KUXIU K1 Ultra Test: Powerbank mit Fidget-Zusatz
Eine Powerbank soll unterwegs vor allem eines tun: das Smartphone auffüllen. Die KUXIU K1 Ultra möchte deutlich mehr sein.
Über die KUXIU K1 Ultra
Dieses Produkt (zur offiziellen Website) kombiniert einen 10.000-mAh-Akku mit magnetischem Qi2.2-Laden, einer integrierten Apple-Watch-Ladefläche und einer Standfunktion. Das Ergebnis ist ein ungewöhnliches Zubehör, das besonders für all jene interessant ist, die iPhone, Apple Watch und AirPods mit möglichst wenig Gepäck versorgen möchten. Auf den ersten Blick wirkt die K1 Ultra wie eine etwas zu dick geratene MagSafe-Powerbank. Das Gehäuse misst 105 × 68,5 × 21,8 Millimeter und bringt rund 256,5 Gramm auf die Waage. Damit ist sie kein Leichtgewicht, passt aber noch in größere Hosentaschen, Rucksäcke oder eine gut gefüllte Arbeitstasche.
Man kann die 10.000-mAh-Variante ähnlich als kompakte, kartenartige Konstruktion beschreiben, die allerdings eher eine große Tasche als eine kleine Hosentasche bevorzugt. Der Materialeindruck fällt für diese Geräteklasse erfreulich hochwertig aus. KUXIU setzt auf einen CNC-gefrästen Aluminiumrahmen, eine sandgestrahlte und eloxierte Oberfläche sowie Corning-Glas auf beiden Seiten. Das wirkt weniger nach typischem Kunststoff-Zubehör und eher nach einem kleinen Premiumgerät. Die Kehrseite des eleganten Auftritts: Mit über 250 Gramm und einer Dicke von mehr als zwei Zentimetern spürt man diese MagSafe-Powerbank am Smartphone deutlich.
Ein Dreh, zwei Funktionen
Die eigentliche Besonderheit versteckt sich im beweglichen hinteren Segment. Durch eine Drehbewegung klappt die Powerbank auf und legt eine zusätzliche Ladefläche frei. Dort kann eine Apple Watch platziert werden, je nach AirPods-Ladecase ist auch das Laden von Ohrhörern möglich. Gleichzeitig entsteht eine Standkonstruktion, in der das iPhone aufrecht oder quer aufgestellt werden kann. Ein kleiner Ständer wie bei der Nintendo Switch hilft dabei. Dieser Mechanismus ist nicht bloß eine Designspielerei. Auf dem Schreibtisch wird die K1 Ultra damit zu einer kleinen mobilen Ladestation, etwa neben dem Notebook oder an einem Hotelbett. Unterwegs genügt es, das Element wieder einzuklappen, und aus dem Stand wird eine flache, geschlossene Powerbank. Genau dieses Prinzip als vielseitige Kombination aus Reiseakku, Ladegerät und iPhone-Ständer ist interessant.
Für die Verbindung zum iPhone verwendet KUXIU insgesamt 16 plus zwei N52-Magnete. In der Praxis soll das für eine besonders feste Ausrichtung sorgen. Ein iPhone mit MagSafe-kompatibler Hülle sitzt dadurch stabil auf der Ladefläche und löst sich nicht sofort, wenn man das Smartphone aus einer Tasche zieht. Das ist ein wichtiger Vorteil gegenüber einfachen magnetischen Akkus, bei denen die Verbindung grundsätzlich hält. Dort kommt es aber allzu gerne vor, dass sich beim Gehen oder beim Aufnehmen des Telefons diese Verbindung leicht verschiebt. Dicke oder nicht magnetische Hüllen bleiben allerdings ein Unsicherheitsfaktor. KUXIU empfiehlt ausdrücklich eine MagSafe-kompatible Hülle, weil zusätzliche Materialstärke sowohl die magnetische Haftung als auch die Ladeeffizienz beeinträchtigen kann.
