Super Smash Bros. Ultimate Preview – Einfach unwiderstehlich

von David Kolb 23.08.2018

Auf der gamescom durfte ich, das im Dezember erscheinende Super Smash  Bros. Ultimate anspielen. Der Ersteindruck nach der Anspielsession ist hervorragend – warum, erfahrt ihr in meinem Bericht.

Drinnen ist alles, was Nintendo zu bieten hat

Als das erste Super Smash  Bros. Für den Nintendo 64 erschien, habe ich Nachmittage, Abende und Nächte damit verbracht, Freunde und Bekannte von der Stage zu kicken. Die damaligen zwölf Charaktere waren die Stars der größten damaligen Nintendo Franchises. Es war ein Spiel, das die wichtigsten Marken Nintendos zelebrierte. Mit Melee Brawl und dem Wii U-Ablegeer wurden die Spiele immer größer und Trophäen, Soundtracks, Levels, Items und natürlich weitere, neue Kämpfer wurden eingeführt. Jeder einzelne Gegenstand ist dabei eine Referenz auf irgendetwas, was das riesige Nintendo-Universum hervorgebracht hat.

Mit Super Smash  Bros. Ultimate geht man einen Schritt weiter und zelebriert nun nicht mehr das Nintendo-Universum, sondern sich selbst, die Marke Super Smash Bros. und das ist etwas Gutes! In erster Linie heißt das, dass Super Smash  Bros. Ultimate alle Charaktere zurückbringt, die in irgendeinem Vorgänger einmal einen Auftritt hatten. Außerdem gibt es auch ein paar Neue, wie z.B. die Inklinge aus Splatoon oder den Drachen Ridley aus Metroid, womit man auf einen Roster von 65 spielbaren Figuren kommt.

Heimkehr

Und das alles hat man mit dem simplen, aber effektiven Spielsystem geschafft, andere Charaktere von einer Stage zu schupfen. Genau deshalb fühlt sich Super Smash  Bros. Ultimate so an, als würde man das eigene Elternhaus nach langer Zeit wieder betreten. Alles fühlt sich so gleich, aber doch irgendwie anders an. Auch mit einem Pro-Controller schaltet mein Gehirn sofort auf Brawl-Modus um, als ich meinen ersten Kampf mit Ness (Earth Bound) wähle und mich mit einer B-nach-oben-Attacke (dem sogenannten PK Thunder) auf mich selbst schieße und damit der kleine Junge mit Baseballcap nicht nur wieder zurück auf die Stage geschossen wird, sondern Pikachu zusätzlich dazu von meinem Ness-Projektil abgeschossen wird. Manche Dinge hören eben einfach nie auf, Spaß zu machen. Allerdings hat Nintendo viele Kleinigkeiten bei Tempo und Dauer von Angriffen geändert, weshalb mir schnell bewusst wird, dass ich noch sehr viel zu lernen habe.

Super Smash  Bros. Ultimate gibt ordentlich Gas

Das liegt vor allem daran, weil das Spiel im Vergleich zu seinen beiden Vorgängern spürbar schneller geworden ist. Nintendo würde das zwar niemals zugeben, aber man möchte Super Smash  Bros. Melee endlich als E-Sports-Titel ablösen und das klappt einfach nur mit mehr Tempo. Damit geht auch einher, dass beim 1-VS-1 mehr Schaden ausgeteilt wird, als beim Jeder gegen Jeden, mit vier Teilnehmern. Das macht die Matches natürlich spannender, da im eins gegen eins, die Kämpfer so schneller von der Stage fliegen. Apropos Stages, es ist noch nicht klar, ob auch alle Levels aus früheren Teilen wieder im Spiel zu finden sein werden. Es gibt aber schon jetzt alte Stages im Spiel, wie z.B. Hyrule Castle, welches überarbeitet wurden und sogar mit neuen Überraschungen auf sich warten lässt. Auf der gamescom durfte ich auch neue Welten wie die Super Mario Galaxy Map oder die Inkling-Stage sehen.

Was gibt es sonst noch Neues?

Welche Trophäen, es gibt, ob ein Storymodus existiert, ob die Charaktere freigespeit oder von Anfang an zur Verfügung stehen, all das ist noch ungeklärt. Das Wichtigste aber, nämlich das Gameplay macht schon jetzt so viel Lust auf mehr. Alles spielt sich butterweich und das „Leicht zu erlernen, schwer zu meistern“-Gameplay funktioniert einfach prächtig. Das Tüpfelchen auf dem i, ist sicherlich der mobile Modus der Switch, wodurch man Super Smash  Bros. Ultimate in ordentlicher Auflösung auch unterwegs spielen kann. Das Spiel erscheint am 7.12.2018 für Nintendo Switch.