The Inner World 2 – Der letzte Windmönch (iOS) im Test: Herrlich

von Mandi 11.12.2017

The Inner World 2 – Der letzte Windmönch schickt euch in eine ganz andere Dimension. In Asposien angesiedelt gilt es in diesem Point&Click-Adventure, die Welt zu retten. Doch als so einfach gestaltet sich dies nicht – lest mehr in diesem Review! Zur offiziellen Website des Spiels geht es hier.

Der Nachfolger (vor einer Weile angekündigt) des vielfach ausgezeichneten Adventures The Inner World beschert euch erneut ein irrwitziges Abenteuer mit Robert, Laura und der durchgeknallten Taube Hack – mit Unmengen lustiger Dialoge, absurden Charakteren und Rätseln, die nicht von dieser Welt sind. Erstmals kann zwischen allen drei Hauptfiguren während des Spiels gewechselt werden – dies beinhaltet auch waghalsige Flugmanöver mit Hack, der Lieblingstaube aller Herzen.

Was bisher geschah

Ihr spielt die Flötennase Robert. Robert, Laura und Hack mussten in The Inner World den üblen Conroy stoppen. Er war einer der drei Windmönche, wurde aber zu machtbesessen. Robert ist eigentlich der Thronerbe von Asposien, aber er wurde von Bösewicht Conroy aufgezogen, der ihm sein Flötennasen-Geburtsrecht nie mitteilte. Conroy wurde am Ende von Teil eins besiegt, aber an seine Stelle trat Emil und nahm die Macht an sich.

Er und seine sogenannten Conroyalisten verfolgen und fangen nun alle Flötennasen, um sie in den Windbrunnen zu werfen. Das wäre aber gar nicht klug, da dies den Untergang von ganz Asposien bedeuten würde. Das wollen Robert und seine Freunde natürlich verhindern. Deshalb machen sie sich auf die Suche nach dem letzten Windmönch, denn sie hoffen, dass er Emil besiegt und Asposien wieder zu dem macht, was es einmal war.

Das 2D-Adventure beginnt also damit, dass ihr das Team zusammenstellt. Robert ist zu Anfang von The Inner World 2 – Der letzte Windmönch versteinert, und ihr müsst ihn zunächst mit der Taube Hack befreien. Die Versteinerungsaugen, die Robert so zugesetzt haben, sind noch immer in der Vorrichtung, und es gilt, sie mit Entsteinerungsaugen zu ersetzen. Gut, dass die Taube Hack mit euch eine fähige Begleitung hat, nicht wahr?

The Inner World 2 glänzt mit Humor

Sechs Kapitel erwarten euch im Game. Der Humor und auch die Wortwitze sind nahezu immer präsent, und genauso sind die Rätsel gehalten. Wenn ihr Spiele wie The Book of Unwritten Tales oder etwa Machinarium geliebt habt, dann ist The Inner World 2 – Der letzte Windmönch wie für euch geschaffen. Was kann man beispielsweise tun, um beim Dart zu gewinnen? Ganz klar, die Taube Hack muss wie ein Dartpfeil aussehen!

Die einzelnen Szenen, in denen ihr euch bewegen könnt, sind ähnlich vollgestopft wie Wimmelbildspiele. Wenn ihr den Finger ein wenig auf dem Bildschirm lasst, werden die Punkte, mit denen ihr interagieren könnt, mit einem weißen Punkt hervorgehoben. Das heißt aber nicht, dass The Inner World 2 irgendwie einfach wäre – denn die Rätsel haben es teils gröber in sich.

Hier fällt aber auf, dass das Inventar sowie das Menü zum Wechseln zwischen den Charakteren hinter einem Pfeil versteckt sind. Das ist jammerschade, denn die schwarzen Balken im Game laden geradezu ein, dass das Inventar und die Charakterauswahl ständig sichtbar sind. Hier wird meiner Meinung nach der Spielfluss gestört, vor allem, wenn ihr vieles zu kombinieren habt oder öfter die Charaktere wechseln wollt oder müsst.

Hat es faustdick hinter den Ohren

Abgesehen von diesem kleinen Hoppala gibt es an der technischen Umsetzung von The Inner World 2 – Der letzte Windmönch nichts auszusetzen. Die Grafik ist einwandfrei, und die liebevoll gezeichneten Umgebungen und BewohnerInnen sprühen nur so vor Charme. Auch der Sound und die Musik fügen sich hervorragend in die Stimmung ein, so seid ihr zu jederzeit in Asposien, sofern ihr das Game nicht stummschaltet.

Manche Rätsel und Knobeleien sind aber derart kreativ und schwierig, dass SpielerInnen fast schon scheitern müssen. Deshalb hat das Spiel das sogenannte Asposische Hilfesystem bekommen. Dieses gibt euch nützliche Tipps für die Lösung der Rätsel, und wenn ihr das System mehrfach in Anspruch nehmt, sagt euch The Inner World 2 ganz genau, was ihr machen müsst. Das ist einerseits ganz gut, da sonst viele SpielerInnen nicht einmal in das dritte Kapitel kommen würden.

Andererseits nimmt dieser Aspekt viel von der Herausforderung weg – wenn ihr also selbst knobeln wollt, dürft ihr dieses System einfach nicht verwenden. Die einzelnen Charaktere sind liebevoll gestaltet und besitzen sehr viel Persönlichkeit, das schlägt sich vor allem in den Dialogen und Zwischensequenzen nieder. Schade nur, dass diese teilweise zu lang sind und den Spielfluss (so wie die Handhabung des Inventars) gerne mal unterbrechen.

The Inner World 2: Tipp für Rätselfans

Mit The Inner World 2 – Der letzte Windmönch erwartet euch eine sehr spannende Geschichte. Sie ist vor allem für das jüngere Publikum geeignet, kann aber auch mit Witz für Erwachsene aufwarten. Die Rätsel sind auf jeden Fall auf der kniffligeren Seite gelandet, so viel Kreativität beim Lösen von Problemen hat man selten gebraucht! Abgesehen davon macht The Inner World 2 so gut wie alles richtig.

Zwischen fünf und sieben Stunden werdet ihr mit diesem Spiel verbringen. Die Dialoge, wenngleich manchmal zu lang geraten, sind herrlich witzig und tragen zum Gesamtbild gelungen bei. Mini-Games haben es auch in den Titel geschafft, sie sind zwar nicht unbedingt leicht, aber passen sehr gut zum Spiel. Gerade das Artwork und auch die musikalische Untermalung heben The Inner World 2 – Der letzte Windmönch aus der Masse hervor.

Wer den ersten Teil gespielt und geliebt hat, kann gar nicht falsch liegen. Dieses Game ist eine ideale Fortsetzung und zeigt, wie ein Sequel auszusehen hat. Rätselfans dürfen hier ohne Bedenken zugreifen, denn auf iOS kostet dieses Spiel gerade mal 3,49 Euro. Die komplette deutsche Sprachausgabe und das fantastische Universum rund um Robert sind diesen Preis allemal wert. Und wenn euch The Inner World 2 – Der letzte Windmönch zu schwer sein sollte, gibt es immer noch das Hilfesystem…

Wertung: 8.5 Pixel

für The Inner World 2 – Der letzte Windmönch (iOS) im Test: Herrlich