Tokyo Ghoul Vol. 2 (Blu-ray) im Test

von Stefan Hohenwarter 05.07.2015

Volume 1 der Anime-Umsetzung von Tokyo Ghoul hat mich voll in seinen Bann gezogen. Ob auch Tokyo Ghoul Vol. 2 meinen Geschmack trifft, erfahrt ihr in meinem Testbericht.

ToykoGhoul2

Facts

Genre: Action, Horror, Action
Verlag: KAZÉ Anime (VIZ Media Switzerland)
Regisseur: Shuhei Morita
Release: 29. Mai 2015

Fleisch, Fleisch, Fleisch!

In Volume 1 lernten wir den 18-jährigen Teenager Ken Kaneki kennen, dessen Leben von einer attraktiven jungen Dame eines Tages auf den Kopf gestellt wird. Nein, es ist nicht die erste große Liebe, die abrupt beendet wird, sondern ein viel traumatischeres Ereignis, das das Leben des Protagonisten komplett verändert. Kens Schwarm, eine sehr belesene junge Dame namens Liz, lässt sich eines Abends vom 18-jährigen nach Hause bringen. Doch als sie in einer dunklen Gasse stehen, passiert das Unvorhersehbare: Das Mädchen zeigt ihr wahres Ich. Sie ist eine Ghula, die es nur auf das saftige Menschenfleisch ihres Dates abgesehen hat. Bevor sie jedoch ihr blutiges Werk vollenden kann, stürzen von einem Dach Stahlträger, die die Ghula unter sich begraben. Das ist der letzte Augenblick, den Ken noch mitbekommt, ehe er das Bewusstsein verliert. Zusammen mit der Ghula wird er in ein Krankenhaus gebracht. Mit Kens lebensbedrohlichen Verletzungen zählt jede Minute, und so entscheidet der leitende Arzt über seine Zukunft. Die einzige Chance, den Teenager zu retten, ist es, ihm Organe der Ghula zu implantieren. Ken überlebt die Operation, fristet nun aber als Hybrid, halb Mensch und halb Ghul, sein Dasein.

Wenigstens ist er nicht allein: Sein Freund Hide, der nichts von den Ghul-Organen in Kens Körper weiß, sowie die Ghula Toka, die ihm einen Job im Café Antik besorgt, unterstützen ihn mehr oder weniger. Er kann zwar keine menschliche Nahrung mehr zu sich nehmen, weil für ihn alles vollkommen ungenießbar schmeckt, aber er lernt, mit dem Hunger nach menschlichem Fleisch umzugehen. Dennoch plagen ihn Selbstzweifel, die nicht die einzigen Probleme sind, mit denen Ken zu kämpfen hat: Im 20. Bezirk sind nämlich immer mehr Tauben – Sonderermittler, deren Ziel es ist, alle Ghule rücksichtslos auszumerzen – unterwegs. Als wäre das noch nicht genug, taucht mit dem „Gourmet“, der ein Auge auf Ken geworfen hat, ein besonders gefährlicher Ghul auf.

Bild, Ton und Extras

Die Animationen stammen vom Studio Pierrot, das unter anderem für die Arbeiten am Anime Bleach bekannt ist. Die Animationstechnik spricht mich definitiv an, da die Farbgebung, die Kontraste und auch die Bewegungsabläufe gut umgesetzt wurden. Zwar geht es auch in Bleach ordentlich zur Sache, aber das ist kein Vergleich zu Tokyo Ghoul. Schon in der ersten Folge spritzt genügend Blut, um das FSK-16-Siegel zu rechtfertigen. In Sachen Vertonung hat KAZÉ einen guten Job gemacht: Die Synchronstimmen wurden meiner Meinung nach gut gewählt und passen zu den einzelnen Charakteren. Einziges Manko ist für mich die Tonspur, die nur im DTS-HD-MA 2.0- und nicht im 5.1-Format vorliegt.

Zwar vermisse ich weiterhin digitale Extras, doch dafür serviert KAZÉ allen KäuferInnen von Volume 2 ein zwölfseitiges Booklet mit Infos, Artworks, Szenenbildern sowie einem Interview mit Regisseur Morita. Die Blu-ray selbst ist mit einem Wendecover mit zwei verschiedenen Motiven ausgestattet, wovon eines das hässliche FSK-Logo aufweist.

Zusammenfassung

Die Anime-Umsetzung von Tokyo Ghoul basiert auf dem gleichnamigen Manga von Sui Ishida und erzählt die Geschichte von Ken Kaneki, der bereits zu Beginn durch den tödlichen Angriff einer Ghula sowie durch die Transplantation ihrer Organe zu einem Mensch-Ghul-Hybrid wird. In Volume 2 steht Shu Tsukiyama, der in Insiderkreisen nur als „der Gourmet” bekannt ist, im Mittelpunkt. Wie auch schon in Volume 1 wird die Story flüssig erzählt, doch gibt es auch in diesem Storyabschnitt Abweichungen vom Manga, die mich allerdings nicht weiter stören.

Die Animation, die vom Studio Pierrot stammt, überzeugt genauso wie die Synchronisation. Die KäuferInnen von Tokyo Ghoul Vol. 2 dürfen sich auf die Fortsetzung der spannenden Geschichte rund um den Teenager Ken Kaneki freuen, die mit einem Wendecover mit zwei unterschiedlichen Motiven sowie mit einem zwölfseitigen Booklet daherkommt. Für Fans von Ken Kanaki führt auch an Volume 2 kein Weg vorbei.

Wertung: 9 Pixel

für Tokyo Ghoul Vol. 2 (Blu-ray) im Test