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25 Watt mit Einschränkungen
Das zentrale Verkaufsargument ist Qi2.2 mit bis zu 25 Watt. Diese Geschwindigkeit steht laut Hersteller derzeit nur iPhone-Modellen ab dem iPhone 16 zur Verfügung, das iPhone 16e ist ausdrücklich ausgenommen. Ältere iPhones der Serien 12 bis 15 können zwar magnetisch geladen werden, bleiben aber bei bis zu 15 Watt. Wir können diese Staffelung bestätigen, so wird ganz klar zwischen dem 15-Watt-Modell K1 Pro und der K1 Ultra mit bis zu 25 Watt für iPhone 16 und neuer unterschieden, ältere iPhones sollen dort ebenfalls mit bis zu 15 Watt laden. In einem Praxistest wird für ein iPhone 16 Pro ein Anstieg von 36 auf 72 Prozent innerhalb von 32 Minuten gemessen. Das entspricht einem soliden, aber nicht konstanten linearen Ladetempo, wie es bei Smartphones wegen Temperatur- und Akkuschutz ohnehin zu erwarten ist.
Die K1 Ultra ist nicht auf das iPhone beschränkt. Während das Smartphone auf der großen magnetischen Fläche liegt, kann die ausgeklappte Ladefläche eine Apple Watch mit bis zu 5 Watt versorgen. AirPods oder andere Qi-kompatible Ohrhörer werden ebenfalls mit bis zu 5 Watt geladen. Damit eignet sich das Gerät besonders für die Nacht im Hotelzimmer oder den Arbeitstag unterwegs, wenn mehrere kleine Akkus gleichzeitig aufgefrischt werden sollen. Bei den AirPods ist die Kompatibilität allerdings weniger unkompliziert, als der Begriff „3-in-1“ vermuten lässt. Hier müsst ihr einfach nur aufpassen, ob eure AirPods tatsächlich kabellos geladen werden können, und jene mit MagSafe-Kompatibilität sind ohnehin nochmal ganz anders, sprich unkomplizierter in der Handhabe.
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Kapazität für einen Reisetag
Der integrierte Akku besitzt nominell 10.000 mAh bei 7,74 Volt, entsprechend 38,7 Wh. Für die tatsächlich nutzbare Kapazität nennt KUXIU 6.000 mAh bei 5 Volt und 2,4 Ampere. Diese Differenz ist bei Powerbanks nicht ungewöhnlich, da Spannungswandlung und kabelloses Laden Energie kosten. In der Praxis kann man daher nicht einfach davon ausgehen, dass jedes Smartphone exakt zweimal vollständig geladen wird. Mit der 10.000-mAh-Variante lässt sich ein iPhone 16 Pro vollständig laden und anschließend noch mal auf rund 70 Prozent aufladen. Das ist für eine magnetische Powerbank mit zusätzlicher Watch- und Ohrhörer-Ladefunktion ein überzeugendes Ergebnis. Wer gleichzeitig mehrere Geräte lädt, muss jedoch mit einer geringeren Reichweite rechnen, da sich die verfügbare Energie aufteilt.
Es zeigt sich: Kabelloses Laden ist komfortabel, aber nicht immer die effizienteste Lösung. Deshalb besitzt die K1 Ultra einen USB-C-Anschluss für Eingang und Ausgang. KUXIU gibt für beide Richtungen bis zu 15 Volt bei 2 Ampere an, das entspricht rechnerisch bis zu 30 Watt. Der praktische USB-C-Ausgang liefert ungefähr 20 Watt, während die Powerbank selbst mit rund 18 bis 20 Watt geladen wird. Für ein iPhone oder kleinere Geräte ist das ausreichend schnell. Auch ein Notebook wie ein MacBook Air lässt sich im Notfall zumindest weiter versorgen, eine vollwertige Laptop-Powerbank ist die K1 Ultra aber nicht. Positiv ist die Pass-Through-Funktion: Die Powerbank kann selbst geladen werden, während gleichzeitig angeschlossene Geräte Energie erhalten. Praktisch, aber bestimmt keine Dauerlösung!
