Rocketbird 2: Evolution (PS4) im Test

von Stefan Hohenwarter 01.05.2016

Spezialagent Hardboiled Chicken ist zurück! Doch er ist nicht der Einzige, der ein Comeback feiert. Der böse Pinguin-Führer „il Putzki“ ist ebenfalls wieder aufgetaucht. Doch wie ist das nach dem Ende von Rocketbirds: Hardboiled Chicken überhaupt möglich? Die Antwort findet ihr in meinem Review.

Was zuletzt geschah …

Für alle, die Teil 1 nicht gespielt haben, hier eine kurze Zusammenfassung: Wir befinden uns im Weltraum. Nach einer nervenaufreibenden und fordernden Jagd stehen wir Putzki gegenüber. Mit einer Gedankenkontrollspinne vernebeln wir den Geist von Putzki und steuern ihn zu einer Luftschleuse, um sie ohne Schutzanzug zu öffnen. Das Ende ist klar: Putzki wird ins All gesogen. Ohne Luft ist sein Ende  nicht fern, doch als man den Abspann erwartet, tauchen auf einmal Weltraumeulen auf, die gespannt auf einen Bildschirm starren. Plötzlich erreicht sie ein Signal, das den Tod von Putzki verkündet. Eine der Eulen sagt nur, dass dieser Ausgang nicht zu erwartet war. Danach taucht eine weitere Eule auf, die offenbar das Sagen hat. Sie befiehlt den anderen beiden Nachtvögeln Kurs auf die Erde zu setzen.

Schon wieder Putzki!

Wie schon im ersten Teil schlüpfen wir in das Federkostüm von Hardboiled Chicken, einem Spezialagenten, der mit allen Wassern gewaschen ist. Bevor wir uns einen Überblick verschaffen können, geht es zum ersten Einsatzort, an dessen Ende uns Putzki in einem Riesenroboter gegenübersteht. Als er besiegt ist, verplappert er sich und verrät, dass er sein Comeback den Weltraumeulen verdankt. Welches Ziel er und die außerirdischen Vögel verfolgen, findet ihr aber am besten selbst heraus.

Altbewährtes Gameplay

Erneut erwartet euch ein klassischer 2D-Twinstick-Sidescroller. Ihr rennt von links nach recht, manchmal auch umgekehrt, löst einige Puzzles und vermöbelt Pinguinsoldaten und versucht euer Waffenarsenal zu füllen. Während im ersten Teil noch die Gedankenkontrollspinne beim Lösen von Schalterrätseln zum Einsatz kam, verwendet ihr jetzt ein Smartphone eines Oberaufsehers, um die feindlich gesinnten Rekruten nach eurer Pfeife tanzen zu lassen. Gesteuert wird mit beiden Analogsticks einer wird zum Bewegen von Hardboiled und der andere zum Definieren der Schussrichtung verwendet. Besonders bei den Bosskämpfen kommt es auf perfektes Timing und die optimale Verwendung der beiden Sticks an mit reinem Rumballern, kommt ihr hier nicht weit. Falls ihr euch schon mit einem Analogstick schwer tut, lasst die Finger von Rocketbirds 2: Evolution, denn die simultane Verwendung der beiden Sticks, ist Grundvoraussetzung, wenn ihr nicht permanent sterben wollt.

Couch-Coop

Neben dem Story-Modus, den ihr alleine spielt, gibt es den sogenannten Rescue-Modus. Hier könnt ihr mit FreundInnen gemeinsam am Sofa die abgedrehte Action von Rocketbirds 2: Evolution erleben. Alle SpielerInnen wählen zunächst einen verfügbaren Charakter aus manche müsst ihr erst freispielen. Dann begebt ihr euch auf Rettungsmissionen, während der ihr Geld verdient. Damit könnt ihr immer größere und natürlich stärkere Waffen kaufen, um euer Arsenal der Zerstörung Stück für Stück zu erweitern. Doch es gibt noch mehr: Falls ihr gerade mal keinen bzw. keine FreundIn zum Mitspielen bei der Hand habt, könnt ihr euch einen Waffenbruder in Form eine Kampfente kaufen, die ihr einfach Huckepack nehmen könnt. Wie das Ganze in etwa aussieht, zeigt euch das folgende Video:

Zusammenfassung

Ratloop Asia ändert nicht viel am Erfolgsrezept von Rocketbirds. Neben einigen Verbesserungen wie beispielsweise der Optik oder dem Couch-Coop verlässt sich der Entwickler vor allem auf das altbewährte 2D-Twinstick-Sidescroll-Gameplay. Das klappt wunderbar und nutzt sich entgegen meiner anfänglichen Vermutung auch nicht ab. Während die Grafik einen ordentlichen Sprung gemacht hat, setzen die EntwicklerInnen die Zusammenarbeit mit der Indie-Rock-Band New World Revolution, die bereits beim ersten Teil einen genialen Soundtrack beisteuerte, fort.

Das Ergebnis ist ein detailierter Sidescroller in einem humorvollen Setting mit intuitiver Steuerung und einem rockigen Soundtrack. Die Levels könnten für meinen Geschmack etwas kürzer und die Minimap etwas intuitiver sein. Wenn das für euch nicht so wichtig ist, und ihr auf abgedrehte Couch-Coop-Action steht, solltet ihr euch Rocketbirds 2: Evolution nicht entgehen lassen.

Wertung: 8 Pixel

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