Ich habe die Idee von Sword Art Online geliebt und die erste Staffel am Stück angeschaut. Mit SAO Hollow Realization gebe ich dem Megafranchise auf der PS4 eine Chance, mich erneut zu überzeugen. Ob das gelingt, erfahrt ihr in meinem Hands-on-Bericht.

SAO Hollow Realization

Wieder eine Betaphase

Wir schreiben das Jahr 2026 und ein neue VR-MMORPG ist erschienen. Kirito und seine FreundInnen aus Sword Art Online sind natürlich auch bei der Betaphase des neuen Spiels mit dabei. Es sieht alles etwas vertraut aus, aber irgendetwas ist anders … Gibt das Intro vielleicht weitere Aufschlüsse?

SAO Hollow Realization Intro

Das Tutorial

Mit dem selbsterstellten Charakter geht es gleich mal ins Tutorial, das ihr im folgenden Video sehen könnt. Alles nichts Besonders oder Außergewöhnliches: Bekannte Mechaniken der Vorgängerspiele Hollow Fragment und Lost Song mit dabei, doch seht selbst:

Warum?

In meinem Video ist das nicht der Fall, da ich den Standardavatar Kirito gewählt habe. Doch solltet ihr beispielsweise einen weiblichen Charakter erstellen, der vielleicht auch noch komplett anders aussieht, so müsst ihr damit leben, dass in sämtlichen Cutscenes nicht nur eine männliche Stimme zu hören ist, sondern auch immer Kirito zu sehen ist. Wenn man so ein Charaktererstellung-Feature einbaut, sollte man es meiner Meinung nach zu Ende denken und es nicht nur lieblos den SpielerInnen vor die Füße werfen.

Viel Altbekanntes

Gewöhnliches Action-RPG mit viel Grinding und Button-Mashing

Wie ihr schon im Gameplay-Video sehen könnt, geht es bei den Kämpfen um Timing und Taktik. Bei kleinen Gegnern ist das noch nicht ganz so wichtig, spätestens beim ersten Raid mit Bosskampf werdet ihr aber merken, dass das rechtzeitige Switchen, gezieltes Angreifen und das Ausweichen über Sieg oder Niederlage entscheiden können. Kurz und knapp erwartet euch ein gewöhnliches Action-RPG mit viel Grinding und Button-Mashing. Charakterentwicklung, verschiedene Waffen und Equipmentanpassungen, die sich auch optisch auswirken runden das Paket ab. Nenneswert ist hier lediglich das interaktive Gruppenmanagement: So könnt ihr im Kampf der Party verschiedene Befehle geben, oder einzelne Charaktere für Aktionen auch loben.

Hands-on-Fazit:

Da ich das Spiel nicht bis zum Ende gespielt habe, erlaube ich mir kein Test- sondern lediglich ein „Angespielt“-Urteil. Ich bin, wie eingangs erwähnt, ein großer Fan von Sword Art Online, aber Hollow Realization will bei mir nicht so recht ankommen. Selbst nach einigen Stunden finde ich das Spiel maximal mittelmäßig. Und ich spreche hier nicht nur von der Optik, die eher einem PS-Vita- oder PS3-Spiel nahekommt. Der Großteil der Quests sind einfache Sammel- und Mosterkillaufgaben, das MMO-Feeling kommt bei mir nicht wirklich auf, die schwache Lokalisierung sorgt für Abzüge in der B-Note und die Story fesselt mich nicht ansatzweise wie jene des Animes. Auf der anderen Seite muss ich gestehen, dass es auch Dinge, wie das Kampfsystem, mit der Möglichkeit Charaktere anzufeuern, oder das zwischenmenschliche Beziehungssystem gab, die mir ganz gut gefallen haben. Dennoch bleibe ich dabei: Ich bin und bleibe ein Fan von Sword Art Online, allerdings in Anime- und Mangaform.