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KUXIU K1 Ultra im Alltag
Im täglichen Gebrauch liegt die Stärke der K1 Ultra weniger in einem einzelnen Spitzenwert als in ihrer Vielseitigkeit. Man nimmt ein Gerät mit und erhält Powerbank, iPhone-Ständer, Apple-Watch-Ladegerät und AirPods-Ladefläche. Wer ohnehin mehrere Apple-Geräte besitzt, kann dadurch Ladegerät, Watch-Puck und zusätzliche Kabel im Reisegepäck reduzieren. Gleichzeitig bleibt das Konzept stark auf das Apple-Ökosystem zugeschnitten. Zwar nennt KUXIU auch andere Qi-kompatible Geräte als grundsätzlich unterstützte Produkte, doch die magnetische Ausrichtung und die 25-Watt-Funktion sind vor allem für neuere iPhones relevant. Für all jene ohne Apple Watch oder AirPods ist ein einfacherer Qi2-Akku wahrscheinlich die vernünftigere, günstigere und leichtere Wahl.
Preislich positioniert sich die K1 Ultra im Premiumsegment der magnetischen Powerbanks. Die UVP beträgt 88,95 Euro, derzeit ist das Gerät aber um 68,95 Euro zu haben. Der konkrete Preis kann daher je nach Region, Shop und Rabattaktion schwanken. Dafür bekommt ihr aber auch nicht nur einen Akku, sondern ein relativ aufwendig gefertigtes Mehrfach-Ladegerät. Die Aluminiumkonstruktion, die Glasflächen, der Drehmechanismus und die starke Magneteinheit erklären den Aufpreis teilweise. Ob sich dieser lohnt, hängt letztlich daran, ob die zusätzliche Watch- und AirPods-Funktion regelmäßig genutzt wird. Wer nur gelegentlich sein iPhone nachladen möchte, findet günstigere und leichtere Alternativen. Mir persönlich gefällt die Idee, eine Powerbank für (fast) alles zu haben.
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Ordentlich schwer, aber ordentlich
Die KUXIU K1 Ultra ist eine ungewöhnlich gut durchdachte Powerbank für all jene, die mehrere Apple-Geräte unterwegs laden möchten. Sie verbindet eine überzeugende Verarbeitung mit einem stabilen Magnetverschluss, einer flexiblen Standfunktion und bis zu 25 Watt für kompatible (lies: aktuelle) iPhones. Besonders auf Reisen ersetzt sie mehrere Einzelteile, ohne sich auf eine reine Notladefunktion zu beschränken. Ihre 25 Watt sind kein universeller Standard für alle Geräte, sondern ein Vorteil aktueller iPhones. Wer ein iPhone 15 oder älter besitzt, erhält zwar weiterhin ein gutes Qi2-Ladegerät, aber keinen Geschwindigkeitsvorteil gegenüber anderen hochwertigen 15-Watt-Lösungen. Für einen späteren Wechsel auf ein kompatibles iPhone kann die Ultra-Version allerdings eine gewisse Zukunftssicherheit bieten.
Ganz ohne Kompromisse kommt die K1 Ultra nicht aus. Das Gewicht ist am iPhone via MagSafe echt spürbar, genauso wie die bulkige Bauform mit fast 22 Millimetern. Dazu kommt, dass AirPods nicht auf jeder Position und mit jedem Case gleich zuverlässig funktionieren. Ihre Grenzen liegen beim Gewicht, beim Platzbedarf und bei der nicht ganz gleichmäßigen AirPods-Kompatibilität. Wer ausschließlich ein Smartphone laden will, ist mit einem schlankeren Modell besser bedient. Für iPhone-, Apple-Watch- und AirPods-Fans ist die K1 Ultra dagegen eine der interessantesten mobilen All-in-one-Lösungen: nicht perfekt, aber ausgesprochen konsequent umgesetzt. Die hohe Verarbeitungsqualität und die Möglichkeit, das Gerät auch in Cosmic Orange (der Trendfarbe der iPhone 17 Pro-Reihe) zu bekommen, könnten den Ausschlag geben!