Screwball Scramble in Test – 30 Jahre zu spät

von postbrawler 07.07.2016

Dieses Review kommt 30 Jahre zu spät! Aber da insbesondere Kollegin Mari hier regelmäßig und fleißig für Lesestoff sorgt, hat mich das schlechte Gewissen gepackt. Dann mach ich halt auch mal ein Brettspiel-Review, wobei „Brettspiel“ es in meinem Fall nicht ganz trifft. Ich möchte euch heute Screwball Scramble vorstellen, ein Spiel von Tomy. Ziel des Spiels ist es, eine kleine Metallkugel mithilfe mechanischer Hebel durch einen Hindernisparcour zu manövrieren.

Screwball Scramble

Aller Anfang ist schwer

Was hat mich dieses Spiel als Kind begeistert! Das erste Hindernis ist für Anfänger schon mal eine echte Herausforderung: Eine dreigliedrigen Wippe will genau zum richtigen Zeitpunkt angehoben oder abgesenkt werden. Und zwar genau dann, wenn die Kugel sich an einem der Scheitelpunkte befindet. Verpasst man diesen Moment, bleibt die Kugel stecken, oder rollt zurück.

Die Bedienelemente der einzelnen Hindernisse befinden sich am vorderen Spielfeldrand des Screwball Scramble. Es gibt Schieberegler, Drehknöpfe, Joysticks und Druckknöpfe.

sticks

Als nächstes wird die Schwerkraft überwunden. An einem magnetischen Schwenkkran hängend soll die Metallkugel über den Abgrund des Spielfeldrandes befördert werden. Der Magnet ist gerade mal so stark, dass ein kleiner Wackler oder eine zu schnelle Drehung des Krans den sicheren Absturz bedeutet.

Screnball Scramble Packung

An 30-jährigen Packungen nagt schon mal der Zahn der Zeit!

Das wahre verrückte Labyrinth

Dann geht’s über die Grätschstangen zur ersten Wackelplattform, die mit Stoppern versehen ist, in denen die Kugel leicht hängenbleiben kann. Versierte Spieler schaffen das alles, ohne dass die Kugel je zum Stehen kommt! Über vier Sprungkolben gelangt die Kugel dann zur zweiten Wackelplattform. Diese ist allerdings überdacht, sodass man die Position der Kugel darin nur erahnen kann.

Die Joysticks, mit denen sich die Wackelplattformen kippen lassen, sind obendrein genau entgegengesetzt zu bedienen. Zieht man den Stick nach unten, neigt sich die Plattform nach vorne. Bei links nach rechts, und bei rechts nach links. Hat man das Ende der überdachten Plattform erreicht, kommt nochmal ein Drehkran, diesmal ohne Magnet. Der Clou dabei: Am Ende muss man mit dem Kran gerade so fest gegen eine Rampe stoßen, dass die Kugel genau in ein darunterliegendes Katapult fällt. Trifft man zu fest auf, landet die Kugel im Krokodilteich, und man muss von vorne beginnen.

Das Katapult ist dann nur mehr die Kür – möchte man meinen

Das Katapult ist dann nur mehr die Kür – möchte man meinen, denn auch hierbei kommt’s auf Fingerspitzengefühl an. Zu fest in die Taste gehauen, und die Kugel segelt in hohem Bogen am nahen Ziel vorbei. Wenn‘s geklappt hat, wird das Spielende mit einem befriedigenden Glöckchen-Ton eingeläutet – DING!

Screwball Scramble begeistert immer noch!

An dieser Stelle darf man dann auch die Stoppuhr abstellen, die einen während des Ganzen Hindernislaufs mit einem stressig Rattern begleitet. Ach ja – hatte ich erwähnt, dass es bei Screwball Scramble ein Zeitlimit gibt? In 60 Sekunden sollte das DING! ertönen, sonst wird der Durchlauf nicht gewertet. Mein Rekord liegt übrigens bei 19 Sekunden, wer es also wagt, mich herauszufordern, möge mit bitte ein Beweisvideo posten!

9.8

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Mari

#throwbackthursday 😀
Da könnt ich doch auch mal mein altes “Halli Galli” oder “Tempo kleine Schnecke” für einen Test auspacken ^^ Und für deinen 19-Sekunden Rekord möchte ich bitte ein Beweisvideo von DIR 😉