Kill la Kill Komplettbox Test: Der Stoff des Lebens

von Stefan Hohenwarter 08.01.2019

Originelle Charaktere, jede Menge Slapstick und Humor, sowie Action mit viel nackter Haut in einem einzigartigen Stil verspricht die Kill la Kill Komplettbox – ob das eine treffende Beschreibung ist, erfahrt ihr in meinem Kill la Kill Komplettbox Test.

Facts:

  • Genre: Action, Ecchi
  • Regisseur: Hiroyuki Imaishi
  • Publisher: peppermint anime
  • Releasetermin: 30. November 2018

„Wer ist der Mörder meines Vaters?“

Ryuko Matoi, ein ganz normales Mädchen, das irgendwie schlechte Laune und gigantische halbe Schere mit sich permanent rumträgt, hat den ersten Tag an der Honnouji-Akademie. Warum sie diese dabei hat, wissen wir vorerst nicht, doch schnell wird klar, welcher Wind hier an der Schule weht: Wer einen höheren Rang hat, bekommt mehr Ansehen und ein bessere Leben. Und so sind alle auf der Jagd nach Sternen. Wer einen sein Eigen nennt, bekommt von der Präsidentin der Schülerversammlung eine sogenannte Goku-Uniform, die den Trägern spezielle Kräfte beschert. Das Maximum sind 3 Sterne-Uniformen, die nur von den „Elite-Vier“ getragen werden.

Ryuko passt das so überhaupt nicht und sie will dieses Regime durchbrechen. Dabei kommt es ihr gelegen, dass sie durch Zufall im Keller ihres Elternhauses landet. Ihr Vater hat dort offenbar ein spezielles Stück Stoff versteckt: die sprechende Uniform Senketsu. Sie stülpt sich sofort über Ryuko und wenn Senketsu nur einen Tropfen Blut der Trägerin abbekommt, verwandelt sie sich in eine schlagkräftige, wenn auch gleich sehr freizügige Waffe. Zusammen mit der Scherenklinge, die sie im toten Körper ihres Vaters fand, versucht Ryuko den Mörder zu finden, den sie in der Führungsriege der Honnouji-Akademie vermutet.

Produktion

Der Film entstand beim eher unbekannten Studio Trigger, das unter anderem auch für Little Witch Academia verantwortlich zeichnet. Das Studio wurde von den Ex-Gainax-Mitarbeitern (u.a. Neon Genesis Evangelion) Masahiko Ōtsuka und Hiroyuki Imaishi 2011 gegründet. Kill la Kill war auch gleich die erste und bislang größte Produktion des Studios. Für die deutsche Fassung beauftrage peppermint anime laut der deutschen Synchronkartei die Metz-Neun Synchron Studio- und Verlags GmbH. Ich persönlich finde, dass das Synchronstudio einen sehr guten Job gemacht hat und gute SprecherInnen für die entsprechenden Charaktere ausgewählt hat.

Extras

  • Digipack im Schuber
  • Bonusepisode 25

Kill la Kill Komplettbox Test: Schräg, aber cool!

Ich habe schon vor Ewigkeiten das erste Mal von Kill la Kill gehört, aber bislang immer einen Bogen darum gemacht. Ich habe mir einfach einen klassischen Ecchi-Anime erwartet, der ohne Sinn und Verstand nackte Haut zeigt, doch wie sich nach kurzer Zeit herausstellt, hat die Nacktheit auch einen Bezug zur Story. Welcher das ist, findet ihr aber am Besten selbst heraus.

Zurück zur Verkaufsparole, mit der ich mein Review begonnen habe: „originelle Charaktere, jede Menge Slapstick und Humor, sowie Action mit viel nackter Haut in einem einzigartigen Stil“. Das ist kein überzeichnetes leere Geschwätz, es beschreibt perfekt, was euch in Kill la Kill erwartet. Ich habe zwar etwas gebraucht, um mit der Story und dem Zeichenstil warm zu werden, doch dann entpuppte sich ein cooler Anime, der für mich am Ende allerdings etwas zu zäh und langatmig wird. Es wirkt fast so, dass man nicht mehr gewusst hat, wie man auf 24 Folgen kommt und deshalb immer noch etwas draufsetzt. Das mag aber auch ein subjektiver Eindruck sein.

Die Kill la Kill Komplettbox serviert euch alle 25 Folgen der abgedrehten Serie zu einem fairen Preis. Ich hätte mir zwar das ein oder andere Extra gewünscht, aber auch so ist die Komplettbox für NichtbesitzerInnen der einzelnen Volumes eine Überlegung wert.

Wertung: 7.5 Pixel

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