Preview: Tom Clancy’s The Division

von Max Hohenwarter 20.08.2014

Von Godzilla zertrampelt, in Crysis 3 unter einer Käseglocke sich selbst überlassen und jetzt auch noch von einer Seuche zur menschenleeren, postapokalyptischen Geistergroßstadt verkommen. Das arme New York musste dank der Vorstellungskraft mancher Filmemacher und SpieleentwicklerInnen schon verdammt viel über sich ergehen lassen. Der letztgenannte Fall bezieht sich übrigens auf den neuen Koop-Shooter Tom Clancy’s The Division. Diesen Titel führte man uns in einer kurzen kommentierten Demo vor.

Ich hab da ’was im Auge

Im Spiel übernehmt ihr die Rolle eines Schläferagenten der Division, der im gezeigten Abschnitt mit einem kleinen Team die Stadt erkundet und Gebäude zurückerobert. Auf seiner Erkundung kann er mit einem sogenannten ECHO Device an manchen Stellen Vergangenes und von Überwachungskameras etc. Eingefangenes Revue passieren lassen. Beispielsweise können wir in einer U-Bahn-Station so die dramatischen Szenen kurz nach Ausbruch der biologischen Katastrophe nacherleben. Für solche zeitgeschichtlichen Funde werden dem Agenten dann Erfahrungspunkte gutgeschrieben. Doch zurück zum Gebäude, das wir stürmen und erobern wollen. In unserem Fall war das ein großes Bibliotheksgebäude. Bevor wir allerdings lange Besitzansprüche geltend machen, ist es vonnöten, eben jenes Bauwerk von bösen Buben zu befreien. Die Kämpfe laufen sehr taktisch ab, und gute Kommunikation mit den TeamkollegInnen ist essenziell. Die Ausrüstung sollte ebenso auf jeden Kampf abgestimmt werden. In Tom Clancy’s The Division ist es nämlich möglich, das Gear und die Skills in insgesamt drei Stufen anzupassen. Hier ein Beispiel anhand einer Smart Grenade: Mit einer Einstellung bestimmen wir, ob der Sprengkörper einfach nur geworfen wird oder sich wie ein ferngelenktes Spielzeugauto auf den Gegner zubewegen soll. Im nächsten Layer sagen wir, ob sie einen Bouncing-Betty-Sprengmodus (die Granate springt auf Höhe des Kopfes und detoniert dann) fahren oder anderweitig, beispielsweise als Clustergranate, hochgehen soll. Und zu guter Letzt lässt uns die Smart Grenade die Wahl, ob wir sie mit zerstörerischer Wirkung in die Luft gehen lassen oder lieber eine nicht tödliche, aber ablenkende Blendgranate aus ihr machen wollen.

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Ist dann alles justiert, kann der Kampf beginnen. Strategisch verschanzen wir uns hinter Kisten und geben Sperrfeuer oder lassen unsere MitstreiterInnen einen Geschützturm platzieren, um durch dessen Ablenkung die Feindkräfte flankieren zu können. Erwähnenswert ist übrigens, dass wir nicht nur menschliche KampfgefährtInnen haben, sondern auch von einer Drohne unterstützt werden, die Gegner markiert und uns mit Tränengas Rückendeckung gibt. Wenn nun eventuell der Eindruck entstanden ist, dass die Drone das automatisch macht, dann war das ein Irrtum. Der Clou: Der Quadcopter kann von einem/einer FreundIn via Tablet über eine Companion-App bedient werden. Ist der Kampf überstanden, gehört das Gebäude uns und dient uns ab sofort als Rückzugspunkt.

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Shooter MMO (=Mit Mordsmäßiger Optik)

Tom Clancy’s The Division verspricht, ein taktisch fordernder Teamplay-Shooter zu werden, der vor allem auch optisch zu überzeugen weiß. Die Grafik ist dank Snowdrop Engine dermaßen schön, dass meine Netzhaut fast durchbrennt und von der optischen Pracht beinahe so zerstört und mitgenommen aussieht wie New York City. Einfach wundervoll.