Monster Hunter World: Iceborne – ein Tagebuch Part III

von Mathias Rainer 22.03.2020

Es war wieder einmal Zeit für eine gepflegte Runde Monster Hunter World: Iceborne. Nachdem ich die letzten Tage mit Nioh 2 verbracht habe, und dabei ordentlich verprügelt wurde, wollte ich wieder einmal in die eisige Idylle der Raureif-Weite flüchten. Von entspannter Jagd konnte aber während meiner anstehenden Missionen im DLC keine Rede mehr sein. Ganz im Gegenteil! Ich fühlte mich in die Bosskämpfe des Soulslike zurückversetzt. Jedes der – für mich durchgehend neuen – Monster hatte das Potential mir gehörig in den Hintern zu treten. Kurz gesagt: der Glavenus machten mir das Jägerleben bedeutend schwerer als noch sein Kollege der Pukei-Pukei. Aber lest selbst.

The Glavenus strikes back!

Der Kampf mit dem Barioth hat es ja schon angedeutet. Die kommenden Meisterrang-Missionen sind nicht von schlechten Eltern. Ebenso wenig die innerhalb dieser Missionen zu erjagenden Monster. Als nächstes sollte des den für Monster Hunter World: Iceborne zurückgtebrachten Monstern Glavenus und Nargacuga an den Kragen gehen. Beide Viecher kannten erfahrene Jäger bereits aus vorangegangenen Spielen der Serie. Für mich waren diese beiden – sehr gut an das aktuelle Game angepassten – Kreaturen allerdings komplettes Neuland. Moveset waren für mich daher ebenso unbekannt wie Elementschwächen. Ein Umstand, den man in Monster Hunter World spätestens jetzt bitter bezahlt.

Denn in Punkto Waffenstärke stößt man sehr bald an die Decke. Neue Seltenheitsstufen werden nur mit Fortdauer der Hauptmissionen freigeschaltet. Wenn man also den, zu diesem Zeitpunkt den ungefähren, Maximalschaden von 800 erreicht hat, muss man auf andere Tricks zurückgreifen. Eben einer davon ist, die Schwächen seiner Gegner auzunutzen. Da ich natürlich blind in die Mission reingehüpft bin hatte ich keine Ahnung, dass der Glavenus auf das Feuer-Element zurückgreift. Ich war mit meinem vollständig verstärkten Eis-Hai-Beotodus-Set also suboptimal vorbereitet.

Ich brauche glaube nicht noch extra erwähnen, dass mich das Vieh im First-Try komplett vernichtet hat. Wo mir bei hochrangigen Jagdmissionen schon ziemlich egal sein konnte, ob ich einem Donner-Monster mit einer Wasser-Rüstung gegenübertrete, so wurde von mir ab dieser Stelle eine gute Vorbereitung in Seliana gefordert. Ich rüstete mich mit feuerfesten Materialien aus – wofür einige Nebenquests notwendig waren – und griff erstmalig in 100 Spielstunden (!) auf den Einsatz von Buff-Tränken zurück.

Nach insgesamt 5 Versuchen und insgesamt 2 Stunden später war der Glavenus dann auch erledigt. Der Kampf mit diesem hat mir aber eine wichtige Lektion beigebracht. Ab diesem Zeitpunkt der Hauptquest wird die Jagd um ein Vielfaches anstrengender. Entweder, ich versuche – auf mich alleine gestellt – die Monster zu erlegen. Oder ich greife in Zukunft vermehrt auf die Hilfe anderer Jäger zurück. Warum eigentlich auch nicht? Das Spiel ist doch schließlich darauf ausgerichtet, gemeinsam auf Tour zu gehen. Koop hab ich mir somit für die nächste Session ganz dick in mein Notizbuch geschrieben.

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