Red Ball 4 (iOS) im Test

von Mandi 27.07.2014

Ein kleiner roter Ball muss mit ansehen, wie seine runde Welt und seine kugeligen FreundInnen kurzerhand mit Ecken und Kanten versehen werden. Nicht nur seine Artgenossen, sondern auch die Erde selbst wird im Handumdrehen in einen riesigen Block verwandelt. Zeit, aktiv zu werden!

Und Action!

Nachdem ihr das liebevoll gestaltete Intro gesehen habt, übernehmt ihr sofort die Kontrolle über den roten knuffigen Red Ball 4. Die Steuerungsoptionen lassen nicht viel Raum für Fantasie übrig: Ihr rollt nach links, nach rechts oder springt mit einem gehörigen Satz vom Boden weg. Dies ist auch bitter nötig, da die Feinde gegen Sprungangriffe von oben anfällig sind und ihr es nicht nur mit den Blöcken an sich zu tun habt.

red ball 4 3

Viele Schieb- und Sprungrätsel erwarten euch, in denen es beispielsweise gilt, eine Holzkugel auf einer Schaukel über dem Wasser zu platzieren, da ihr sie auf der anderen Seite benötigt. Euer Timinggefühl wird da stark beansprucht – zum Glück ist die Steuerung in Red Ball 4 sehr eingängig und das Sprungverhalten konsistent. Physikalisch korrekt benötigt ihr Anlauf, um weiterzukommen, bei schwankendem Untergrund müsst ihr natürlich das Momentum nutzen, und Wasser ist sowieso der Feind eines jeden Balles.

Gut umgesetzt

Die Musikuntermalung ist herrlich gut aufgelegt und nervt auch nicht bei wiederholtem Spiel, und die gesamt 45 Level spielen alle mit einem gewissen Thema. Während die ersten 15 Levels dem Einstieg dienen und ihr stehenden Blöcken auf den Kopf springen dürft, geht es in den nächsten Stages schon heftiger zu. Da werden die Ninjablöcke aktiv und springen in der Gegend herum, Zahnräder (die mochte schon To-Fu nicht) zerschneiden euch in Windeseile, und zeitgesteuerte Schalter machen den SpielerInnen das Leben noch schwerer.

red ball 4 2

Doch alles in allem ist Red Ball 4 ein klasse Spiel für Groß und Klein, denn während das normale Durchspielen noch nicht die ganz große Herausforderung ist (Bossgegner ausgenommen), habt ihr wie bei allen guten Games auch hier die Möglichkeit, pro Level drei Sterne zu sammeln. Hierzu müsst ihr alle Stern-Embleme sammeln und jeden Feind besiegen. Das klingt zwar nicht nach viel, aber in gewissen Levels grübelt ihr schon mal, wo sich das letzte Emblem versteckt oder was genau ihr übersehen habt.

Ihr habt nicht viele Waffen, im Prinzip könnt ihr mit eurem Red Ball 4 nur springen und Dinge schieben, und mit beiden Fähigkeiten könnt ihr Fieslinge ausschalten. Ab und zu fragt man sich, wieso ein Sprung auf einen Gegner euch verwundet statt ihn (dafür müsst ihr ihn wirklich exakt am Scheitel treffen), aber abgesehen davon ist Red Ball 4 ein solider Titel. Auch die Übergänge zwischen den Levels gestalten sich fließend: Beendet ihr eine Stage mit viel Geschwindigkeit, startet ihr die nächste genauso schnell. Seht euch am besten das Video hierzu an, um zu sehen, was ich meine:

Red Ball 4: Rollt rund

Das Jump’n’Run-Genre hat mit Red Ball 4 einen guten Vertreter hinzubekommen. Das Checkpointsystem ist bei schwierigen Sprüngen sinnvoll und lässt euch nicht die gesamte Stage wiederholen, die zuckersüße Aufmachung lockt viele SpielerInnen an, und der Preis von 79 Cent ist bei dieser Leistung absolut kein Thema. Für GelegenheitsspielerInnen sei hiermit eine absolute Empfehlung ausgesprochen – viel Spaß mit der kleinen roten Kugel!

Wertung: 8 Pixel

für Red Ball 4 (iOS) im Test