhöhen. Hier wechseln sich Quests ab, die ihr jeweils am Vormittag oder am Nachmittag annehmen dürft. Doch in Erebia gibt es noch mehr zu tun, und ihr dürft auch an strategischen Expeditionen teilnehmen.

Der Kampf im Spiel

Auf solchen Expeditionen seid ihr mehrere Tage unterwegs. Mit begrenzten Vorräten gilt es, am Leben zu bleiben. Geht ihr weiter oder zieht ihr euch zurück, um durch das tägliche Arbeiten stärker zu werden? Während ihr in Richtung Expeditionsziel reist, werdet ihr dann und wann in einen rundenbasierten Kampf geworfen. Darin könnt ihr entweder mit den Waffen angreifen oder aber Magie einsetzen. Je nach Feindesklasse könnt ihr deren Zustand verändern, etwa auf Brennend oder Gelähmt.

Wenn ihr die Zustände nacheinander verändert, könnt ihr sogenannte Ketten generieren. Diese Combos erhöhen euren Schaden, und mit einem Chance-Angriff beendet ihr diese Kombination mit Extraschaden. Natürlich haben manche Gegner eine Schwachstelle, die ihr mit euren Attacken nutzen könnt. Wenn alles nichts nützt, dürft ihr jederzeit die Flucht ergreifen und in Erebia stärker werden. Ob ihr nun Ausrüstung kauft, eure Verbündeten in der Stufe aufsteigen lasst oder einfach weiter an euren Fähigkeiten feilt, so gut wie alles bringt euch in Various Daylife weiter.

Die Technik von Various Daylife

Die obere Bildschirmhälfte im Game ist exklusiv für die In-Game-Grafik reserviert. Auf der unteren Hälfte könnt ihr mit eurem Daumen steuern, so lauft ihr in der Stadt Erebia hin und her. Auch in den Kämpfen könnt ihr oben sehen, was so vor sich geht und unten wählt ihr zwischen euren Optionen. Sogar in Gesprächen, wenn ihr eine Auswahl treffen dürft, bleibt diese Trennung aufrecht. Nur Zwischensequenzen werden manchmal im Vollbildschirm dargestellt – und optisch kann Various Daylife mit süßen Modellen und guten Animationen aufwarten.

Der Sound des Spiels lockt euch mit cooler RPG-Musik. Grundsätzlich kann man weder Grafik, Akustik noch der Steuerung etwas vorwerfen. Das Spielprinzip von Various Daylife ist aber ein wenig fragwürdig: Wenn ihr euch zu Hause befindet, könnt ihr nur einen Beruf nach der anderen ausüben. So grindet ihr euch von einer Expedition zur nächsten, und während es einige Mechanismen im Spiel gibt (Ausrüstung kaufen, Mitglieder aufleveln, Berufen nachgehen, Gildenquests abschließen, Ränge aufsteigen, euch verabreden und mehr), ist das Spiel insgesamt eher ein passives.

Fazit zum Spiel: Lese- und zeitintensiv

Various Daylife ist nicht ganz das Rollenspiel, das ich erwartet hatte. Die eine Hälfte des Spiels spielt sich in der Stadt Erebia ab, und die andere schickt euch auf Expeditionen, die eure Charaktere bis ans Äußerste bringen. Wenn ihr euch nicht an das gemächliche Tempo des Spiels gewöhnen könnt, werdet ihr damit nicht viel Spaß haben. Könnt ihr aber damit leben, dass ihr hier mindestens genauso viel Zeit mit den EinwohnerInnen verbringt wie mit Kämpfen und Menüs (erinnert an Fire Emblem), dann seid ihr hier richtig! Ihr müsst einiges lesen, und die Story kommt erst nach ein paar Stunden so richtig in Fahrt.

Zwar ist die Wahl der Schriftart fragwürdig und nicht immer lesbar, aber man kommt schon klar. Auch das Kampfsystem ist zwar rundenbasiert, gibt euch aber wegen der Ändern-Kette-Chance-Mechanik nicht wirklich Raum zur kämpferischen Kreativität wie in anderen Rollenspielen. Dennoch kann Various Daylife für zwischendurch immer wieder für nette Momente sorgen, und egal, ob ihr nur ein paar Minuten oder eine Stunde übrig habt, das Game ist jederzeit bereit. Erwartet nur nicht zu viel Action, und dann macht das Spiel richtig Spaß! Various Daylife ist im Abonnement Apple Arcade (5 Euro im Monat) enthalten.

Wertung: 8.0 Pixel

für Various Daylife Test (Arcade): Zeitintensives RPG von Mandi

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