Nomen est omen: Der Schneller, Baby Test

von Max Hohenwarter 13.04.2017

Bei meinem Schneller, Baby Test stelle ich fest, dass dieser Titel ein schlechtes Omen ist. Wie genau das gemeint ist, erfahrt ihr in meinem Review des ersten Mafia 3 DLCs.

No-Go-Zone für Schwarze

Die kleine, ländliche Gemeinde Sinclair Parrish am südwestlichen Ende von New Bordeaux ist für Schwarze eine absolute No-Go-Zone. Das liegt vornehmlich an Slim Baumont. Der ist der Sheriff von Sinclair Parrish. Der debil grinsende Hutträger scheint geistig irgendwo zwischen wildem Westen und Sklaverei hängengeblieben zu sein. Einen dunkelhäutigen Mann nach Sonnenuntergang in der Kleinstadt rumhängen zu sehen reicht ihm schon als Grund, den armen Kerl hinterrücks abzuknallen!

Während meinem Schneller, Baby Test ziehe ich mir also meine schwarze Lederjacke an und zeige diesem Rassisten in der Haut von Vietnamveteran Lincoln Clay die Klauen der schwarzen Panther!

Nomen est omen

Damit komme ich auch schon fast zum Ende in meinem Schneller, Baby Test, denn dem dämlich grinsenden Sheriff und seinen Southern Union Gespensterbuddies das Handwerk zu legen ist schneller geschehen, als man glaubt. Nach nur zweieinhalb Stunden verrottet Slim in einer Zelle. Denn nachdem Clay mit der kessen Roxy in nicht mal 10 Missionshäppchen genug Staub aufgewirbelt, in Sinclair Parrish ein bisschen die Sau raus gelassen und ein paar Zeugen zur Aussage bewogen haben ist der DLC auch schon wieder durchgezockt. Dass der Titel des DLCs Schneller, Baby ist, ist also bedauerlicherweise sehr passend.

Abseits der guten Hand voll an Missionen, gibt es noch ein paar neue Autos, die ihr freispielen könnt, sowie Annäherungsminen, die ich während meinem Schneller, Baby Test kein einziges mal zur Anwendung gebracht habe. Wenn euch danach ist, könnt ihr noch ein florierendes Marihuana Business auf die Beine stellen. Dieses Minispielchen ist nett gemacht und ihr könnt euer Gewächshaus mit diversen Upgrades versehen und sogar eigene Sorten zusammen kreuzen. Schlussendlich bleibt dieses Feature aber nur Augenwischerei, denn außer einen schmucken Hippie-Bus und Kohle, die ich persönlich nicht mehr brauchte, springt bei der ganzen Züchterei nichts raus.

Das Fazit zum Schneller, Baby Test:

Eine Spielzeit von knapp drei Stunden, ein bisschen Graszüchten für Hobby-Gärtner und ein paar neue Fahrzeugkampfmanöver, sowie die absolut unnütze Annäherungsmine. Dafür möchte 2K dann dick Kohle sehen. Schlappe 15 Euro dürft ihr für diesen DLC berappen. Zudem sollte ich vielleicht noch erwähnen, dass mir in meinem Schneller, Baby Test noch einige Grafikfehler und generell Bugs aufgefallen sind. Einer hinderte mich beim ersten Installieren gar daran, nach Sinclair Parrish zu gelangen. Um das zu beheben musste ich erst einmal alle Mafia 3-Spielinhalte von meiner PS4 löschen und in einer bestimmten Reihenfolge wieder installieren.

Zugegeben: Den blöd grinsenden Rassisten Slim Beaumont Dreck fressen zu lassen macht schon Spaß und ca. die Hälfte der Missionen ist auch gewohnt gut inszeniert. Diesen Preis ist der Winz-DLC aber absolut nicht wert. Manch ein Publisher legt so etwas sogar als Pre-Order-Bonus bei. Shame on you 2K

Wertung: 4 Pixel

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