Ratchet & Clank (PS4) im Test

von Ajit Singh 14.04.2016

Parallel zum bald in die Kinos explodierenden Film bringen Insomniac Games und Sony eine Neuerzählung des des PS2-Klassikers aus dem Jahre 2002 auf die PS4: Ratchet & Clank! Dynamisches Duo? Check. Beeindruckendes Arsenal? Definitiv! Knallbunt und wundervoll fröhlich? Verdammt, ja! Ein Jump’n’Run wie wir es schon lange vermisst haben? Lest weiter und erfahrt es in meinem Test!

Ein Mechaniker und sein Robo-Freund

Ach, Ratchet & Clank. Ich habe viel zu viele wundervolle Erinnerungen an meine Zeit mit den verschiedenen Ablegern der Serie – und auch ein paar nicht gar so gleißende, wenn ich mich (unter anderem) an All 4 One zurückerinnere. Dieser neueste Teil ist allerdings ein Remake des allerersten Spieles und kommt somit ganz ohne zusätzlichen Titelfirlefanz aus. Es heißt einfach: Ratchet & Clank! Als ich 2002 den ersten Teil immer wieder ad infinitum durchzockte, hätte ich es mir nie Träumen lassen, dass es der schießwütige Lombax und sein sarksastischer Roboterkollege eines Tages auf die Leinwand schaffen und sogar noch ein begleitendes Spiel erscheint. Selten war ich so glücklich, falsch zu liegen: Ratchet & Clank erzählt die Geschichte des ersten Teiles nach, aber hat genug zusätzliche Überraschungen, um für langjährige Fans jenseits von nostalgischen Gründen interessant zu bleiben.

Weitere Infos zu den wichtigsten Charakteren findet ihr in unserem Who is Who-Special.

Qwarktastisch!

Niemand geringerer als Captain Qwark selbst darf liebenswert die Geschichte vom Lombax und Roboter via Rahmenhandlung dahinschwafeln und ist dabei erwartungsgemäß verbal bissig und durchwegs witzig – wobei man letzteres dem gesamten Spiel vorwerfen kann: Es fehlt keinesfalls an witzigen Momenten, egal auf welchem Planeten ihr euch durch die Gegend schießt. Einzig und alleine an der Präsentation hapert es ein wenig – es wurden vermutlich, denn anders kann ich es mir nicht erklären, teils Snippets sowie Musik aus dem Film verwendet. Das sorgt dafür, dass Ratchet & Clank zeitweise „Frankensteins Monster“-artig anmutet. Cutscenes enden völlig abrupt und gewisse Tracks wirken fehl am Platz. Wen euch das jedoch nicht stört, könnt ihr euch auf klassisch geniales Platformer-Gameplay freuen. Die Animationen stehen DreamWorks-Filmen um nichts nach, während die Welt(en) selbst beinahe atemberaubend hübsch sind, egal ob ihr gerade eine Baustelle auf einem Wüstenplaneten unsicher macht, oder euch durch den hyperfuturistischen Großstadtdschungel schwingt.

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Ebenso explosiv wie damals

Gegner dank eurem irren Arsenal in kleine Teile zu zerlegen, ist so spaßig wie eh und je – vor allem dank Waffen wie dem Pixelizer, der Proton-Drum oder dem Sheepinator. Wie gewohnt, sammelt ihr beim Einsatz von Waffen Erfahrungspunkte für eben genau diese. Mit jedem neuen Level werden die Waffen stärker und transformieren dann auf Level 5 zu weitaus mächtigeren, teils anders funktionierenden Varianten (Alles sehr clever aus Ratchet & Clank: Into the Nexus geborgt.). Eine elegante Lösung, um sicherzustellen, dass SpielerInnen nicht an ihren Lieblingswaffen kleben bleiben und ihr Arsenal stattdessen komplett ausreizen. Das Kampfgeschehn selbst ist herrlich hektisch, besonders auf den ersten paar Planeten und mit dem Duo auf niedrigem Level. Jenseits dessen bleiben die Kämpfe auch weiterhin herausfordernd und spaßig – direkt im feindlichen Kreuzfeuer stehen zu bleiben ist zudem niemals eine gute Idee.

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Fazit

Bolts sammeln, Waffen hochleveln und Gegner explodieren lassen, und das alles in einem wundervoll irrwitzigen Setting: Ratchet & Clank tut keinen Schritt von der Formel, die es schon damals zu einem echten Hit gemacht hat, weg. Stattdessen bietet das Spiel eine Menge Verbesserungen und ist ein beinahe rundum gelungenes Remake – wenn die abgehackte Präsentation nicht wäre, hätte es die perfekte Pixelanzahl verdient.

Wertung: 9 Pixel

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